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Software erkennt das Alter eines Betrachters von Werbung

Kommt die neue Werbekampagne gut an oder ist sie ein Flop? Wer Millionen für Werbung ausgibt, möchte wissen, dass sein Geld gut angelegt ist. Die Software „Shore“ ermittelt nach Informationen des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) sicher, wer eine Botschaft wie lange betrachtet. Da das System nicht nur das Geschlecht, sondern auch Alter und Stimmungen unterscheidet, soll es neue Werbekonzepte ermöglichen.

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Blicke beispielsweise eine junge Frau interessiert auf die Videowand, würden ihr neue Styles gezeigt. Betrachte wenig später ein älterer Mann die Herrenkollektion, erschienen die richtigen Outfits für ihn auf der Wand. Dies ermögliche das Produkt „People Attract“ der Firma Visapix, das auf der Mimikerkennung Shore des IIS basiere. Vor der Videowand des Modeunternehmens nehme eine Kamera jeweils die Person auf, die vor dem Bildschirm stehe. Die Spezialsoftware werte das Bild in Echtzeit aus. Da das System wisse, ob ein Mann oder eine Frau vor dem Bildschirm steht und auch das ungefähre Alter der Person kennt, könne es jeweils passende Kollektionen einspielen.

Erste Erfahrungen mit People Attract habe inzwischen auch ein Leihwagenvermieter gesammelt. „Da Frauen andere Autofarben und -marken mögen als Männer, lässt sich je nach Alter und Geschlecht auch hier das passende Fahrzeug anbieten“, sagt Engelbert vom Kolke, Geschäftsführer der Visapix GmbH. Das System könne Daten verarbeiten, die über Instore-Kameras oder digitale Displays vor Plakaten oder Regalen aufgenommen wurden. Die Analysen ließen sich in Echtzeit per Webservice von einem zentralen Rechner abrufen. Zudem stehe Shore als Bibliothek zur Verfügung, damit Unternehmen die Software in eigenen Produkten problemlos integrieren können.

In der Regel überprüften Markt- und Werbeforschungsinstitute mit der Technologie, ob die jeweilige Werbebotschaft bei den richtigen Kunden angekommen ist. „Werden die passenden Zielgruppen angesprochen?“ und „Wie lange kann der Werbeträger die Aufmerksamkeit halten?“ und weitere Fragen ließen sich somit schnell beantworten. Eine Besonderheit sei allerdings das Erkennen von Alter und Emotionen. Damit die Software erkennen könne, wie alt das Gegenüber ist, sei das System mit rund 30 000 Beispielbildern gefüttert worden. „Dabei haben wir die Gesichtseigenschaften per Hand analysiert. So erzielen wir eine optimale Analyse“, sagt Entwickler Christian Küblbeck. Denn mit Shore würde auch ersichtlich, ob die Menschen beim Betrachten der Werbebotschaft ärgerlich, glücklich, traurig oder überrascht aussehen. Dies biete bei der Beurteilung des Erfolgs oder Misserfolgs einer Werbekampagne einen Mehrwert. „Wir stellen Kunden nicht nur die Hardware für die Analysen zur Verfügung, sondern liefern auch die Auswertung“, unterstreicht vom Kolke.

www.fraunhofer.de,
www.visapix.com

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Kommentare

  1. Ich kämpfe seit Jahren gegen die dümmliche Werbung in den Medien.
    Es gibt einzelne gut gemachte Werbespots, leider zu wenig. Die meisten Werbespots
    sind, gerade für Konsumenten ohne Denkvermögen, gefährlich.
    Der Horizont dieser Zuschauer wird durch diese Werbung mehr als beengt.
    Leider habe ich nach Schreiben an den Deutschen Werberat und an den Bayerischen
    Rundfunkrat aufgegeben. Einzige Möglichkeit die mir geblieben ist: Ich schalte den Ton ab !!

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