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So sieht 2016 aus: Technologiestandards, neue Vertriebskanäle, bessere Digital Marketing-Strategien

2016 steht vor der Tür und vieles wird sich ändern. Im neuen Jahr rücken der Kunde, der digitale Wandel, die Loyalität, die Ökologie, die Qualitätskontrolle und die Werbemittelsichtbarkeit noch mehr in den Fokus. Zwölf führende Unternehmer und Marketing Manager erklären uns den Wandel in ihren Unternehmen

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Andreas Helios_gr Andreas Helios,
Sr. Group Manager Enterprise Marketing Central Europe, Adobe Systems

 „Die Zeit des Silo-Denkens ist 2016 endgültig vorbei. Technologie schafft – basierend auf beherrschbaren Standards – die Voraussetzung, die einzelnen Komponenten der Wertschöpfungskette umfassend zu vernetzten. Dadurch werden Abteilungsgrenzen überwunden und der ganzheitliche, datengestützte Blick auf den Kunden endlich Realität. Zum Wohle des Kunden und der beteiligten Unternehmen.”

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Dr. Stephan Zoll, Deutschland-Chef von Ebay

„Das Jahr 2016 wird durch einen Mega-Trend geprägt, der für sämtliche Wirtschaftsbereiche ungebremst an Bedeutung gewinnt: Der Kunde treibt den digitalen Wandel. Das Nutzungsverhalten im digitalen Umfeld diversifiziert sich immer weiter. Die klassische Customer Journey wird durch eine gigantische Anzahl von möglichen Touchpoints ersetzt. Die Loyalität gegenüber Händlern und Plattformen nimmt massiv ab. Für den Handel ergibt sich aus dieser Entwicklung eine klare strategische Marschroute: weg von der bisherigen Marken- und Produktzentriertheit und hin zu einem kompromisslosen Kundenfokus. Insbesondere der mobile Kanal rückt dank der rasanten Verbreitung von Smartphones und Tablets endgültig in den Mittelpunkt der Kundenbeziehung. Und das nicht nur als Informations-, sondern auch als Verkaufsmedium. Andere Vertriebskanäle werden sich in absehbarer Zeit unterordnen. So betrug der Anteil des mobilen Handelsvolumens bei Ebay im dritten Quartal 2015 bereits 42 Prozent vom Gesamt-Handelsvolumen – Tendenz steigend. Diese wachsenden Umsatzpotenziale gilt es für den Handel im kommenden Jahr verstärkt auszuschöpfen.“

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Karsten Freigang, Geschäftsführer Joey’s Pizza Service (Deutschland) GmbH

 „In 2016 wird es im Digital Marketing noch mehr um Individualisierung und Einfachheit gehen. Der Kunde erwartet ein perfekt auf ihn abgestimmtes Angebot, welches er direkt zum Beispiel durch nur eine Display-Berührung oder einen Click beziehen kann. Das ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance im Bestellprozess. Wir setzen das im Kundenbereich ‚My Joey’s‘ um. Mit den hinterlegten Daten können Kunden Favoriten anlegen und speichern und auch ältere Bestellungen fix nachordern.“

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Matthias Wahl, Geschäftsführer OMS 

„Die Konsolidierung der großen Digital Marketing-Player schreitet massiv voran. Mit der zunehmenden Bündelung führender Vermarktungsressourcen werden 2016 die nötige Reichweite und Marktabdeckung geschaffen, um ein dringend benötigtes Gegengewicht zu den internationalen Wettbewerbern wie Facebook oder Google und ebenso zur inländischen Marktmacht auf der Nachfrageseite (Mediaagenturen) bilden zu können. Auch die Gewährleistung eines angemessenen Preis-Niveaus für Premium-Inventar ist ein zentraler Aspekt, insbesondere beim gegenwärtigen und in 2016 weiter wachsenden Trend zum digitalen Multiscreen, der vom Shift von Display zu Mobile getrieben wird. Auslöser für diese Entwicklung sind vor allem die viel zu niedrigen Preise, die aktuell im Mobile Segment aufgerufen werden. Dabei ist die Werbewirkung vor allem in der digitalen Kombination von Display und Mobile sehr stark.“

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Gregor Bieler, General Manager Consumer Channels Group (CCG) und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland

Kommunikation findet in Echtzeit statt und jedes Ladengeschäft funktioniert anders. Es gibt keine Muster oder Blaupausen, die kopiert werden können. Stattdessen muss ausprobiert werden, was funktioniert. Die Möglichkeiten sind grenzenlos und nicht ansatzweise ausgeschöpft. Real Time-Marketing verbindet sich mit immer neuen digitalen Marketing-Kanälen, auf Mobile Marketing und Social Marketing folgten YouTube-Marketing, Wearables, Virtual Reality und die Digitalisierung des POS. „Fail, but fail fast“ gilt nicht nur für Start-ups, sondern genauso für den Handel.“

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Sascha Martini, CEO Razorfish

„Dank digitaler Technologien können Konsumenten über immer mehr Kanäle mit Marken in Verbindung treten und interagieren. Ein zentraler Trend des kommenden Jahres wird sein, die beworbenen Produkte nicht nur per Onlineshop, sondern über jeden der vorhandenen Touchpoints kaufen zu können. Im Rahmen des ‚Ubiquitous Commerce‘ sind neben Desktop, Smartphone, Tablet & Co. zum Beispiel auch Transaktionen über den Screen im Laden beziehungsweise an der Bushaltestelle oder direkt über eine digitale Anzeige möglich. Ein erstes Beispiel dafür ist der Buy Button, den Pinterest erst kürzlich im Rahmen seiner neuen eCommerce-Strategie an den Start brachte.“

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Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder beim Ad Verification-Anbieter Meetrics

„Aktuelle Zahlen zur Werbemittelsichtbarkeit in Europa (Deutschland 61%, Frankreich 69%, UK 52%) zeigen einmal mehr wieviel Potenzial in der Umverteilung des Marketing- und Media-Mixes steckt. Der gesamte Digitalmarkt erlebt momentan einen enormen Entwicklungsschub. Technische Neuerungen versprechen effizientere Abläufe, die Qualität des Inventars zieht aber nicht mit gleichem Tempo hinterher. Wer prüft zukünftig wen? Neutralität und Transparenz sind Werte, die in 2016 an Relevanz gewinnen sollten. Der steigende Grad an Komplexität im Digitalen verlangt einheitliche Metriken, mit denen alle Marktteilnehmer arbeiten können.“

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Christoph Eltze, Geschäftsführer Digital Operations bei der Rewe Digital GmbH

„Einer der wichtigen Trends für 2016 wird sein, das Geschäft noch stärker auf die Kundenerwartungen auszurichten. Denn diese zu erfüllen – oder vielleicht auch zu übertreffen –, trägt maßgeblich zur Kundenbindung bei. Für den Rewe Lieferservice bedeutet das vor allem eine vollständige und pünktliche Lieferung durch geschulte und freundliche Fahrer. Wir werden auch das Warenangebot weiter nach den Bedürfnissen der Kunden ausrichten und stärker ausdifferenzieren. Gute Beispiele dafür sind regionale Sortimente oder auch breitere Angebote von veganen oder glutenfreien Produkten. So geben wir den Kunden, was sie wollen – und am Ende wird das entscheidend sein.“

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Philipp Anhalt, DPD Deutschland, Director Strategy & Business Development

„Händler nehmen ihre Kunden immer mehr an der Hand – auch bei der Lieferung der Ware. Mit Hilfe der Paketdienste kann sich der entspannte Einkauf im Onlineshop nahtlos in der realen Welt fortsetzen – mit einer flexibel steuerbaren Zustellung und aufmerksamkeitsstarkem Händler-Branding im Live-Tracking des Paketdienstes.“

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Marcus Tandler, Geschäftsführer OnPage.org

 „Durch das Google Mobile Update – das vieldiskutierte „Mobilegeddon“ – hat das Thema Mobile Marketing 2015 einen enormen Schub bekommen. Über 50 Prozent Besucher über mobile Endgeräte sind keine Ausnahme mehr, sondern vielerorts die Regel. Auch für Google ist dies in sehr vielen Ländern bereits Realität, was auch der Grund dafür ist, dass die Sicherstellung einer guten Qualität mobiler Suchergebnisse mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert bei Google hat. Eine durchdachte mobile Strategie ist demnach für jeden Seitenbetreiber unerlässlich – Seiteninhalte müssen durch Responsive Design und Responsive Content auf Desktop, Tablet oder Smartphone gleichsam optimal konsumierbar sein und auch die Darstellung der eigenen Inhalte in den Google Suchergebnissen muss durch Anpassung der Such-Snippets, Geräte-übergreifend auf eine gute Klickrate hin optimiert werden.“

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Gael de Talhouet, VP Digital Transformation, SCA

In der Vergangenheit hat das Marketing TV-Spots geschaltet und der Vertrieb die Ware im Supermarkt platziert. In der digitalen Welt löst sich die Trennung von Kommunikation und Verkauf auf. Wenn Konsumenten ein Produkt, das ihnen online begegnet, gefällt, möchten sie es am liebsten auch sofort bestellen. Beinahe so, als hätten sie die Supermarktregale vor Ort in ihrem Wohnzimmer – oder eben auch unterwegs – immer dabei. Das digitale Marketing muss sich jetzt fragen: ‚Auf welchen Wegen führen wir unsere Kunden zu unseren Produkten?‘ Sales sollte sich fragen: ‚Wie sorgen wir dafür, dass Kunden wiederkommen?‘ Und beide Bereich müssen dann gemeinsam ‚E-Business-Ökosysteme‘ entwickeln, in denen Produktrecherche, Werbung, Angebot und Kauf miteinander direkt verzahnt sind. Unternehmen, denen es gelingt, solche Systeme disziplinenübergreifend aufzusetzen und zu bespielen, werden sich durchsetzen

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Roland Lauenroth, Marketing Manager, IBM Commerce Deutschland

„Personalisierung war gestern – die Zukunft heißt Hyper-Personalisierung. Daher wird Behaviour Analytics eines der wichtigsten Themen in den nächsten Jahren werden. Denn mit Behaviour Analytics lassen sich noch nie dagewesene Einblicke in das Verhalten und die Wünsche der Kunden erzielen. Dabei werden Kundendaten, Markt- und Produktdaten mit vorhersagender und kognitiver Analyse ausgewertet und in Beziehung zueinander gesetzt. Das Ergebnis ist ein personalisiertes Kundenwissen, das das gute alte Bauchgefühl bei Weitem übertrifft – und einen fundierten, strategischen Ansatz im Marketing erlaubt.“

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Volker Wiewer, Vice President International, Teradata Applications

Big Data, Echtzeit, Kundenzentrierung,  Omni-Channel, Automatisierung und Analytics of Everything  sind zu wichtigen Parameter geworden. Das Ziel wird auch in 2016 lauten individuell mit dem Kunden zu kommunizieren – in Echtzeit, mit relevanten Botschaften, über alle Kanäle – wobei mobile immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen Unternehmen sich diesen neuen Möglichkeiten gegenüber öffnen, proaktiver  denken und  handeln, um von schnelleren Markteilnehmern nicht verdrängt zu werden. Warten war gestern. Stehen bleiben geht nicht!

										

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Kommentare

  1. „So sieht 2016 aus: männlich“

    Keine einzige Frau wurde befragt. Gibt es keine Frauen in Führungspositionen, die über das Thema Aussagen machen können? Die unsichtbare Frau im Digitalbusiness – das scheint mir der Haupttrend für 2016 zu sein …

    1. Da kann ich mich nur anschließen!!! Wie kann es sein, dass NUR Männer befragt wurden??? Das hat mal mit Emanzipation rein gar nix zu tun, sondern es macht immer Sinn – gerade bei solchen Trend-Themen – beide Geschlechter zu befragen, einfach aus Interesse und einer guten Mischung.

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