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So schreiben junge Marketer ihre Bewerbung ohne Floskeln

Bewerbungsmappen sind out, mobile recruiting ist in. Doch funktioniert die Jobsuche via Smartphone oder Tablet wirklich gut? © Fotolia 2014

Geht es nach der Selbstbeschreibung vieler Berufstätiger, ist der Fachkräftemangel kein Problem: Überall sind motivierte, kreative Experten zu finden. Das Businessnetzwerk LinkedIn hat die meistgenutzten Schlagwörter des letzten Jahres in den mehr als 300 Millionen Profilen seiner Mitglieder analysiert und in Deutschland stehen "motiviert", "kreativ" und "Expertenwissen" ganz oben. Marketer benutzen in ihren Schreiben sehr häufig das Wort "strategisch".

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Zwischen einzelnen Berufsgruppen gibt es feine Unterschiede. So ist beispielsweise bei Marketern, Vertriebsspezialisten und Personalern „strategisch“ das häufigste Schlagwort, doch auf dem zweiten Platz sind jeweils andere Prioritäten wichtig: Marketer nutzen hier besonders gern „kreativ“, Sales-Fachleuten ist ihre „Erfolgsbilanz“ wichtig und Personaler wollen vor allem „verantwortungsvoll“ sein.

Die Top 10 der meistgenutzten Schlagwörter in Deutschland

   1. motiviert
   2. kreativ
   3. Expertenwissen
   4. Leidenschaft
   5. strategisch
   6. verantwortungsvoll
   7. ehrgeizig
   8. analytisch
   9. spezialisiert
   10. Auslandserfahrung

Mit ihren Floskeln sind die Deutschen nicht allein. Weltweit stehen bei den Nutzern des Netzwerks „motiviert“ und „kreativ“ hoch im Kurs, nur scheint man außerhalb Deutschlands noch ein bisschen mehr Leidenschaft an den Tag und mehr Wert auf die bisherigen Erfolge zu legen.

Die internationalen Top 10 der meistgenutzten Schlagwörter

   1. motiviert
   2. Leidenschaft
   3. kreativ
   4. ehrgeizig
   5. umfangreiche Erfahrung
   6. verantwortungsvoll
   7. strategisch
   8. erfolgreich
   9. organisatorisch
   10. Expertenwissen

„Viele dieser Begriffe sind nur noch leere Worthülsen, die ihren Wert für die Selbstdarstellung völlig verloren haben“, erklärt Till Kaestner, Geschäftsleiter Deutschland, Österreich und Schweiz bei LinkedIn. „Stattdessen ist es für potenzielle Arbeitgeber viel hilfreicher, konkrete Informationen zu bekommen. Ein Vertriebsspezialist könnte auf zehn Jahre im Vertriebswesen und die Übererfüllung von Quotenvorgaben verweisen, anstatt von langjähriger Erfahrung und einer nebulös formulierten Erfolgsbilanz zu schreiben. LinkedIn bietet außerdem die Möglichkeit, das Profil mit Arbeitsproben und Links zu Projekten zu ergänzen und sich eigene Qualifikationen von Kontakten bestätigen zu lassen. Je konkreter die Information, desto besser.“

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