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So großartig parodiert Spielzeughersteller Lego den Smartphone-Trend von Samsung und Huawei

© ©Fotos: Twitter/Lego Group/ Samsung.de/ Montage: absatzwirtschaft

Es ist der Tech-Trend des Jahres: faltbare Smartphones. Samsung und Huawei haben in den vergangenen Wochen erste Modelle vorgestellt – LG und Motorola sollen folgen. Glaubt man den bombastischen Ankündigungen der Technik-Giganten, könnte die nächste Smartphone-Revolution morgen starten. Dass die Wahrheit anders aussieht, macht der dänische Spielzeughersteller Lego mit einem ironischen Tweet deutlich, der eine wunderbare Parodie auf Samsung & Co ist.

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„Ein umwerfendes 5 Zoll Cover-Display, das sich aufgeklappt in ein 11 Zoll großes, aufgestelltes Märchenbuch entfaltet. Für endlose Kreativität, der niemals der Akku ausgeht“. So bewirbt der dänische Spielzeughersteller auf Twitter sein 3D-Märchenbuch.

Anlass und Aufmachung kommen indes nicht von ungefähr. Das aufgeklappte Märchenbuch weckt natürlich gewisse Assoziationen an eine andere Neuvorstellung aus der Technik-Welt, die in den vergangenen zwei Wochen die Schlagzeilen bestimmt hat: die faltbaren Smartphones von Samsung und Huawei, die mit maximalem Marketing-Buhei vorgestellt wurden.

Lego Fold vs. Galaxy Fold

Lego macht sich den Rummel zunutze und hängt sich auf ironische Weise  an den Hype um faltbare Smartphones, indem die Dänen vermeintlich das „Lego Fold“ vorstellen – eine überdeutliche Anspielung auf das Galaxy Fold.

Beide aufklappbaren Wunderprodukte haben zudem ihren Preis. Dass Samsungs Galaxy Fold für den enormen Preis von 2000 Dollar auf den Markt kommt, wurde bereits hinreichend kommentiert. Aber auch bei Legos Märchenbuch dürften vor allem Eltern schlucken: Das aufklappbare Stück Plastik, auf dem etwa Rotkäppchen und Rapunzel nachgespielt werden können, kostet stolze 70 Dollar.

Legos Seitenhieb an Samsung nach dem Lehrbuch Parody Advertisement

Legos Seitenhieb in Richtung Samsung & Co bedient sich einer langen Tradition in der Werbung: dem Parody Advertisement, bei dem Unternehmen das mediale Buhei um ein neues Produkt mit einer Parodie kontern. Unvergessen ist etwa Ikeas MacBook-Persiflage „BookBook“ aus dem Jahr 2014.

„Das ist kein digitales Buch. Auch kein E-Book. Es ist ein Buchbuch“, parodierte im Look der Apple-Werbespots nun Ikeas „Chief Design Güru“ Jörgen Eghammer die ikonischen Produktankündigungen aus Cupertino. Das Video, das schlicht Ikeas alljährlichen Produktkatalog bewarb, ging viral und wurde bis heute mehr als 18 Millionen Mal abgerufen.

Tatsächlich bieten Tech-Produkte offenkundig eine ideale Angriffsfläche für Werbe-Häme. So teilt Samsung seit jeher beherzt gegen Erzrivalen Apple aus – sei es wegen des Wegfalls der Klinkensteckerbuchse, der fehlenden Austauschmöglichkeit der Speicherkarte oder dem Adapter-Wirrwarr.

Den kräftigsten Wirkungstreffer setzten die Südkoreaner zuletzt 2017 mit der bitterbösen iPhone X-Parodie „Moving on“, die die Kerbe des Smartphone-Flaggschiffe aus Cupertino auf die Stirn der Apple-Kunden platzierte.

Aber auch Apple hat in der Vergangenheit schon öfters Gefallen daran gefunden, die Konkurrenz buchstäblich schlecht aussehen zu lassen. Legendär ist etwa die „I’m a Mac“-Kampagne in den Nullerjahren, in dem Apple unter CEO Steve Jobs den einstigen Erzrivalen Microsoft nach jeder Art der Werbekunst vorführte.

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