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Sklavenschuhe bei Zara, uncooles Facebook und McDonald’s als Diktatur

Über diese Marken und Kampagnen wurde in den vergangenen Tagen besonders intensiv diskutiert.

Mit der Sklaven-Sandale den Sommer einläuten? Bei Zara schafft es ein Produkt mal wieder zum Aufreger. Facebook muss vor Gericht und Tacobell inszeniert Konkurrent McDonald's als die Diktatur der geschmacklichen Langeweile. Der absatzwirtschaft-Wochenrückblick.

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Das Unprodukt der Woche: Sklaven-Sandalen bei Zara

Der Frühling kommt, die Temperaturen steigen. Wer bekommt da nicht Lust, ein bisschen Garderobe für den Sommer zu shoppen?! Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem neuen Rock oder einer Bluse? Ein Klick und schon landen die Neuzugänge für den heimischen Kleiderschrank im Online-Einkaufskorb. Und dazu dann noch die passenden Schuhe? Kein Problem! Wie wäre es denn zum Beispiel mit diesen modischen Sklaven-Sandalen? Passend zum neu erstandenen Sommer-Outfit! Moment mal, Sklaven-Sandalen?

Bei Zara schien niemand dieses modische Highlight für den Sommer bedenklich zu finden. Zumindest konnten Kundinnen im Onlineshop der Modekette einen bunten Schuh mit entsprechender Bezeichnung für 19,95 Euro erwerben. Es handele sich dabei um einen Übersetzungsfehler, sagte Zara auf Anfrage von “Spiegel Online”, und änderte den Namen. Ärgerlich – auch deswegen, weil man bei der Modemarke schon häufiger nicht so genau hinsah. So erregte Zara schon mit einem Kinderhemd, das an KZ-Bekleidung erinnerte, und einer Hakenkreuz-Tasche Ärger.

Der Spot der Woche: Die Diktatur der Langeweile

Der Morgen beginnt in der Routine Republic und alles bleibt so wie immer. Jeden Tag dasselbe Frühstück, jeden Tag derselbe Geschmack. Und das ist nicht das einzig Grausige in dieser fiktiven Republik. Bewacht werden die Einwohner von clownesken Aufpassern und bedröhnt von einer Frauenstimme, die ihnen die Monotonie über Lautsprecher schmackhaft machen will. Doch zwei der Bewohner können schließlich der Diktatur entkommen und finden außerhalb eine Welt frei von Monotonie und Geschmacklosigkeit.

Wer jetzt denkt, dahinter stecke Kulturkritik oder ein Historiendrama, der irrt. Der Urheber des Kurzfilms ist die US-Fastfoodkette Tacobell, die hier McDonald’s als Dikatur der Langeweile inszeniert. So erinnern die Aufpasser an Ronald McDonald, die Republik wird beschützt von Gräben voll mit dem für die Kette obligatorischen Bälle-Bad und der runde Frühstücksmuffin wird zum Symbol der geschmacklichen Unterdrückung.

Die Kampagne stößt allerdings auf ein geteiltes Echo. Nicht jeder findet die Verbindung von Erinnerungen an real existierende Diktaturen mit Fast Food gelungen. Der “Tagesspiegel” hat die Geschichte aufgeschrieben.

Der Streit der Woche: Facebook vor Gericht

Mit Datenschutz und Facebook ist das ja so eine Sache: Obwohl alle wissen, dass es Facebook da nicht so genau nimmt, nutzen es ja trotzdem irgendwie alle. Facebook macht dann mal weiter wie bisher. Das könnte sich aber vielleicht in Zukunft ändern, denn ein Jura-Doktorand aus Österreich hat den Netzgiganten vor Gericht gezerrt und streitet über den Umgang mit persönlichen Daten. Die Geschichte: 2011 bat Max Schrems Facebook, ihm all die über ihn gespeicherten Daten zur Verfügung zu stellen. Facebook reagierte und schickte 1.200 gedruckte Seiten, die offenbarten: Selbst gelöschte Daten hatte das Netzwerk noch fein säuberlich archiviert. Schrems klagte und 25.000 Menschen meldeten sich als Unterstützer. Für jeden verlangt Schrems 500 Euro. Seit Donnerstag vor dem Europäischen Gerichtshof. Das “Handelsblatt“ hat sich mit dem Juristen unterhalten.

Dass sich das Problem auch ganz von selbst lösen könnte, zeigt ein Video des “Business Insider”, in dem Kinder nach ihrer Meinung über das Netzwerk gefragt wurden.

Die Kampagne der Woche: Keine Engel

Die alljährlichen Shows der Marke Victoria’s Secret sind so etwas wie das Disney-Land unter den Modenschauen. Glitzer, bunt und voller Kostüme. Nur dass hier ziemlich viel Haut gezeigt wird. Denn hinter der Marke verbirgt sich eine Lingerie-Firma. Die Models, die als Angels bezeichnet werden, entsprechen dabei den Maßen, die man so von  Modenschauen und Titelbildern gewöhnt ist. Ein Label aus den USA macht dagegen jetzt mobil und hat die Kampagne “I’m no angel” ins Leben gerufen. In dem dazugehörigen Video erklären die Werbefrauen, dass für sie schlank nicht gleich sexy bedeute. Wer jetzt denkt, dass die Kampagne frenetisch gefeiert würde, der irrt. Denn manch eine schlanke Konsumentin fühlt sich beleidigt. “Meedia” hat sich die Kampagne und die Reaktionen angesehen.

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