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Silver Surfer treibende Kraft für Social Networks?

Der weltweit tätige Marktforscher Nielsen kommt in seinem Überblick über Entwicklungen im Bereich Social Media zu dem Ergebnis, dass über 55-Jährige die treibende Kraft bei Social Media sind. Amerikaner verbringen demnach bereits 25 Prozent ihrer Online-Zeit in Social Media und Blogs. Das ist die häufigste Beschäftigung im Web und hängt damit zusammen, dass 80 Prozent der aktiven Internet-Nutzer bereits bei einer Social-Media-Plattform Mitglied sind. Klarer Gewinner ist Facebook: Auf keiner US-amerikanischen Seite verbringen die Amerikaner mehr Zeit.

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Der rasante Aufstieg von Social Media wird mittlerweile schon fast monatlich spürbar, der Markt mit Smartphones ist dagegen erst im Kommen: Dennoch wird inzwischen bereits 40 Prozent des Social-Media-Angebotes von Smartphones aus abgerufen. Doch zeigt sich auch ein eher unerwarteter Aspekt: Internet-User über 55 Jahren sind laut Nielsen in den USA die treibende Kraft für Social Networks über das Mobile Internet. Das kann Günter Jaritz von Social Media Consulting zumindest für den deutschsprachigen Markt ausschließen: „Das ist ungewöhnlich, Smartphones sind hauptsächlich für das Segment der 20- bis 40-Jährigen, beziehungsweise der ‚Digital Natives’ interessant.“ Auch der Preis und ein damit einhergehender ökonomischer Vorteil älterer Bevölkerungsschichten sei keine Erklärung. Richtig sei, dass Senioren in diese Märkte drängen, einen Boom in unseren Breiten sieht Jaritz für dieses Segment aber erst in zehn oder fünfzehn Jahren, wenn die heute 40-Jährigen in dieses Alter kommen. „Das wird auch nicht den Markt verändern mit diversen Senioren-Handling-Apps.“ Denn ein 55-Jähriger mit dem Smartphone stehe schon sehr für Agilität. Die Entwicklung mit den agilen Senioren und ihren Smartphones bleibe ein interessantes Thema, das bei künftigen Studien noch zu bestätigen sein werde.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schätzt, dass in diesem Jahr weltweit mehr als 400 Millionen Smartphones verkauft werden. Dieser Boom gehe insbesondere in den westlichen Industriestaaten zu Lasten von Featurephones, damit werden Mobiltelefone bezeichnet, die über ein proprietäres Betriebssystem verfügen und daher nicht die vielfältigen Funktionen eines Smartphones bieten. Vor allem in den westlichen Industrienationen sowie in Asien steige die Zahl der verkauften Smartphones im ersten Halbjahr rasant an. Die Anteile dieser Geräte am Gesamtabsatz liegen laut GfK-Analysen in Südostasien und China (inklusive Taiwan und Hong Kong) bereits bei rund 22 beziehungsweise 29 Prozent. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wie Indien oder den afrikanischen Ländern südlich der Sahara liege der Anteil der verkauften Smartphones aufgrund der geringeren Kaufkraft sowie der Netzwerk-Infrastruktur, die auf die Übermittlung von Sprache ausgerichtet ist, unter 15 Prozent (Afrika) beziehungsweise unter zehn Prozent (Indien).

Trotz der verhaltenen Verbraucherstimmung im Euro-Raum ist der Absatz von Mobiltelefonen in Europa in den ersten sechs Monaten des Jahres um vier Prozent gestiegen. Smartphones erleben den Konsumforschern zufolge mit 79 Prozent mehr verkauften Geräten einen wahren Boom und fangen den Rückgang von 15 Prozent bei Featurephones auf. Mehr als jedes Dritte verkaufte Mobiltelefon in Europa sei mittlerweile ein Smartphone, Tendenz steigend. Der Wettbewerb im Premium-Segment werde von technologischen Innovationen wie schnelleren Prozessoren sowie verbesserten und größeren Displays bestimmt. Industrie und Netzbetreiber weiten ihr Angebot für Konsumenten, die ein Smartphone im Einstiegssegment suchen, aus. Dabei kann Android als offenes Betriebssystem seinen Marktanteil weiter ausbauen. Fast 43 Prozent aller im Juni 2011 verkauften Smartphones nutzen dieses Betriebssystem, ermittelte die GfK. Zugleich fallen mit Android die Einstiegsbarrieren für neue Anbieter. Die Folgen seien eine schnell wachsende Produktvielfalt und ein intensiver Wettbewerb, was letztlich zu sinkenden Preisen führe. So zahlten europäische Kunden im Juni 2011 für ein Android-Smartphone durchschnittlich 308 Euro (Gerätepreis ohne Vertrag), ein Jahr zuvor waren es noch 376 Euro. pte/asc

www.nielsen.de
www.gfk.de

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