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Sex sells: Die aktuellen Spots von Beate Uhse, Amorelie und Eis.de im Vergleich

Von verführerisch bis schrill: Welcher Erotikspot bleibt im Gedächtnis?

Sex sells ist eine der ältesten Marketing-Weisheiten überhaupt. Aber stimmt das? Eine Neuromarketing-Analyse der aktuellen Spots der drei Erotikanbieter Beate Uhse, Amorelie und Eis.de zeigt: Selbst die Profis der Branche wissen nicht immer, wo es langgeht.

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von Elke Schwarz

Erotik-Werbung abseits schmuddeliger Klischees – geht das überhaupt? Der Beate-Uhse-Konzern versucht seit Jahren, sein Image zu verbessern und hat Frauen als Hauptzielgruppe auserkoren. Dem trägt auch die neue Kampagne Rechnung. Sie steht unter dem Motto „Trau Dich was“ und soll laut Unternehmen „Selbstbewusst, hochwertig, feminin und mit dem passenden Augenzwinkern“ daherkommen.

Zum Vergleich hat Ratingagentur Advertising die Spots der zwei Wettbewerber Amorelie und Eis.de herangezogen und mit dem Subconscious Decision Marketing Index (SDMI) auf ihre Wirkung im Unterbewusstsein untersucht: Amorelie, erst 2013 in Berlin gegründet, will die Erotikbranche laut Eigenwerbung mit „neuen, zukunftsweisenden Ideen aufmischen“. Eis.de ist nach eigenen Angaben der „führende deutsche Online-Anbieter für intime Lifestyle-Produkte“ mit Sitz in Bielefeld. Alle drei Unternehmen versuchten zuletzt, Kunden mit neuen Fernsehspots zu überzeugen. Die Frage war: Welcher Spot erhöht die Kaufmotivation für Erotikartikel bestmöglich?

 Fantasie wirkt besser als nackte Haut

Eine Überprüfung der Filme an Hand der Kriterien des SDMI liefert ein präzises Bild der Wirkung, die sie im Unterbewusstsein des Betrachters auslösen. Die Ergebnisse unterscheiden sich dabei oft erheblich von dem, was die Probanden bewusst zu Protokoll geben würden, wenn man sie direkt nach ihrer Meinung befragte. Der Grund dafür ist, dass unser Gehirn die meisten Entscheidungen im Unterbewusstsein trifft, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Unsere scheinbar rationalen Argumente für oder gegen einen Kauf sind somit nichts weiter als eine nachträgliche Rechtfertigung.

Beate Uhse liegt knapp vor Amorelie

Der Emotion-Index ist deshalb der wichtigste der fünf Indizes, auf denen der SDMI fußt. Die Herausforderung, vor der alle drei Unternehmen stehen, ist, Erotik auf eine „saubere“, annehmbare und dennoch prickelnde Weise im TV-Spot erlebbar und sichtbar machen. Die Kunst ist es, Fantasien auszulösen, ohne dabei jedoch zu viel zu zeigen, da sonst eine Abwehrreaktion auftritt. Erotisches Kopfkino sorgt für die Ausschüttung von Hormonen wie Dopamin und Adrenalin. Die Hormone steuern aber nicht nur das Verlangen nach körperlicher Liebe.

Bildschirmfoto 2015-04-24 um 16.30.36

Auch unser Glücksempfinden oder das Hochgefühl beim Kaufen werden von diesen Hormonen maßgeblich mit beeinflusst. Werbung sollte den Zuschauern und Zuschauerinnen folglich Platz für ihr Kopfkino lassen. In dieser Kategorie hat Amorelie mit 56 Punkten die Nase vorn.

  Beate Uhse Amorelie EIS
Emotion-Index 48 56 13
Benefit-Index 38 32 21
Hormon-Index 35 33 -13
Memory-Index 78 64 56
Impuls-Index -16 -17 -21
Gesamt 36,6 33,6 11,2

Insgesamt aber schneidet der Beate Uhse Spot in der SDMI-Analyse mit 36 Punkten auf einer Skala von -100 bis + 100 Punkten am besten ab, knapp gefolgt von Amorelie mit 33 Punkten. Eis.de landet mit 11 Punkten deutlich dahinter.

Die ausführliche Analyse der drei Erotikanbieter-Spots lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der absatzwirtschaft.

 

 

 

 

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