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Servus TV sendet weiter, Apple-Chef-Debatte und eine Klage wegen zu viel Eis

Doch kein Störbild: Servus TV sendet weiter. Apple kommt nicht zur Ruhe: Nach enttäuschenden Zahlen reißt die Kritik an Chef Tim Cook nicht ab. Und Starbucks soll sich wegen zu viel Eis vor Gericht verantworten – unser Wochenrückblick.

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Das Hin und Her der Woche: Servus TV sendet weiter

Red Bull ist schon lange nicht mehr nur simple Koffein-Limonade. Denn Gründer Dietrich Mateschitz vertreibt nicht nur Getränke, sondern sponsert auch diverse öffentlichkeitswirksamen Groß-Events – vom Stratosphärensprung über Fussballklubs bis hin zum eigenen Formel-1-Rennstall. Im illustren Mateschitz’schen Portfolio findet sich auch der Privatsender Servus TV. Oder fand. Denn diese Woche machte die Nachricht die Runde, dass Mateschitz den Sender dicht machen will. Die Entwarnung kam am Mittwoch: Am selben Nachmittag hätten sich die Verantwortlichen von Arbeiterkammer, Gewerkschaft und Red Bull getroffen, teilte der Sender mit: „Nicht überraschend für einen Betrieb, der für seine hohen sozialen Standards bekannt ist, lehnt die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter einen Betriebsrat ab.  Im Gespräch mit AK und ÖGB wurde diese Haltung der Belegschaft respektiert und damit bestehende Vorbehalte beseitigt.“ Red Bull führe daher den Sender weiter, und die Kündigungen würden zurückgenommen. Also kein Störbild auf dem Sendeplatz.

Die Debatte der Woche: Wackelkandidat Cook?

Wer Äpfel in der Obstschale liegen lässt, der kann ein interessantes Schauspiel beobachten. Vom einst glänzenden, prallen, farbintensives Obst ist am Ende nicht mehr viel übrig: Zuerst geht der Glanz, die Farbe wechselt ins bräunliche, der Apfel beginnt zu schrumpeln. Das ist bei jedem Apfel auf der  Welt so, dagegen hat auch die Genforschung noch kein Mittel gefunden. Ein Apfel jedoch ist scheinbar immun gegen die Zeit. Der Konzern, dem der Apfel seinen Namen lieh und sein Antlitz als Logo, verliert nicht an Glanz und Stahlkraft, er wächst von Jahr zu Jahr. Doch damit ist erst einmal Schluss: Zum ersten Mal in der Geschichte schrumpft Apple und das sogar zweistellig. Und ein Ende ist erst einmal nicht in Sicht. Chef Tim Cook gerät weiter unter Beschuss, denn es fehlen die Innovationen. Investitionen könnten helfen, schließlich verfügt der Konzern über gewaltige Barreserven. Wie wäre es denn da zum Beispiel mit Innovationsschmiede Tesla? Manch einer geht sogar noch weiter: Würde Apple das Unternehmen übernehmen, könnte Elon Musk direkt CEO werden. Der gilt manch einem nämlich als so etwas wie ein Techie-Messias. Ob er den Apfel vorm Schrumpeln bewahren könnte? Die ganze Debatte hat „Meedia“ aufgeschrieben.

Die Ansprache der Woche: Holt euch das Netz zurück!

Die Entdeckung des Internets hat viel gemeinsam mit der Entdeckung der Neuen Welt. Beide Ereignisse versprachen Freiheit und neue Handelsmöglichkeiten. Am Ende kamen aber Unterdrückung und Ausbeutung. Zugespitzt könnte man sagen: So wie sich damals Spanien und Portugal die Neue Welt aufteilten, machen das heute Riesen wie Facebook und Google. Zum Glück hat das Netz keine Ureinwohner. Alles nur zugespitzt, so schlimm ist die Lage nun dann doch nicht. Aber trotzdem ist die digitale Welt kein Hort der Freiheit, sondern die Diskussion darüber wird bestimmt von Datenklau und dem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Schluss damit, forderte jetzt auch Sascha Lobo auf der diesjährigen re:publica in Berlin. Das Netz solle von kleinen Unternehmen zurückerobert werden. Und auch nicht den Ewiggestrigen überlassen werden. Denn wer gelegentlich ein Blick in Kommentarspalten oder Internetforen wirft, der kann es mit der Angst zu tun bekommen. Der Aufruf an alle: Holt euch die Neue Welt zurück! Wir waren bei der Rede dabei.

Die Klage der Woche: Zu viel Eis im Eiskaffee

Klagen in den USA haben im Rest der Welt ja einen besonderen Klang: Wird man dick, verklagt man die Burgerkette. Für die Raucherlunge muss die Tabakindustrie blechen. Ziemlich verbraucherfreundlich, so die Annahme. Auch eine neue Nachricht aus der Welt der US-Justiz passt da gut ins Bild. Stacy Pinkus fordert mehr als fünf Millionen Dollar Schadensersatz von Starbucks. Dickmachende Geschmacksverstärker im Moccachino? Lactoseintoleranz wegen zu viel Latte? Nein, zu viel Eis im Becher. Pinkus vertritt die Auffassung, dass die Kaffeekette statt der korrekten Menge an Getränk lieber so viel Eis in den Becher füllt, dass am Ende statt 0,7, 0,4 Liter beim Kunden ankommen. Auch die Preispolitik der Kette soll nun vor den Richter. Ob Pinkus damit Erfolg haben wird? Abwarten. Starbucks selbst bezeichnet die Klage übrigens als „unseriös“, berichtet Handelsblatt.com.

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