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Schlechter Lohn im Marketing – So viel ist Ihre Arbeit wert

Wie hoch ist Ihr Marktwert? Hoch, wenn Sie männlich sind, Jura studiert haben, in einer Unternehmensberatung arbeiten oder in Hessen leben. Niedrig, wenn Sie weiblich sind, in Sachsen wohnen und in der Werbung tätig sind. Das Gehaltsgefälle in Deutschland ist so groß wie in kaum einem anderen europäischen Land. Eine Studie zeigt: Besonders schlecht kommen Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb im landesweiten Gehältervergleich weg.

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Die Online-Jobbörse Stepstone hat für ihren Gehaltsreport rund 40.000 Personen befragt, ausschließlich Fach- und Führungskräfte. Die Studie bestätigt, was viele bereit wussten: Im Marketing wird schlecht bezahlt. Angestellte in Agenturen, Werbung und PR sowie Marketing beziehen im deutschen Durchschnitt die niedrigsten Gehälter. 39.040 Euro Bruttojahresgehalt – ohne variable Anteile – verdienen Mitarbeiter der Branche im Durchschnitt. Damit zahlen nur die Branchen Hotellerie, Handwerk, Land- und Forstwirtschaft, Bildung, Freizeit und Gesundheit und soziale Dienste schlechter.

Der Durchschnitt wird im Marketing nicht reich

Im Berufsfeld Marketing und Vertrieb konkurrieren zahlreiche Bewerber mit unterschiedlichstem fachlichem Background um die begehrten Arbeitsplätze. Es entstehen ständig – vor allem durch technologische Entwicklungen – neue Arbeitsbereiche. Experten sind extrem gefragt. Diese hohe Nachfrage spiegelt sich aber nicht unbedingt in hohen Gehältern wider.

Mitarbeiter in Marketing und Kommunikation mit einer Ausbildung beziehen ein durchschnittliches Bruttogehalt von 39.978 Euro, mit einem akademischen Abschluss kommen sie auf 43.641 Euro. Im Bereich Vertrieb und Verkauf verdienen Mitarbeiter mit einer Ausbildung 37.443 Euro, mit akademischem Abschluss 50.562 Euro. Am besten bezahlen die Branchen Maschinen- und Anlagenbau (56.388 Euro), die Pharmaindustrie (55.426 Euro) und die Elektrotechnik (55.147 Euro) ihre Marketing- und Vertriebsmitarbeiter. Die Top-Drei der am besten zahlenden Bundesländer lauten: Hessen (49.113 Euro), Baden-Württemberg (48.225 Euro) und Bayern (47.310 Euro).

Immer noch werden Männer besser bezahlt als Frauen. Ein in Marketing oder Vertrieb arbeitender Mann mit akademischem Abschluss verdient 56.529 Euro, eine Frau 40.747 Euro. Ohne akademischen Ausbildung verdient der Mann 43.174 Euro, die Frau 33.689 Euro. Am besten verdienen Produktmanager (58.743 Euro). Es folgen Marketing-Manager (55.163 Euro) und Mitarbeiter im Außendienst (48.894 Euro, jeweils mit fünf Jahren Berufserfahrung).

Wie in jeder Branche gilt: Je länger dabei, desto höher das Gehalt. Ein Angestellter im Bereich Marketing und Vertrieb mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung verdient im Durchschnitt 30.669 Euro, mit mehr als zehn Jahren Erfahrung 56.594 Euro. Männer verdienen mehr als Frauen (51.205 Euro/40.368 Euro), Mitarbeiter mit Personalverantwortung mehr als Mitarbeiter ohne (53.581 Euro/40.926 Euro). Im Bereich Vertrieb und Verkauf verdienen Männer 48.982 Euro, Frauen 35.300 Euro. Ein Angestellter mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung verdient im Durchschnitt 30.478 Euro, mit mehr als zehn Jahren Erfahrung 48.494 Euro, Mitarbeiter mit Personalverantwortung mehr als Mitarbeiter ohne (50.764 Euro/41.092 Euro).

Um die Gehaltsunterschiede im Marketingbereich deutlich zu machen, gibt Stepstone in der Studie zwei Beispiele. Eine Marketingleiterin, 41 Jahre alt, mit Diplom-BWL-Abschluss, wohnt und arbeitet in Potsdam. Sie hat elf Jahre Berufserfahrung und verfügt über Personal- und Budgetverantwortung bei einem kleinen Software-Unternehmen. Ihr Bruttojahresgehalt inklusiver variabler Zahlungen liegt bei 71.700 Euro. Dem stellt Stepstone einen 27 Jahre alten Call- und Service-Center-Mitarbeiter gegenüber. Dieser hat eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann abgeschlossen, wohnt und arbeitet in Düsseldorf und hat drei Jahre Berufserfahrung. Sein Bruttojahresgehalt inklusive variabler Zahlungen liegt bei 27.500 Euro.

Deutschlandweiter Vergleich der Gehälter

Am besten verdienen Ärzte. Mit durchschnittlich 89.000 Euro sind sie Deutschlands Topverdiener. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt bei 49.000 Euro. Unabhängig der Branche verdienen Mitarbeiter mit Personalverantwortung rund 15.000 Euro mehr. 14.000 Euro verdienen Frauen im Jahresschnitt weniger als Männer. Variable Zahlungen wie Boni oder Weihnachts- und Urlaubsgeld machen elf Prozent des Durchschnittgehaltes aus. Akademiker verdienen im Schnitt 36 Prozent mehr.

Die besten Gehälter werden in Hessen gezahlt. Das Durchschnittsjahresgehalt liegt dort um 56 Prozent höher als im Schlusslicht-Bundesland Sachsen. Je größer das Unternehmen, desto höher auch die Gehaltszahlungen. Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern zahlen mit Abstand die höchsten Gehälter. Top Branchen sind Unternehmensberatung (60.487 Euro), Banken (59.587 Euro) und die Chemie- und Erölverarbeitende Industrie (58.253 Euro). Die schlechtesten Löhne werden im Hotel- und Gastronomiebereich (32.228 Euro durchschnittlicher Jahresbrutto), dem Handwerk (32.503 Euro) und in der Land- und Forstwirtschaft (33.801 Euro) gezahlt. Gehaltstechnisch am besten aufgestellt ist, wer Medizin (68.903 Euro), Jura (60.792 Euro) oder Ingenieurswissenschaft (59.921 Euro) studiert hat.

Stepstone hat für seinen Gehaltsreport im Sommer 2012 rund 40.000 Fach- und Führungskräfte befragt. Etwa 67 Prozent der Befragten waren Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Führungskräfte waren zu 33 Prozent vertreten. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter von Angestellten in Vollzeit ohne variable Bezüge wie Weihnachtsgeld oder Bonuszahlungen. (ak)

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