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Schlechte Aussichten für Start-ups: Business Angels investieren deutlich weniger

Die Stimmung unter den Geldgebern ist angespannt

Laut einer Umfrage im Auftrag des Business Angels Netzwerks Deutschland und der VDI Nachrichten hat sich die Stimmung unter Deutschlands Privatinvestoren und Start-up-Fördereren eingetrübt. Eine Panel-Umfrage ergab, dass die Pro-Kopf-Investitionen im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund die Hälfte eingebrochen sind. An der verhaltenen Stimmung änderte auch ein Förderprogramm der Politik wenig

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Engel sind himmlische Boten, die zumeist frohe Kunde verbreiten. Auch bei den Business Angels ist das so: vermögende Investoren, die mit ihrem Geld Startups Anschubfinanzierung geben oder aber ins laufende Geschäft investieren. Doch von himmlischer Stimmung ist unter denen in Deutschland gerade wenig zu spüren.

Verbesserung des Invest-Förderprogramms

Alle drei Monate befragen das Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND, Essen), die Technischen Hochschule Aachen (RWTH), die VDI Nachrichten (Düsseldorf) und die Universität Duisburg-Essen diese privaten Geldgeber. Das Business Angels Panel liefert das Stimmungsbarometer aus der Szene. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass die derzeit angespannt ist. Eigentlich sind die Vorzeichen gut: Denn die Bundesregierung plant mit ihrem im September verabschiedeten „Eckpunktepapier Wagniskapital“ eine Verbesserung des Invest-Förderprogramms. Ab 2016 soll es einen Zuschuss von 20 Prozent „auf Investitionen von Privatpersonen oder Kapitalgesellschaften in Wagniskapital von bis zu 500.000 Euro pro Jahr“ geben. Zudem ist die Erstattung der Steuer auf Veräußerungsgewinne und ein Förderzuschuss zum Verlustausgleich geplant.

Gründerzeit in Deutschland? Mitnichten. Gerade einmal 13 Prozent der Befragten wollen ihr Engagement im Hinblick auf das Eckpunktepapier der Bundesregierung intensivieren. Fast jeder Dritte will auch keine Mehrinvestitionen tätigen. Nur 23 Prozent der Befragten haben bisher investiert. Seit zwei Jahren sei die Quote nicht mehr so niedrig gewesen, so die Analyse. Laut aktuellem Business Angels Panel bewerten die Privatinvestoren die Geschäftslage nur mit 5.46 Punkten. Bei den Geschäftsaussichten sieht es ähnlich aus: 26 Teilnehmer vergaben gerade einmal 5,38 Punkte. Die Skala reicht in der Umfragen 1 „sehr schlecht“ bis 7 „sehr gut“. Beide Zahlen seien damit zum wiederholten Male geschrumpft, so die Umfrage.

Warum geht den Engeln der Gründergeist aus?

Auch darauf hat das Panel die Antwort gefunden. Nur knapp jeder zehnte Business Angel konnte seine Beteiligung gewinnbringend veräußern. Jedem dieser Fälle stand ein Totalverlust gegenüber. Auch in naher Zukunft ist kein Geldregen zu erwarten: Im Panel gaben 70 Prozent der Geldgeber an, ihre Mittel schon verplant zu haben. Startups, die jetzt noch hoffen können: Anbieter von E-Business-Lösungen, Umwelttechnik und Energiedienstleister. Zuletzt zulegen konnten in der Beliebtheit der Investoren auch Gründungen im Bereich Medien und Entertainment. Vielleicht kommt ja doch noch ein Engel vorbeigeflogen.

Quelle: Business Angels / jos

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