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Schland, Schland, nichts als Schland

Fußballdeutschland feiert den vierten Weltmeistertitel. Ein Freudentaumel, der sich überall bemerkbar macht. Rekorde purzeln und ein Unternehmen geht aus dem Wettbewerb als klarer Sieger hervor. Doch ein kurzer Moment während der Siegesfeier in Berlin beschwört einen sehr umstrittenen Shitstorm herauf.

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Von Stephanie Dittebrand

Das Thema der Schlandwoche: 54, 74, 90, 2014

Viereinhalb aufregende Wochen in Brasilien gehen zu Ende – und eine ganze Nation steht Kopf. Deutschland ist Weltmeister! 112 Minuten lang ist das Finalspiel gegen Argentinien ein wahrer Krimi im Estádio do Maracanã. Bis ein junger Mann namens Mario Götze, oder jetzt auch Super-Mario, in der 113. Minute mit seinem Siegtreffer die Erlösung bringt. Der 22-Jährige, der noch vor wenigen Monaten wegen seines Wechsels vom BVB zum Rekordmeister FC Bayern in der Kritik stand, wird jetzt in einem Atemzug mit Helmut Rahn, Gerd Müller und Andi Brehme genannt. 54, 74, 90 und endlich 2014. In Rio de Janeiro hat die Arbeit von Jogi Löw nun Früchte getragen. Und Super-Fan Angela Merkel, die gestern ihren runden 60. Geburtstag feierte, jubelte gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck von der Tribüne aus.
Im Anschluss an die offizielle Siegerehrung ließen es sich die Beiden natürlich nicht nehmen, in der Kabine mit Jogi, seinen Jungs und dem goldenen Pokal zu feiern.

Lukas Podolski twitterte stolz sein „Selfie 2.0“.

Die Zahlen der Schlandwoche: Rekorde purzeln munter

Die Übertragung der Weltmeisterschaft hat ARD und ZDF Traumquoten verschafft. Am Finalabend sahen allein in Deutschland 34,65 Millionen Zuschauer den Sieg von Jogis Jungs in Rio. In der Verlängerung schalteten sogar 35,23 Millionen Fans (Marktanteil 91,3 Prozent) ein. In den Top-Ten-Quoten aller Zeiten überwiegt nun König Fußball. Und auch in die sozialen Netzwerken brachte das Finale mächtig Feuer: Während der Partie wurden 32,1 Millionen Tweets in die Welt geschickt. Facebook brach mit 280 Millionen Interaktionen der 88 Millionen Nutzer die eigenen Rekorde. Mehr dazu auf meedia.de. Dort findet sich auch eine detaillierte Facebook-Analyse.

Der Abräumer der Schlandwoche: Adidas

Weltmeister, Vizeweltmeister, Torwart des Turniers, Spieler des Turniers, Torschützenkönig der WM 2014. Ausstatter Adidas ist der klare Sieger des Turniers, denn alle wichtigen Titel „brüsten“ sich mit dem Logo des Sportartikelherstellers. Mit der Ankündigung in der vergangenen Woche, dass bereits mit der Produktion der aktualisierten Deutschland-Trikots begonnen wurde, hat Adidas Schlagzeilen gemacht. Jetzt mit dem vierten Stern ist die neue Arbeitskleidung der DFB-Elf natürlich ein echter Kassenschlager.


Die Highlights der Schlandwoche auf absatzwirtschaft.de:

>>> Aktivia gewinnt mit Shakira die „Social-Video-WM“

>>> Big Data versus Bauch: Raten Sie mal, wer gewinnt!

>>> Sport wird fest in die Karriere integriert


Der Aufreger der Schlandwoche: Gauchogate

Auf Deutschlands größter Fanmeile haben Hunderttausende zusammen mit den Weltmeistern den Titelgewinn gebührend gefeiert, gesungen und gejubelt. Per Liveübertragung konnte die ganze Nation an der Party teilnehmen. Beim „Gaucho Dance“ von Schürrle, Klose und Co. aber blieb vielen das Bier im Halse stecken – und ein ziemlich umstrittener Shitstorm brach in den sozialen Netzwerken aus. Die DFB-Elf, gelobt für ihr einfühlsames Verhalten nach Siegen gegenüber den Verlierern, verhohnepiepelt (wahrscheinlich aus einer Bierlaune heraus) Vize-Weltmeister Argentinien – oder feiert sich eben selbst. Wie man es sehen möchte. Im Netz waren die Lager sehr gespalten, mehr dazu lesen Sie auf Handelsblatt Online.

Einer weiß den Shitstorm gut zu nutzen: Comedian Rene Steinberg veröffentlicht auf seinem Facebook-Profil eine überspitze „Eilmeldung“ des DFB. Die räumt mit wirklich allen Extremen auf.

Den Gaucho-Tanz kann man aber auch noch anders drehen. Zum Beispiel, um der Kanzlerin zum Geburtstag zu gratulieren.

Der Ohrwurm der Schlandwoche:

Mark Forster hat seinen Hit „Au Revoir“ zusammen mit Rapper Sido noch einmal aufgenommen. Der Songtext begeistert mit dem Pokal noch viel mehr.

Die Momente der Schlandwoche: Anders gesehen

Videorückblicke zur Weltmeisterschaft gibt es viele. Doch diese beiden Zusammenschnitte der etwas anderen Art sind einen Blick wert. Der britische Guardian überzeugt mit einer ausgetüftelten Spielzusammenfassung des Finales. Super-Marios Siegtreffer und Bilder der Christusfigur im Sonnenuntergang inklusive.

Twitter hingegen zeigt das schönste Gezwitscher während des gesamten Turniers.

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