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SAP strebt Vorreiterrolle in Cloud Computing an

Der deutsche Softwarekonzern SAP setzt auf den Schwerpunkt Cloud Computing. Besonders für den Vertrieb in großen, mittelständischen und kleinen Firmen halten die Walldorfer ihre „on-Demand“-Lösungen für attraktiv. Auch in Sachen Datenschutz sei der Aufwand, den SAP betreibe, extrem hoch. Im Interview erläutert Sven Denecken, Vice President für Co-Innovation, außerdem seine Einschätzung, dass der deutsche Markt für Cloud Computing derzeit stark aufholt.

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Herr Denecken, Cloud Computing scheint ein Megatrend – zumal Apple es jetzt für Endverbraucher anbietet. Wenn wir uns Mitte der 90er-Jahre in Minute eins des Internets befanden, wo stehen wir heute bei diesem IT-Thema?

SVEN DENECKEN: Lassen Sie es mich so ausdrücken: Noch ist mit Sicherheit nicht jeder Unternehmer dazu bereit, auf IT-Lösungen aus der Cloud zu setzen. Jedoch wird langsam ein starker Trend zur hybriden Systemlandschaft deutlich – also die Nutzung von Lösungen im eigenen Hause kombiniert mit Lösungen über das Internet. Viele Kunden der SAP setzen heute schon cloud-basierte Anwendungen ein, um die bestehende und bereits installierte Infrastruktur zu erweitern – oder gar ganze Lösungen „in die Wolke“ auszulagern. Im stetig wachsenden Bereich der On-Demand-Lösungen (Software as a Service) nutzen Unternehmen Anwendungen wie SAP Sourcing und SAP Sales on Demand, um die bereits vor Ort implementierte Software schnell und einfach um Prozessschritte und Funktionalität zu erweitern. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Datensicherheit: Jedes Unternehmen fragt sich natürlich, wie sicher seine Daten sind. Insbesondere für viele mittelständische Unternehmen gilt: Meine Daten sind bei SAP auf jeden Fall sicherer aufbewahrt als in meinem eigenen Keller. Der Aufwand, den eine SAP in Bezug auf Sicherheit, Zugangsschutz, unterbrechungsfreie Stromversorgung und performante Verfügbarkeit betreibt, kann und will sich nicht jedes Unternehmen leisten. Dasselbe gilt natürlich speziell für die Abwehr von Angriffen auf das Netzwerk oder einzelne Komponenten. Und zu Ihrer Frage bezüglich Apple und Endverbraucher: Ich glaube, dies wird einen starken und positiven Einfluss auf die Akzeptanz von cloud-basierten Lösungen haben, denn die Unternehmen werden auch zu einem guten Teil von der Erwartungshaltung der Konsumenten getrieben werden.

Hinken in Deutschland die Unternehmen und die Privatnutzer gegenüber anderen Ländern hinterher, was Cloud Computing angeht?

DENECKEN: Es gibt keine Anzeichen dafür, dass deutsche Unternehmen und Privatnutzer hinter den Cloud Computing-Trends „hinterherhinken“. Wir denken, der Markt hat etwas später gestartet, holt aber mächtig auf. Vielleicht ist es manchmal besser, ein wenig abzuwarten. Viele unserer Kunden suchen eine integrierte Lösung mit Zukunftssicherheit und wollen auf alle Fälle unerprobte Lösungen und Anbieter im eigenen Unternehmen verhindern. Sie wissen, dass man den Preis oft erst später zahlt.

Wie stark sind umgekehrt deutsche Anbieter solcher Lösungen im internationalen Vergleich?

DENECKEN: Wenn Sie sich die Mitbewerber ansehen, sind wir sicher, dass die SAP weltweit eine Vorreiterrolle in Cloud-Lösungen für Unternehmen aller Größen einnehmen wird, ja einnehmen muss. 65 Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes wird von einem SAP System berührt – ein riesiges Potenzial und auch Aufgabe, dies mit bestehenden und cloud-basierten Lösungen effizienter zu gestalten. Heben werden Unternehmen dieses Potenzial dennoch nur, wenn wir bestehende Investitionen mit den neuen Lösungen intelligent verbinden. So bietet SAP mit SAP Business ByDesign eine komplette Suite für mittelständische Firmen und bindet zum Beispiel Tochtergesellschaften oder Niederlassungen an große Unternehmen oder die Zentrale an. Mit Anwendungen wie SAP Sales OnDemand können Unternehmen ihre bereits installierte Infrastruktur eines CRM-Systems erweitern – und Integration „out of the box“ konsumieren. Gerade diese Lösungen werden heutzutage von Grund auf mobil, kollaborativ und mit analytischen Komponenten designed.

Welches Alleinstellungsmerkmal wohnt der „on-Demand“-Lösung von SAP inne?

DENECKEN: Nehmen wir SAP Sales OnDemand. Es ist die erste, komplett auf den Endbenutzer abgestimmte on-Demand-Lösung für Vertriebsmitarbeiter, die die Vorteile von Social Media, Cloud Services und mobilen Endgeräten vereint. Die Lösung wurde nach der Methode des „Design Thinking” entwickelt. So waren die Vertriebsteams von über 50 Kunden- und Partnerunternehmen von Beginn an in die Entwicklung eingebunden. SAP Sales OnDemand basiert auf der Lösungsplattform SAP Business ByDesign (ByD). Dank dieser Grundlage bietet sie dem Nutzer unter anderem die Vorteile integrierter In-Memory-Technologie und die Möglichkeit, verschiedene Mobilgeräte zu unterstützen. Aus Unternehmenssicht spielt auch die Integration in bereits bestehende Systeme eine zentrale Rolle. SAP Sales OnDemand lässt sich problemlos in SAP Business Suite integrieren und erlaubt so durchgängige Prozesse – auch in einem so genannten hybriden System, bestehend aus on-Demand und on-Premise-Software. Denn eine Verkaufschance sollte ja ein Auftrag werden, und eine erfüllte Lieferung oder bezahlte Rechnung interessiert den Vertriebsmitarbeiter ganz bestimmt.

Datensicherheit scheint ein sensibles Thema bei Cloud Computing, geworben wird vor allem mit den günstigen Kosten. Wieso können Kunden mit „SAP Sales on-Demand“ aber auch besser verkaufen?

DENECKEN: Richtig, Datensicherheit ist ein wichtiges Thema, da sind alle Cloud-Angebote im gleichen Boot. Deswegen betreiben wir die Systeme auch in unseren eigenen Rechenzentren, die sich unter den modernsten, die es gibt, befinden – und dies in verschiedenen Regionen der Welt. Da die Kunden auch entscheiden wollen, wo Ihre Daten liegen, spielt dies dann im Zusammenhang mit Rechtssicherheit wiederum eine große Rolle. Zum zweiten Teil Ihrer Frage – wieso sind Kunden effizienter mit SAP´s OnDemand Lösungen: Ein Vorteil, wenn man Lösungen aus Sicht des Endbenutzers gestaltet, ist, dass man genau analysieren kann, was er braucht – und nicht ältere Konzepte unterstützt. Hier kommt ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt ins Spiel, die Nutzung von Konzepten aus dem Bereich der sozialen Netzwerke, also Zusammenarbeit zwischen Teams – auch über die Grenze des Vertriebsteams hinaus. Ein Konzept, das erheblich zur Effizienzsteigerung beiträgt, wenn es in den richtigen Geschäftskontext gesetzt wird. Auch hier spielt die Integration der Netzwerke eine wichtige Rolle, damit sie wirklich helfen, besser zusammenzuarbeiten und nicht „nur“ einen neuen Kommunikationskanal eröffnen.

Die Fragen stellte Thorsten Garber

www.sap.com

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