Suche

Anzeige

Rückläufige Klickraten – erste Schatten bei Google?

Die Online-Werbung hat ihr Wachstumspotenzial in manchen Regionen offenbar ausgeschöpft. Glaubt man dem aktuellen Bericht der Marktforschungs comScore könnten sich abflauende Klickraten seitens der Nutzer stärker auf das Werbesegment auswirken, als bislang angenommen.

Anzeige

Im Januar waren die bezahlten Klickraten bei dem Branchenriesen Google erstmals rückläufig, wie aus der Erhebung hervorgeht. Nach Bekanntgabe der Daten gab auch die Google-Aktie um acht Prozent nach. Einige Experten sprechen bereits vom Ende des Online-Werbebooms. Andere wiederum beurteilen die Ergebnisse als Folge der allgemeinen Konjunkturschwäche, die sich auch auf das Internetgeschäft auswirke, berichtet das Wall Street Journal.

Die comScore-Daten zeigen von Dezember auf Januar einen Rückgang von sieben Prozent bei den Klicks auf bezahlte Google-Anzeigen. Im Vergleich zu Januar 2007 ergab sich ein Minus von 0,3 Prozent. Bislang waren Quartalszuwächse von rund 25 Prozent üblich, womit eine Abschwächung des Wachstums erreicht zu sein scheint. Google selbst veröffentlicht keine Klickraten und hat das comScore-Ergebnis bislang auch nicht kommentiert. Sollten die Zahlen aber tatsächlich zutreffen, so wäre dies laut Meinung einiger Analysten ein herber Schlag für den Suchmaschinenriesen.

Eine echte Bedrohung für die Online-Werbung sieht man hierzulande allerdings nicht. „Im vergangenen Jahr verzeichnete der Gesamtwerbemarkt ein Plus von sieben Prozent, die Internetwerbung legte um 77 Prozent zu. In Deutschland entfielen 2007 acht Prozent, in Österreich zwei Prozent des Gesamtwerbekuchens auf den Bereich Online“, erklärt Max Palla, Präsident der International Advertising Association in Österreich (IAA).

Im Unterschied zu den Vereinigten Staaten ist die Breitbandpenetration hierzulande bereits deutlich höher, die Internetwerbung aber noch nicht wirklich entwickelt. „Wir erwarten daher nach unseren Umfragen in der Branche das stärkste Wachstum erst in den nächsten zwei bis drei Jahren“, erklärt der IAA-Präsident. Die Rückgänge bei Google führen die meisten Branchenkenner auf die derzeit schwache US-Wirtschaft zurück. Laut Analyst John Aiken schränken derzeit vor allem kleine und mittlere Unternehmen ihre Online-Werbebudgets ein, da sich die daraus resultierenden Umsätze negativ entwickeln. -pte

www.comscore.com
www.iaaat.org

Kommunikation

Nutzer geben das meiste Geld für Streaming- und Dating-Anwendungen aus

Marktpropheten sagen schon seit Jahren den Niedergang von Apps voraus. Neue Zahlen zeigen nun: Das Gegenteil ist der Fall. Noch nie beschäftigten sich die Nutzer länger mit den mobilen Anwendungen als im vergangenen Jahr. Und auch die Download- und Umsatzzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, wie eine Untersuchung des Analyseinstituts AppAnnie ergeben hat. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

60 Prozent der Bewerber wollen Gehaltsangaben in Stellenangeboten

Der Januar ist Hauptsaison für die Jobsuche, doch wie können sich Unternehmen in…

Roboter in der Arbeitswelt: Warum die Mehrheit der Deutschen die High-Tech-Kollegen ablehnt

Groß, orange und hinter einem Schutzzaun - die Vorstellung der Deutschen von Robotern…

Nielsen-Report zum Werbejahr 2018: TV-Werbemarkt erstmals seit 2009 im Minus

Wie sieht die Bilanz des deutschen Werbemarkts im Jahr 2018 aus? Er stagniert…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige