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Rolle der Live-Kommunikation wird immer wichtiger

Das Gewicht von Marketing-Events in der Unternehmenskommunikation nimmt zu. Trotzdem zeichnet sich für 2009 ein Rückgang bei den Budgets der Unternehmen ab. So lauten zwei Kernaussagen der Studie „Event-Klima 2009“, für die TNS Infratest im Auftrag des Forum Marketing-Eventagenturen (FME) 226 Unternehmen befragte. Darunter befanden sich 115 der 250 Top-Kommunikationstreibenden in Deutschland, weitere 57 Mittelständler, die selbst Marketing-Events als Kommunikations-Maßnahme einsetzen, sowie 54 Event- und Netzwerk-Agenturen.

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Den Ergebnissen zufolge steigt die Bedeutung des Event-Marketings als Kommunikationsinstrument weiter. So seien 84 Prozent aller Befragten der Meinung, dass im persönlichen, direkten, erlebbaren Marketing die Zukunft für die Markenkommunikation liegt. Im Event-Klima 2007 waren es vergleichsweise 64 Prozent der Befragten. Auch im Bereich der Markenführung nehme die Bedeutung des Event-Marketings weiter zu. Dass sich Marketing-Events zum integrierten Bestandteil der Markenführung entwickeln, würden knapp drei Viertel der Interviewten erwarten. 2007 hätte dies auf 69 Prozent zugetroffen. Trotzdem erfasse die Wirtschaftskrise 2009 auch die Event-Branche und beende das kontinuierliche Wachstum, das die Branche seit 2002 auszeichne. Allerdings werde nur mit einem kurzfristigen, wenn auch deutlichem Abschwung gerechnet. Laut der Prognose der befragten Unternehmen sollen mit 2,24 Milliarden Euro bereits 2010 wieder die Budgets von 2008 erreicht werden. Für die Agenturen bedeute dies 2009 einen durchschnittlichen Rückgang der betreuten Event-Etats von rund 11,5 Prozent.

Allerdings sähen die Agenturen in der Krise auch Chancen, da die Unternehmen in diesen Zeiten den direkten intensiven Kontakt zum Kunden und Konsumenten suchen würden. Das läge nicht zuletzt darin begründet, aufwändige und kostenintensive klassische Kampagnen einsparen zu können. Flossen im Jahr 2007 noch 51 Prozent des Werbebudgets der Top-Spender in die Klassik, waren es 2009 nur noch 42 Prozent. Mit 38 Prozent fließe nahezu die gleiche Summe in die direkte Wirtschaftskommunikation. Klare Veränderungen mache das Event-Klima 2009 beim Pitchverhalten in den Agenturen aus. Dabei seien Ausgaben, die Agenturen für die Teilnahme an Wettbewerbspräsentationen tätigten, innerhalb der vergangenen zwei Jahre halbiert worden. Heutzutage nehme eine Agentur im Schnitt an 18 Pitches teil und habe hierfür im Mittel Kosten in Höhe von 24200 Euro. An keinem Pitch beteiligt hätten sich 2008 knapp 20 Prozent der Agenturen, während 33 Prozent von ihnen pro Pitch nur Kosten in Höhe von 1000 bis 5000 Euro zu investieren bereit gewesen seien.

www.famab.de

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