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Retailer – denkt in anderen Dimensionen!

Weihnachten steht vor der Tür: für Händler (Retailer) die Zeit der starken Umsätze – eigentlich. Ihre Konkurrenz: Online-Shops, die sich rasant und erfolgreich entwickeln. Manche beobachten das mit gemischten Gefühlen. Wachsende Zahlen schüren ihre Furcht vor der Shopping-Macht aus dem Internet. Fakt ist aber: Der stationäre Handel wird nicht einfach aussterben. Er verlangt nur nach innovativen Lösungen.

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Generell herrschen gute Voraussetzungen für Retailer in Citylage: Urbanität ist ein starker Trend, immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Das belegen verschiedene Studien. Nach wie vor ist es möglich, diese Menschen von dem Gehsteig in den Laden zu ziehen. Man bedenke: Beim Shopping geht es nicht nur darum, Dinge zu beschaffen. Wir wollen verführt, informiert und unterhalten werden. Shops müssen daher eine gelungene Mischung aus Orientierung, Transparenz und Entertainment bieten.

Eine der großen Herausforderungen im Handelsalltag? „Offline“ und „online“ erfolgreich zu verzahnen. Voreilig versuchen manche Retailer, „online“ in ihr bestehendes Konzept zu integrieren. Explodierende Kosten und der ausbleibende Erfolg sorgen dann oftmals für Frust. Um den Marktanforderungen gerecht zu werden, empfiehlt es sich daher in manchen Fällen, eine komplett neue Struktur zu entwickeln – und IT nicht einfach „aufzusatteln“.

Dazu kommt: Viele Unternehmer wissen zwar, dass sie generell umdenken müssen – verstehen aber die (neuen) Regeln der Branche nicht. Dadurch baut sich eine gewisse Scheu vor fortschrittlichen Konzepten auf. An dieser Stelle kommen Marken- und IT-Berater ins Spiel – ihnen sollte vertraut werden, um weiterhin wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Erfolgreiche Online-Konzepte passen zu Marke und Auftritt. Es gilt, den Kern der Marke zu erkennen, ihn sichtbar zu machen und darauf abgestimmte Konzepte zu entwickeln. Mit virtuellen Schaufenstern und interaktiven Screens liefern viele Shopbetreiber heute das nötige Hintergrundwissen zu Marken und Produkten – ein Teilaspekt guten Services. Der Servicegedanke muss aber auch von den einzelnen Mitarbeitern getragen werden. Markenexperten, Designer und IT-Spezialisten haben darauf keinen Einfluss. Sie schaffen den Rahmen – gelebt werden Konzept und Marke durch die Menschen. Sie machen den Spirit und die Magie des Ganzen aus.

Vom Point of Sale zum Point of Excellence: Stores mit Community-, Info- und Servicecharakter haben Zukunft. Thalia, ein Vertreter der krisengebeutelten Buchhandelsbranche, macht es vor. Thalia hat in Weiterstadt eine Filiale kreiert, die mit modernen Optionen spielt. Hier wird nicht mehr ausschließlich mit Büchern gehandelt – es werden Inhalte geliefert und „online“ ist lückenlos integriert. Via Touchscreens können Rezensionen zu den Werken abgerufen werden. An Terminals können die Kunden selbst aktiv werden und ihren Eindruck von einem Buch in Worte fassen. All das soll zu einem einzigartigen Community-Prinzip zusammenwachsen. Harmonisch fließt der Wohlfühl-Faktor ein – in Form eines Coffee Shops, der zum Verweilen einlädt. Hut ab! Thalia hat verstanden, worauf es ankommt.

Über den Autor: Heiko Hinrichs stieg im Jahr 2000 als Partner und Vorstand bei der Syndicate Brand & Corporate Design AG ein. Hier baute er die Einheiten Corporate Design, Brand Environment und Product Design auf.

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