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Report: Kaufvorgänge nach Region

Die aktivsten Käufer im Online-Handel leben zwischen Hannover und Kassel. Der Retail-Report des Payment Service Providers Pago prüft bei Online-Kauf und - Zahlverhalten deutschlandweit regionale Besonderheiten.

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Nach dem „Pago Retail-Report 2007“ sind die Bewohner der Postzahlenregion 3 die aktivsten Käufer im Online-Handel. Aus den Regionen um die Städte Bielefeld, Paderborn, Göttingen, Magdeburg, Gießen, Kassel, Hannover und Braunschweig kommen 12,35 Prozent aller Internet-Kaufvorgänge deutscher Konsumenten. Das Schlusslicht mit 6,1 Prozent bildet die Postleitzahlenregion 0.

Die Studie zum „Kauf- und Zahlverhalten im Online-Handel“ basiert auf der Auswertung realer Kaufvorgänge. Datengrundlage bildet eine zufällige Auswahl von rund zehn Millionen Retail-Kaufvorgängen, die Konsumenten zwischen Oktober 2005 und September 2006 über die Pago-Plattform abwickelten. Der Retail-Report schließt Anbieter ein, die selbst hergestellte Ware vertreiben oder aber Ware zwischen Herstellern oder Großhändlern und Konsumenten vermitteln und deren Geschäftsmodelle durchweg dem des klassischen Versandhandels ähneln.

Im gesamten E-Commerce, der neben dem Retail auch Branchen wie Gambling (Glückspiele und Sportwetten), Services (Telekommunikation und Internet) sowie Travel & Entertainment (Reisen und Unterhaltung) umfasst, erwiesen sich die Bewohner der PLZ-Region 4 mit kaufkräftigen Ballungszentren in Nordrhein-Westfalen wie Düsseldorf und Essen als die kaufkräftigsten Deutschen. Das zeigt der Report 2007 für die relevanten E-Commerce-Branchen. Beim Online-Kauf von Waren belegt PLZ-Region 4 bundesweit nur Platz vier. PLZ-Region 3, im gesamten E-Commerce mit der Bronzemedaille dekoriert, läuft ihr den Rang ab.

„Hier zeigt sich beispielhaft, dass der Internet-Handel mit Waren Eigenheiten innerhalb des E-Commerce aufweist“, erklärt Dr. Markus Weber, Geschäftsführer Pago. Und so berichtet der Report über die Regionen:

Postleitzahlenregion 0: allgemeine Zurückhaltung beim Online-Handel
Diese Region mit den Städten Dresden, Cottbus, Chemnitz, Zwickau und Leipzig trägt bundesweit beim Anteil der Kaufvorgänge deutscher Konsumenten im Online-Handel die „Rote Laterne“. Das galt im Untersuchungszeitraum auch für den, alle Branchen umfassenden gesamten E-Commerce. Wenig wird in dieser Region per Kreditkarte bezahlt. Das ergibt bundesweit den letzten Platz. Mehr Verwendung finden die traditionellen „Offline-Zahlarten“ wie Kauf auf Rechnung, gegen Vorkasse und per Nachnahme. Jede vierte Transaktion wird auf diese Weise beglichen. Die PLZ-Region 0 nimmt aber bei einem anderen Wert die positive Spitzenposition in Deutschland ein: bei der Chargeback-Quote. Diese liegt mit 0,006 Prozent am niedrigsten.

Postleitzahlenregion 1: Silbermedaille beim Kreditkarten-Einkauf
Die PLZ-Region 1 umfasst Teile von Mecklenburg-Vorpommern (etwa Rostock und Schwerin), Gebiete in Brandenburg (beispielsweise Potsdam) und die deutsche Hauptstadt Berlin mit ihrer Wirtschaftsmacht und der hohen Zahl gutverdienender Bewohner mit glänzender Bonität. Diese Fakten erklären offenbar, warum in der PLZ-Region 1 im Online-Retail jeder zweite Kauf per Kreditkarte abgewickelt wird. Höher liegt der Anteil, bundesweit gesehen, nur noch in der PLZ-Region 3 (53,37 Prozent). Aber: Was die Zahl der gesamten Transaktionen im Online-Handel angeht, geben sich die hiesigen Bewohner doch eher bescheiden. Ihr Anteil an allen Kaufvorgängen deutscher Konsumenten beträgt gerade einmal 8,9 Prozent, bundesweit Rang acht. Bei der so genannten „Erfolgsquote“ bei Kreditkarten-Transaktionen nimmt die Region mit gerade einmal 80,84 Prozent gar den letzten Platz ein. Bei der Auswertung der Erfolgsquote werden alle Kreditkartentransaktionen auf die Frage untersucht, ob und im wievielten Versuch die Autorisierung im Bezahlvorgang erfolgreich war. Erfolgreich ist eine Autorisierung dann, wenn festgestellt wird, dass die angegebenen Daten existieren, zueinander passen und die Autorisierung spätestens beim zweiten Anlauf, funktioniert hat. Zum Vergleich: Beim Spitzenreiter, der PLZ-Region 2, verlaufen neun von zehn Transaktionen für den Online-Händler erfolgreich.

Postleitzahlenregion 2: die Könige der Elektronischen Lastschrift
Wenn Bewohner einer Region den Titel „Könige der Elektronischen Lastschrift (ELV)“ verdienen, dann sind es die Einwohner aus der Postleitzahlenregion 2. Diese umfasst Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen große Teile Niedersachsens und einen Ausschnitt Mecklenburg-Vorpommerns. Die ELV-Zahlart setzen sie in 42,86 Prozent der Kaufvorgänge im Online-Handel ein. Beim Schlusslicht dieser Rangliste, der Postleitzahlenregion 3, beträgt der Wert lediglich 31,78 Prozent. Ohnehin zeigen sich die Menschen der PLZ-Region 2 als sehr kauffreudig bei Online-Händlern: bundesweit Platz drei mit 11,65 Prozent.

Postleitzahlenregion 3: das Gebiet der Extreme
Kunden aus der Postleitzahlenregion 3 bieten dem Online-Handel nahezu alle denkbaren Extreme. Sie sind mit bundesweit 12,35 Prozent die Eifrigsten, was die Zahl der Kaufvorgänge angeht, wickeln davon 53,37 Prozent per Kreditkarte (Platz eins) und nur 31,78 Prozent per Elektronischer Lastschrift (zehn) ab. Unerfreulicherweise für Online-Händler liegt die Chargeback-Quote mit 0,098 Prozent vergleichsweise hoch (zehn).

Postleitzahlenregion 4: niedrige Chargeback-Quote bei mittlerer Kauflust
Während die Bewohner der PLZ-Region 4 im gesamten E-Commerce noch bundesweit die meisten Kaufvorgänge ausführten, so landen sie branchenspezifisch im Retail nur noch im Mittelfeld (Rang 4). Das Gebiet mit hoher Einwohnerdichte in Nordrhein-Westfalen und einem kleinen Teil Niedersachsens, in dem lediglich vier von zehn Transaktionen im Online-Handel per Kreditkarte bezahlt werden (Platz sieben), fällt positiv mit der sehr geringen Chargeback-Quote von lediglich 0,01 Prozent auf. Das macht in der Gesamtstatistik aller PLZ-Regionen erfreulicherweise Platz zwei aus.

Postleitzahlenregion 5: trotz hoher Erfolgsquote eher graues Mittelmaß
Bei Kunden der Postleitzahlenregion 5 mit Städten wie Köln, Aachen, Bonn, Mainz und Trier verlaufen 88,52 Prozent der Kreditkarten-Transaktionen für den Online-Händler erfreulich. Das bedeutet Platz zwei, was die Erfolgsquote angeht. Positiv hervorzuheben ist auch die geringe Chargeback-Quote: Mit 0,013 Prozent belegt dieses Gebiet bundesweit Rang drei. Ansonsten ist bei den übrigen untersuchten Werten eher „graues Mittelmaß“ angesagt: jeweils Platz sechs bei den Kreditkarten- und ELV-Transaktionen und fünf bei der Gesamtzahl aller Kaufvorgänge im Retail.

Postleitzahlenregion 6: die „Durchschnitts-Region“ im Online-Handel
Das PLZ-Gebiet 6 liegt, was den Anteil an Kaufvorgängen deutscher Konsumenten angeht, mit einem Rückstand von gerade einmal 0,57 Prozent der Postleitzahlenregion 3 dicht auf den Fersen. Ansonsten zeigen sich die Bewohner des Gebiets in Teilen von Rheinland-Pfalz, des Saarlands, von Hessen und Baden-Württemberg eher unauffällig im Online-Handel. Sie bezahlen wenig per ELV (Rang acht) und bieten darüber hinaus eher Durchschnittswerte: jeweils Rang vier bei Kreditkarten-Transaktionen und der dabei erzielten Erfolgsquote, bei Offline-Zahlarten Platz sechs, Rang fünf mit 0,027 Prozent in der Chargeback-Tabelle.

Postleitzahlenregion 7: große Zurückhaltung bei Kreditkarten
In der Postleitzahlenregion 7 – dazu zählen beispielsweise die Städte Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart – ist im Retail die Bezahlung per Elektronischer Lastschrift sehr beliebt. Fast 43 von 100 Kaufvorgängen deutscher Konsumenten in dieser Branche werden auf die Art abgewickelt. Das bedeutet bundesweit Platz zwei. Davor liegen nur noch die Bewohner der PLZ-Region 2. Entsprechend zahlen die Menschen im PLZ-Raum 7 selten per Kreditkarte. 40,1 Prozent bedeuten in der Deutschland-Tabelle aller zehn PLZ-Regionen nur den vorletzten Platz.

Postleitzahlenregion 8: nur jeder achte Kauf per Rechnung, Nachnahme oder gegen Vorkasse
Offline-Zahlarten spielen bei den im Online-Handel aktiven Käufern der PLZ-Region 8 nur eine sehr untergeordnete Rolle. Gerade einmal jede achte Transaktion bezahlen sie im Raum um München/Ingolstadt/Augsburg per Rechnung, Nachnahme oder gegen Vorkasse. Dafür belegen die Bewohner dieser süddeutschen Region in der Kreditkarten-Tabelle mit 46,12 Prozent Rang drei und bieten mit diesen Werten einen völligen Kontrast zur ostdeutschen Region 0 (Dresden, Cottbus, Chemnitz, Zwickau und Leipzig).

Postleitzahlenregion 9: geringer Kreditkarten-Einsatz mit unterdurchschnittlicher Erfolgsquote
Was für die Bewohner von Erfurt bis Passau im gesamten, alle Branchen umfassenden E-Commerce galt, bestätigt sich im spezifischen Online-Handel, nämlich die allgemeine Enthaltsamkeit im Kaufverhalten. 7,29 Prozent bedeuten bundesweit gerade einmal Rang neun. Ein geringer Kreditkarten-Einsatz beim Online-Kauf (Platz acht) trifft jedoch auf die unterdurchschnittliche Erfolgsquote in Höhe von 87,02 Prozent (Rang acht).

Pago wurde 1999 gegründet und ist ein Unternehmen der Deutsche Bank AG und der BHS Verwaltungs AG, das seine Services direkt und über ein weltweit operierendes Partner-Netzwerk vertreibt. Zu den Mandanten zählen Unternehmen aus allen Branchen – vom Einzelhandel über die Telekommunikation bis zum Tourismus – die sowohl im E-Commerce als auch im stationären und im Versandhandel tätig sind. Zurzeit sind Pago-Lösungen in über 6 000 europäischen Online-Shops implementiert.

www.pago.de

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