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„Renault nimmt eine Vorreiterrolle ein“

Die Elektromobilität soll jüngst beim „Auto-Salon“ in Genf keine Rolle mehr gespielt haben. Dabei gibt es vor allem in Deutschland ehrgeizige Ziele. Fünf Fragen dazu an Achim Schaible, den Vorstandschef der Renault Deutschland AG.

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Herr Schaible, Ihr Unternehmen will Marktführer für Elektroautos in Deutschland werden. Wie viel der angepeilten zehn Prozent Marktanteil haben Sie?

ACHIM SCHAIBLE: Wir haben erst im November mit dem Verkauf des Kangoo Z.E begonnen und seit Februar befindet sich der Fluence Z.E auf dem Markt. Wir sind mit dem Kaufantragseingang sehr zufrieden, in einem Marktanteil lässt sich dieses Ergebnis allerdings noch nicht darstellen. Unsere Prognose, dass weltweit zehn Prozent der Neuzulassungen Elektrofahrzeuge sind, bezieht sich auf den Horizont 2020.

Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf unseren Straßen rollen. Ist das im derzeitigen Tempo zu schaffen?

SCHAIBLE: Renault wird im Laufe des Jahres zwei weitere Modelle einführen und dann eine vollständige Modellpalette von vier Fahrzeugen für unterschiedliche Nutzungsbereiche anbieten. Andere Hersteller werden ab 2013 ebenfalls folgen. Ohne finanzielle Kaufanreize in der Startphase wird es allerdings schwierig, das Ziel von einer Million Fahrzeugen in Deutschland bis zum Jahre 2020 zu erreichen.

Welche Maßnahmen erwarten Sie?

SCHAIBLE: Eine konkrete Kaufsubvention, wie sie in vielen Ländern existiert, wäre ideal, aber auch begleitende Maßnahmen wie Steuererleichterungen bei der Dienstwagennutzung könnten zur Beschleunigung der Einführung von Elektrofahrzeugen beitragen. Auch der Einsatz von Elektrofahrzeugen in behördlichen Fuhrparks könnte die schnelle Durchdringung des Marktes unterstützen.

Experten wundert das geringe Engagement deutscher Autobauer. Sie auch?

SCHAIBLE: Zu Wettbewerbern äußern wir uns nicht. Renault allerdings hat sich sehr frühzeitig für die Elektromobilität entschieden und nimmt jetzt eine Vorreiterrolle ein. Aus unserer Sicht können nur rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge zu einer nennenswerten CO2-Reduzierung beitragen.

Welche Schritte sind in der Produktentwicklung und Infrastruktur nötig?

SCHAIBLE: In der Produktentwicklung haben wir bereits einen sehr guten Status erreicht. So hat zum Beispiel der soeben von uns vorgestellte Zoe eine Nennreichweite von über 200 Kilometern. Im Bereich der Normung laufen die Verhandlungen unter den Herstellern, um insbesondere bei den Steckern eine Harmonisierung herbeizuführen. Was die Infrastruktur angeht, gilt es insbesondere in den Betrieben, Supermärkten und Parkhäusern weitere Ladesäulen zu installieren, da in den Pilotprojekten klar geworden ist, dass neben der Heimladung bevorzugt an den genannten Stellen Ladebedarf besteht.

Die Fragen stellte Thorsten Garber.

www.renault.de

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