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Reiseunternehmen Travelbird: Massive Arbeitsplatzverluste beim Start-up

Der Online-Reiseanbieter fährt den Sparkurs

Die niederländische Reise-Website Travelbird muss sich erheblich reorganisieren. Etwa 100 der mehr als 700 Mitarbeiter wird nicht aus der Probezeit übernommen, dazu wird das Geschäft mit Niederlassungen in Portugal, Spanien, Italien, Ungarn und Polen eingestellt

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Das niederländische Unternehmen Travelbird, das in knapp 20 Ländern unterwegs ist, versteht sich als “Online-Reiseanbieter mit täglich inspirierenden Angeboten sowie den besten Deals für ein ultimatives Reiseerlebnis”. Nun sieht es nicht gut aus, für den Reiseanbieter. Rund hundert Mitarbeiter müssen laut Travelpro.nl-Informationen das Start-up verlassen. Dies bestätigte ein Sprecher von Travelbird am Mittwoch. Dazu werden in den Ländern Portugal, Spanien, Italien, Ungarn und Polen die Standorte geschlossen, sowie die Mitarbeiter am Ende ihrer Vertragsfrist entlassen.

Travelbird zieht sich aus fünf der siebzehn Länder zurück

Die Verträge der betroffenen Mitarbeiter werden einfach nicht verlängert. Bedeutet, dass gerade eingestellte Mitarbeiter aus ihrer Probezeit nicht übernommen werden. „Bei meiner Einstellung wurde mir erzählt, dass die Firma sich im Wachstum befindet, noch in andere Länder, Australien an oberster Front, expandieren will und noch weitere Mitarbeiter einstellen will. Gestern um 16 Uhr gab es eine große Company Presentation in der der CEO über strukturelle Änderungen gesprochen hat, danach wurden die Änderungen wahr gemacht“, erzählt eine Travelbird-Mitarbeiterin der absatzwirtschaft.  Des weiteren zieht sich Travelbird aus fünf der siebzehn Länder, in denen die Reise-Website aktiv ist, zurück. „Das waren Länder mit unzureichender Wirksamkeit“, sagte CEO Symen Jansma. In der Redaktion des deutschen Teams wurden laut Informationen sieben „birdies“, so werden Mitarbeiter genannt, entlassen. Es heißt, dass Investoren abgesprungen seien. „Innerhalb der letzten zwei Monate wurden sehr viele neue Mitarbeiter eingestellt. Ich kenne leider keine genauen Daten, aber an meinem Onboarding vor vier Wochen waren es 25 Personen. Angeblich wusste man aber schon seit Sommer von finanziellen Schwierigkeiten“, so die Mitarbeiterin weiter. Travelbird reagierte prompt: „Travelbird hat in den letzten zwei Monaten nicht mehr Mitarbeiter eingestellt, als in den letzten fünf Jahren auch. Travelbird hat aber vor kurzem viele hoch spezialisierte Top-Talente eingestellt“, so ein Sprecher. Auf die Frage, ob nicht das Unternehmen schon vor vier Wochen von den finanziellen Problemen gewusst haben muss, sagte der Sprecher: „Travelbird ist nicht in Schwierigkeiten. Der Ausstieg aus den fünf Ländern musste geschehen, weil sie die erwarteten Ergebnisse nicht erreichen konnten, damit Travelbird ein profitables Unternehmen wird.“ Um von einem Start-up zu einem Scale-up zu wachsen wurden die fünf Standorte aufgegeben, die vor gut einem Jahr ins Leben gerufen wurden. 

Samwer-Brüder investieren in Travelbird

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 macht das Unternehmen nur Verluste, wenn auch der Umsatz stimmt. Für dieses Jahr wird der Umsatz voraussichtlich verdoppelt. Im vergangenen Jahr gab es laut Informationen von der Website z24.nl einen Umsatz von 95 Millionen Euro.

Im Mai dieses Jahres erhielt Travelbird noch eine Investition von 16,5 Millionen Euro von Global Capital, der Investmentgesellschaft der Brüder Oliver und Marc Samwer. Es war das dritte Mal, dass Global Founders Geld in Travelbird steckten. „In Unternehmen müssen Entscheidungen getroffen werden. Rocket Internet behält das Eigentum von 25,2 Prozent“, so Jansma. Der Plan für die Zukunft: „Travelbird wird sich auf neue Tools zur selbstentwickelten Automatisierung konzentrieren. Dies ist notwendig, um unseren Traum zu verwirklichen: Zum größten Anbieter für stressfreie Reisen zu werden.“

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