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Red Bull, Effie, Google und Microsoft – die Namen und Ereignisse der Woche im Kurzüberblick

Die letzten Tage wurde von einer großen Marke dominiert: Red Bull. Die Woche begann mit der medialen Aufbereitung des Stratosphärensprungs von Felix Baumgartner. Marketingrelevant ging es weiter: Die Träger des Wirtschaftsnobelpreises 2012 stehen fest, in Frankfurt wurde in einer feierlichen Gala der Marketingpreis Effie verliehen und Google und Microsoft haben enttäuschende Quartalszahlen verkündigen. Ein Wochenrückblick aus Marketingsicht.

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Von Anne-Kathrin Keller

Baumgartner verleiht Red Bull Flügel

Das Ereignis, das die Medienwelt diese Woche am meisten prägte, war der Stratosphärensprung von Felix Baumgartner. Der Sprung aus 39 Kilometern Höhe bedeutet nicht nur einen dreifachen Weltrekord für den Extremsportler, sondern auch einen Riesen-Werbeerfolg für seinen Sponsor Red Bull. Hinter der Marke steht Dietrich Mateschitz, ursprünglich Werbefachmann. Er entdeckte das Energiegetränk 1984 und baute ein Imperium auf. 2011 machte Red Bull mit 4,6 Milliarden verkauften Dosen einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro und beschäftigt 8.300 Mitarbeiter in 164 Ländern. Bekannt wurde die Marke mit dem Sponsoring von Extremsportarten wie Kitesurfen und Basejumping. Unter dem Red Bull Logo fahren zwei Formel-1-Rennställe und spielen drei Fußballklubs und ein Eishockeyverein. Mateschitz investiert rund 1,4 Mrd. Euro in weltweit 600 Sportler. Dazu gehören auch Sebastian Vettel und Mario Gomez.

50 Millionen Euro investierte Red Bull in den Rekordsprung von Felix Baumgartner. Aus Marketingsicht ein Wahnsinnserfolg für das österreichische Unternehmen. Auf dem Helm, auf den Schultern, auf den Beinen – überall war das Logo und der Schriftzug des Getränkeherstellers zu sehen als die Bilder von Baumgartner um die ganze Welt übertragen wurden. Red Bull ist ohnehin großzügig, wenn es um seinen Bekanntheitsgrad geht: Etwas ein Drittel des Umsatzes fließt in Markenführung, Werbung und Marketing.

Wirtschafts-Nobelpreis

Der 44. Nobelpreis für Wirtschaft geht wieder einmal in die USA. Die US-Forscher Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley nehmen den mit umgerechnet 930.000 dotierten Preis entgegen. Sie lieferten mit ihrer Forschung über Spieltheorie Erkenntnisse darüber, wie verschiedene wirtschaftliche Akteure ideal zueinander gebracht werden können. Für die Praxis heißt das: Ihre Forschungsergebnisse konnten dafür genutzt werden den besten Organ-Spender für einen Transplantationspatienten zu finden oder Studenten auf der Suche nach der optimalen Universität zu helfen. Aber auch fürs Marketing sind ihre Ansätze interessant: Durch ihre Modelle können Suchmaschinen so optimiert werden, dass sie Firmen den bestmöglichen Platz für ihre Werbeanzeige im Internet zuordnen.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

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Gold für Astra, Sparkassen- und Giroverband und McDonald’s

Diese Agenturen werben am effektivsten: Philipp und Keuntje, Jung von Matt und Razorfish und Heye & Partner. Alle drei gewannen Gold bei der diesjährigen Effie-Verleihung am Donnerstag in Frankfurt. Insgesamt wurden 17 Effie-Trophäen verliehen, davon drei in Gold, sieben in Silber und weitere sieben in Bronze. Gold ging in diesem Jahr an die Carlsberg Deutschland Markengesellschaft mit Philipp und Keuntje. Ausgezeichnet wurde die Kampagne „Astra bleibt analog“. Jung von Matt bekam, kurz bevor der angekündigten Award-Abstinenz, Gold für die Kampagne „Giro sucht Hero“ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). McDonald’s Deutschland gehört zusammen mit Razorfish und Heye & Partner ebenfalls zu den Gold-Gewinnern. Ausgezeichnet wurde die Crowd Sourcing Promotion „Mein Burger“.

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA verlieh den Preis 2012 zum 31. Mal. Die Gala fand im Frankfurter Palmengarten statt. Beim Effie werden Kampagnen ausgezeichnet, die sich nachweislich am Markt durchsetzen konnten. Mehr zum Effie, alle Gewinner und die Jurykriterien finden Sie unter: http://www.gwa.de/awards-events/gwa-effie/gwa-effie-2012/

Google und Microsoft patzen beim Quartalsergebnis

Analysten warnten bereits zu Wochenbeginn vor Umsatzrückgängen bei den Schwergewichten Google und Microsoft. Die Quartalszahlen, die beide Unternehmen in der Nacht zum Freitag vorlegten, fielen noch einmal deutlich schlechter aus als angenommen.

Google patzte bei der Verkündigung der Quartalszahlen gleich doppelt: Zunächst wurden die Zahlen einige Stunden zu früh veröffentlicht, dann enttäuschten Umsatz und Gewinn. Googles Umsatz stieg im dritten Quartal um 45 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar. Für rund 2,6 Milliarden Dollar ist allein der Zukauf von Motorola verantwortlich. Google hatte den Handyhersteller für 12,5 Milliarden Dollar gekauft, um sich Marktanteile im mobilen Geschäft zu sichern. Der Gewinn schrumpfte um 20 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar.

Besonders bitter für Google: Google bekam im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 15 Prozent weniger Geld von seinen Werbekunden für jeden Klick, den ein Nutzer machte. Werbung ist die wichtigste Einnahmequelle von Google. Grund für den Rückgang dürfte die erhöhte Nutzung von Smartphones und Tablets sein. Auf diesen Geräten sind die Tarife für Werbung niedriger.

Ähnlich schlechte Nachrichten gab es auf der Pressekonferenz von Microsoft. In wenigen Tagen bringt Microsoft das neue Betriebssystem Windows 8 auf den Markt. Der Erwartungsdruck ist hoch, denn die alte Software verkauft sich schlecht. Für das letzte Quartal bedeutet das in Zahlen: Der Umsatz fiel um acht Prozent auf 16 Milliarden Dollar, der Gewinn sackte um mehr als ein Fünftel auf 4,5 Milliarden Dollar ab. Daraufhin fiel die Aktie nachbörslich um mehr als ein Prozent. Windows acht muss jetzt zum Erfolg werden. Es ist das erste Betriebssystem, mit dem sich Microsoft direkt an Privatkunden wendet und das einheitlich alle Bereiche, von der Spielekonsole über PCs bis zu Mobiltelefonen, bedienen soll.

Kommunikation

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