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Präsenzschulung versus Live-Workshop: Die neue Generation der Online-Schulung

Lernen via PC und nicht mehr im Seminarraum. Ist das die Zukunft? © Fotolia 2015

Die vielversprechende Methode des Virtual Life Classrooms ist ein voller Erfolg. Der Aufbau und Ablauf ist mitarbeiterfreundlich, der vermittelte Inhalt einprägsam. Auf diesem Erfolg soll künftig aufgebaut werden.

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Von Gastautoren Miriam und Marko Hamel, Geschäftsführer von Visual Selling

Zu Beginn der Schulung stehen einfache Visualisierungen von Geschäftsabläufen und Zusammenhängen. Der Schwerpunkt liegt auf der Fähigkeit, zu visualisieren, sowohl live als auch im virtuellen Raum. Der grundlegende Fokus liegt auf dem kontinuierlichen Einbeziehen des Kunden und alles Besprochene, alle Erkenntnisse und Lösungsideen live zu visualisieren.

Kurz und knackig

Da Online-Workshops meist nur 90 Minuten dauern, passen sie selbst in den straffen Tagesablauf vieler Vertriebler. Ein paar Tage vorher und am Tag der Veranstaltung bekommen alle Teilnehmer eine Erinnerungsmail, um den rechtzeitigen Start zu gewährleisten. Um letzte Tests durchzuführen, treffen sich Trainer und Producer bereits eine halbe Stunde vor dem Termin im virtuellen Raum. Zehn Minuten vor Beginn können sich schließlich alle Teilnehmer einwählen und werden sowohl im Chat als auch mit einstimmenden Fragen auf die Schulung fokussiert und aktiviert. Die Präsentationen und Theorieteile des Trainers dauern unter fünf Minuten und die Teilnehmer wirken durch Einzel- und Gruppenübungen aktiv an der Schulung mit. Für weiterführende Inhalte und Anregungen sowie Hinweise zur Online-Bibliothek und zusätzlichen Übungsmaterialien stehen den Teilnehmern bereits vor Beginn der Schulung ansprechend gestaltete Teilnehmerunterlagen zum Download zur Verfügung.

Effektivität unverändert

Das gemeinsame Ziel von SAP und Visual Selling war es, einen Live-Workshop zu erstellen, der einer Präsenzschulung in nichts nachsteht. Zudem sollten die Teilnehmer lernen, die erlernte Methode sowohl in Präsenz- als auch in virtuellen Meetings anzuwenden. Etwa 80 Prozent des Workshops bestehen aus interaktiven Teilen, bei denen die Inhalte erst demonstriert und anschließend sofort in einer Übung verfestigt werden. Die praxisnahe Auslegung besteht zusätzlich aus Gruppenarbeiten, die die Teilnehmer motivieren und alles Erlernte zu Fragetechniken, Storyselling und Live-Visualisierung zusammenfließen lassen. Auch die stete Interaktion des Trainers mit den Teilnehmern ist ein zentraler Bestandteil, um zu aktivieren und zu fokussieren. Für die Präsentationen verwendet er ein iPad mit einer eigens entworfenen Visualisierungs-App, welcher die Teilnehmer zur Demonstration und Inhaltsvermittlung folgen können.

Neue Methode ein voller Erfolg

Um den Erfolg und die Erfüllung der vorab formulierten Lernziele zu messen, wurden von SAP regelmäßig Statistiken über die Registrierungsrate und die tatsächliche Teilnahme an den Virtual Classroom-Schulungen erhoben. Das Ergebnis spricht für sich: Innerhalb von drei Monaten wurden 300 Mitarbeiter weltweit im Virtual Classroom geschult. 88 Prozent bestätigten, etwas Neues gelernt zu haben, was über dem Durchschnitt aller Trainings von 81 Prozent liegt. 72 Prozent gaben zudem an, dass die Inhalte nützlich für ihre tagtägliche Arbeit sind.

Zu den Autoren: Miriam und Marko Hamel sind Gründer und Geschäftsführer von Visual Selling – Die Strategieberatung für visuelle Kommunikation im Business. Sie unterstützen Organisationen, Businessprobleme zu analysieren, im Team co-kreativ zu lösen sowie komplexe Produkte, Dienstleistungen und Ideen neu zu denken und verständlich visuell darzustellen.

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