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Politiker und Fußball, Amazon-Handy und ein Abschied

Um das Thema Fußball kommt derzeit wirklich keiner herum. Auch Politiker haben das mittlerweile erkannt und zeigen sich gerne mit den Helden der Fußballnation. Amazon will jetzt auch auf dem Mobilmarkt mitmachen und präsentiert ein eigenes Handy. Und die Diddl-Maus muss Abschied nehmen.

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Von Johannes Steger

Das Thema der Woche: Fußball, Fußball und wieder Fußball

In Zeiten der Fußballweltmeisterschaft könnte ein Wochenrückblick eigentlich auch WM-Rückblick heißen, denn die Welt spricht scheinbar über nichts anderes. Ob Titelseite oder Werbeunterbrechung, um das Thema kommt man eigentlich nicht herum. Wenn dann Deutschland beim ersten Spiel der WM auch noch haushoch gewinnt, wie am Montag gegen Portugal, dann kennt die Begeisterung für das sportliche Großereignis kein Halten mehr. Clevere Werber haben das schon seit Längerem erkannt und richten ihre Vermarktungsstrategien ganz auf den Hype rund um den Ball aus. Kein Wunder, dass nun auch die Politik den Sport für sich entdeckt hat. Und so war es nicht weiter verwunderlich, dass nach dem fulminanten Sieg gegen Portugal die deutsche Kanzlerin dem Team in der Kabine einen Besuch abstattete. Das Kanzlerinnen-Selfie von Nationalspieler Lukas Podolski wurde dann zum Renner im Netz. Unter dem Hashtag Muttivation machte das Bild die Runde. Dass Fußball mittlerweile auch in den USA populärer wird, hat auch die dortige Politik erkannt. Präsident Barack Obama sendete eine Botschaft an das Team USA. Und nach dem 2:0 gegen Ghana ließ sich dann auch sein Vize Joe Biden in der Mannschaftsumkleide blicken. Politik-PR mal ganz einfach. Der am Donnerstag vereidigte neue spanische König Felipe kann von dieser Strategie übrigens nicht profitieren, denn die Elf seines Landes und WM-Titelverteidiger ist schon fast wieder zurück auf der iberischen Halbinsel.

Die Erleichterung der Woche: Schumacher erwacht

Neben dem Erfolg der Fußballnationalmannschaft kamen diese Woche gute Nachrichten aus Frankreich: Nach 170 Tagen in künstlichem Koma ist Rennsportler Michael Schumacher erwacht und wird in eine andere Klinik verlegt. Dem Sender RTL war das eine 30-minütige Sondersendung wert. Das kam nicht bei allen gut an, wie „Meedia“ berichtet. Lukas Podolski brauchte nur weniger als 140 Zeichen um seiner Freude Ausdruck zu verleihen: „What a great news!!! Get well soon Schumi!!! I’m so glad and happy when I just heard it!! #schumi #getwellsoon #poldi“ gab der siegreiche Nationalspieler auf Twitter bekannt.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>> #BringBackOurBoys: Vom Krieg um ein Hashtag und dem Sieg einer Hoffnung

>>> Profitieren Marken von Persönlichkeitsprofilen der Fußballer?

>>> Markenimages im Handel verlieren an Schärfe


Das Produkt der Woche: Amazon-Mobil

Apple hat es schon längst, Windows macht mit und Google sowieso: Jeder, der heute als Tech-Gigant wahrgenommen werden will, braucht sein eigenes Handy. Zumindest ein eigenes Betriebssystem. Kein Wunder also, dass jetzt auch Netzriese Amazon da mitmischen will und das erste Telefon aus eigenem Anbau präsentiert. Was das alles kann, hat
„Spiegel Online“ zusammen getragen.

Das Problem der Woche: Wohin mit der ganzen Freizeit?

Da ging gar nichts mehr: Für knapp 30 Minuten war die Welt eine andere, denn Facebook war in Deutschland und Teilen Europas nicht erreichbar. Und das an einem Feiertag, der in vielen deutschen Bundesländern begangen wird. Wohin mit der ganzen Freizeit? Wie gut, dass das andere große soziale Netzwerk noch funktionierte. Auf Twitter amüsierten sich viele über die erzwungene Auszeit von den blauen Seiten und das Hashtag #facebookdown ging schnell in Führung.

Der Abschied der Woche: Leb wohl, Diddl

Den Schock für viele Sammler und Mäuseliebhaber dürfte diese Woche die Firma Depesche verursacht haben, denn die nimmt nach über zwanzig Jahren die Diddl-Maus aus dem Vertrieb. Die Lizenz läuft aus und die Absatzzahlen seien kontinuierlich zurückgegangen, so die Firma. In den Neunziger Jahren kam wohl kein Kinderzimmer ohne eine Armada von Maus-Produkten aus: Tassen, Plüschtiere, Blöcke oder Stifte. Nun heißt es also bald: Aus die Maus. Wer in Zeiten niedriger Zinsen nach einer neuen Anlagemöglichkeit sucht: Vielleicht werden die Tassen ja irgendwann einmal zum wertvollen Sammelobjekt. „Zeit Online“ hat schon einen Nachruf veröffentlicht.

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