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Pointy, Twyla & Co: Spielwiese für Omni-Channel-Marketing

Shopping von der Couch aus via Tablet, am heimischen PC oder per Smartphone von unterwegs – für viele Menschen ist das Alltag. Doch statt Unsummen in die Customer Journey im Web zu investieren, sollten Händler den Fokus noch mehr auf Omni-Channel-Konzepte und den Verkaufsabschluss im Laden legen.

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Von Gastautor Marcel Hollerbach, Chief Marketing Officer (CMO) von Productsup

Ob Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit, Same-Day-Delivery oder die immense Auswahl: Angesichts der vielfältigen bequemen Möglichkeiten des Online-Shoppings und einer medialen Dauerpräsenz des Themas E-Commerce entsteht manchmal der Eindruck, der stationäre Handel sei längst ausgestorben. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Laut einer Studie des Handelsverband Deutschland und weiteren Partnern ist es drei Viertel der Konsumenten auch in Zukunft wichtig, direkt und persönlich im Laden einkaufen zu können.* Was also müssen wir tun, um den Kunden sowohl online als auch stationär zu erreichen? Neue Geschäftsmodelle und Funktionalitäten sowie veränderte Vertriebsstrukturen sind die Grundpfeiler, auf denen Händler jetzt aufbauen sollten.

Intelligente Technologien im Web stoßen zum Kauf vor Ort an

Ist die Debatte stationär vs. online also überholt? Ja, denn viel zu sehr schwingt noch immer die Ausschließlichkeit von „entweder – oder“ mit. Die Wahrheit ist: Nur wenn beide Systeme optimal ineinandergreifen, gelingt das perfekte Einkaufserlebnis und damit der Geschäftsabschluss. Mit den neuen Tools wie „See what’s in store“, „Pointy“ oder dem Chatbot „Twyla“ ergeben sich völlig neue Umsatzpotenziale. Der Kunde bekommt dafür idealerweise im Web einen Anstupser, mal wieder im Laden vor Ort einzukaufen. Und so funktioniert es:

Local Inventory Ads

Online suchen, im Shop kaufen: Die Local Inventory Ads, also lokale Produktanzeigen, werden dem Nutzer in der Google-Suche und auf Google Shopping zusammen mit den herkömmlichen Shopping Ads angezeigt. Sucht ein Nutzer per Smartphone nach einem Produkt, signalisiert ihm die Anzeige des Händlers, dass der Artikel in einem Ladengeschäft in seiner Nähe verfügbar ist. Diese führt ihn mit einem Klick auf die Verkäuferseite mit weiteren Informationen zum Produkt und zum Geschäft.

Googles „See what’s in the Store”

Bei „See what’s in the Store“ geben User ihren Produktwunsch bei Google Maps ein – und schon werden die Läden in direkter Nähe angezeigt, die das Produkt vorrätig haben. Alternativ haben User die Möglichkeit, online das Angebot ihrer lokalen Händler zu durchstöbern, ohne deren separate Website besuchen zu müssen.

Pointy

Das Startup aus Dublin hat ein Kästchen entwickelt, das es in sich hat: Die leicht zu bedienende Hardware erlaubt es Händlern, per Barcode ihr im Laden verfügbares Inventar zu digitalisieren und mit Google zu teilen. Im Zusammenspiel mit „See what’s in the Store“ können auch kleine Händler damit Kunden in den Laden locken.

Twyla

Das Berliner Startup Twyla trainiert Chatbots mit Hilfe von KI und menschlichen Support-Mitarbeitern. Auf Basis vergangener und „mitgehörter” Protokolle sammeln die Bots die besten Antworten für die Kunden, entwickeln selbstständig Varianten und stellen für die Mitarbeiter vor allem bei Standardfragen eine enorme Entlastung dar.

Produktdatenanzeige

Der Webauftritt der Produkte sollte ansprechend gestaltet und kontinuierlich bei Änderungen angepasst werden. Darüber hinaus ist eine Schnittstelle zu allen großen Shops wichtig. Das Minimum sind jedoch exakte Produktdaten und -attribute. Die Preise sollten auf der Website, den Suchanzeigen und im stationären Shop unbedingt synchronisiert sein.

Klar ist: Auch der beste Online-Vertriebskanal als Impulsgeber hilft nicht, wenn der Kunde in der Filiale unfreundlich oder inkompetent beraten wird. Für Händler wird es deshalb immer wichtiger, ihre Filialen als Erlebnisflächen zu gestalten und den Kunden mit freundlichem Service, guter Beratung und einer ansprechenden Umgebung zu begegnen.

*Studie „Trends im Handel 2025, herausgegeben von Handelsverband Deutschland HDE, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, Kantar TNS und EHI Retail Institute

Über den Autor: Marcel Hollerbach ist Chief Marketing Officer (CMO) von Productsup, einer weltweit aktiven Enterprise Product Content Syndication-Plattform. Er ist zudem Gründungspartner beim Berliner Venture Capital Fond Cavalry Ventures, der auf Frühphasen-Investments spezialisiert und unter anderem beim Chatbot-Anbieter Twyla und der Marketing Automation Platform Crossengage beteiligt ist.

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