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Plötzlich Kursrakete: Rocket Internet legt in 10 Tagen um über 50 Prozent zu

Der Steigflug geht in die Vertikale über: Ein Jahr nach einem turbulenten Börsenstart, der schnell zum Desaster wurde, zeigt Deutschlands Internet-Riese Rocket Internet Comeback-Signale. Um fast 50 Prozent legten die Anteilsscheine in nur zwei Wochen zu. Die Gründe: Die jüngsten Halbjahreszahlen, positive Analystenkommentare und die Fantasie des HelloFresh-IPOs. Doch der Ausgabekurs bleibt immer noch in weiter Ferne

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Ein Jahr nach dem Fehlstart schickt sich Rocket Internet an, an den Aktienmärkten endlich durchzustarten: Nach Kursverlusten über 50 Prozent in den ersten zwölf Monaten der Börsenkarriere schlägt nun plötzlich ein Kursschub von 50 Prozent zu Buche – was nach den Grundregeln der Arithmetik immer noch ein Minus von 25 Prozent gegenüber dem Ausgabekurs von vor einem Jahr bedeutet.

Doch der scheinbar endlose Abwärtstrend ist nach der Kursexplosion erst einmal einmal gestoppt. Woher kommt nun die regelrechte Kaufpanik? Zunächst legte die Berliner Internet-Beteiligungsgesellschaft am letzten Tag des dritten Quartals ihren Halbjahresbericht vor.

Halbjahresbilanz ohne Aussagekraft

46 Millionen Euro verlor der Rocket Internet in den ersten sechs Monaten – doch der Verlust ist eher symbolisch, zumal das Zahlenwerk jenseits der GAAP-Bilanzierungsstandards wenig aussagekräftig ist, weil es nicht die Geschäftstätigkeit des Gesamtkonzerns, sondern lediglich der brasilianischen E-Commerce-Unternehmen Kanui und Tricae ausweist.

Die eigentliche Initialzündung bei Anlegern war das Bekenntnis von Konzernchef Samwer zu einem absehbaren Groß-IPO, das nach dem Vorbild von Zalando zumindest dreistellige Millionenbeträge in die Kassen spülen dürfte: „In den nächsten 18 Monaten geht eins unserer Startups an die Börse“, erklärte Oliver Samwer.

HelloFresh-IPO beflügelt

Damit dürfte in aller Linie Kochbox-Anbieter HelloFresh gemeint sein. Das gerade mal vier Jahre alte Berliner Internet-Unternehmen versteht sich als Lieferdienst für die iPhone-Generation, der kleinteiliges Einkaufen einfach zu lange dauert. Bereits 200.000 Abonnenten werden die Kochboxen zugestellt – neben Deutschland auch Kunden in England und den USA. Auf 120 Millionen Euro sollen sich die Umsätze bereits im Jahr belaufen.

Entsprechend wurde bereits über ein IPO im Herbst spekuliert, der sich im schwierigen Marktumfeld der vergangenen Wochen, in dem auch das nächste Internet-Einhorn Scout24 zu kämpfen hat und immer noch unter Augabekurs notiert, allerdings noch nicht abzeichnet.

Banken bleiben bei Kaufempfehlungen

Gelingt das HelloFresh-IPO, könnten die Samwers versucht sein, ihre weiteren potenziellen Einhörner an den Aktienmärkten grasen zu lassen: Auch Delivery Hero (Lieferheld) und den Möbelversendern Westwing und Home24 wird Milliarden-Potenzial zugebilligt.

Die Banken bringen sich vor dem nächsten Geldsegen unterdessen in Stellung und empfahlen die Aktie von Rocket Internet unlängst gleich mehrfach zum Kauf: So sieht die UBS die Berliner Beteiligungsgesellschaft erst bei 5o Euro fair bewertet, die Hamburger Berenberg Bank ruft gar 53 Euro als Kursziel auf.

Aktuell notieren die Anteilsscheine bei 32 Euro. Damit hat Rocket Internet bereits eine bemerkenswerte Rallye hinter sich: Vor zwei Wochen nämlich lagen die Aktien noch bei rund 21 Euro auf Allzeittiefs – zehn Handelstage später sind es rund 50 Prozent mehr. Fest steht nach einem Jahr an der Börse: Es ist und bleibt ein wilder Ritt für Rocket-Aktionäre.

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