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Pkw-Preise steigen auf Niveau des Jahres 2008

Nachdem der kontinuierliche Anstieg der Preise neu gekaufter Pkw im vergangenen Jahr erstmals nach 30 Jahren gestoppt wurde, ist der Durchschnittspreis der verkauften Neuwagen im Jahr 2010 wieder auf „Vorabwrackprämien-Niveau“ angekommen. Nach Berechnungen des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen unter Leitung von Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer dürften zum Ende des Jahres 2011 erstmals die Ausgaben pro Neuwagen auf 25 000 Euro gestiegen sein.

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In den Durchschnittspreis der verkauften Neuwagen gehen der Listenpreis der Fahrzeuge ohne Extras und ohne Rabatte sowie die Neuwagenzulassungen ein. In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 gaben Autokäufer in Deutschland im Schnitt 24 752 Euro für einen Neuwagen aus, der Run auf Klein- und Kompaktwagen ist der Untersuchung zufolge gestoppt. Zum Vergleich: Im Jahr 1980 habe der Listenpreis des Durchschnittsautos einschließlich Mehrwertsteuer bei 8 420 Euro gelegen und sei bis zum Jahr 2008 permanent gestiegen – auf 24 853 Euro. Nur ein kleiner Teil der Preissteigerungen sei auf Mehrwertsteuererhöhungen zurückgegangen. Nach dem durch die Abwrackprämie bedingten Einbruch im vergangenen Jahr sei nun beinahe der Wert aus dem Jahr 2008 erreicht, denn der Durchschnittspreis eines Neuwagens habe im September 2010 bei 24 752 Euro gelegen. Bezogen auf das Jahr 1980 würden damit mehrwertsteuerbereinigt pro Neuwagen 179 Prozent mehr ausgegeben.

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Für die ersten neun Monate des Jahres 2010 beziffert Dudenhöffer den Anstieg des Durschnittspreises der in Deutschland verkauften Neuwagen auf 2 977 Euro (13,7 Prozent), und es sei davon auszugehen, dass der Gesamtpreis bis Jahresende bei 24 820 Euro und damit nahezu auf dem Niveau des Jahres 2008 liege. Im Jahr 2011 könnte die Marke 25 000 Euro überschritten werden. Während in den vergangenen fünf Jahren die Käufer pro BMW-Neuwagen mehr ausgegeben hätten als bei Mercedes, habe sich dies im Jahr 2010 geändert. Zudem habe Audi mit einem Zuwachs von 1 360 Euro weiter aufholen können. Bei den deutschen Volumenherstellern seien die Durchschnittsausgaben für Ford-Neuwagen mit 2 076 Euro am stärksten gestiegen, allerdings hätte Ford im Vorjahr durch die Abwrackprämie auch den größten Rückgang verzeichnen müssen.

Als interessant bewerten die Wissenschaftler des Duisburger CAR Center auch die Entwicklung der Preise pro Neuwagen bei Skoda. Der Durchschnitts-Skoda sei mittlerweile mit 18 404 Euro teurer als der Durchschnitts-Opel. Das zeige die Positionierungsprobleme der Marke. In den letzten Jahren habe sich Skoda immer weiter vom Einsteiger-Auto zum VW-Wettbewerber entwickelt – der Preisabstand zu VW habe in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 nur noch 4 205 Euro ausgemacht, während der Preisabstand zwischen Audi und VW rund 14 000 Euro betragen habe. Dies zeige, dass Skoda in seiner derzeitigen Positionierung VW „kannibalisiert“. Dem VW-Konzern fehle im deutschen Markt die Einsteigermarke. Insgesamt hätten deutsche Volumenmarken prozentual stärker zugelegt als Premium-Hersteller. Der Durchschnittspreis für ein Premium-Produkt einer deutschen Marke habe sich in den vergangenen zehn Jahren um 23 Prozent erhöht. Eigenen Prognosen zufolge würden im Jahr 2010 in Deutschland 2,95 Millionen Neuwagen zugelassen. Angesichts der erläuterten Preiserhöhungen ergebe sich ein Umsatz im deutschen Neuwagenmarkt von 72,2 Milliarden Euro.

www.uni-due.de

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