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Pinterest erfolgreich für den Onlinehandel nutzen

Bisher bringt Facebook den meisten Social Traffic im Commerce. Doch das Bildernetzwerk Pinterest holt auf. Die Erträge stimmen bereits. Der durchschnittliche Bestellwert ist bei Pinterest-Kunden schon deutlich höher als bei Bestellungen über Facebook oder Twitter.

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Von Anne-Kathrin Keller

Das Auge shoppt mit. Facebook ist nach wie vor der Spitzenreiter, wenn es um E-Commerce geht. Fast 80 Prozent des Social Traffics laufen über das Portal. Allerdings sind die Umsätze eher klein. 95 Dollar gibt der Nutzer dort im Durchschnitt aus. Bei Twitter sind es sogar rund 20 Dollar weniger. Bei Pinterest hingegen sind es 169 Dollar. Daher sehen Social-Media-Experten die Zukunft von E-Commerce bei Pinterest.

Die Bedeutung von Pinterest

In den USA erlebte Pinerest einen wahren Boom – mittlerweile gehört die Seite zu den zwanzig meist besuchten Websites und ist das drittgrößte soziale Netzwerk in den USA. Im ersten Quartal dieses Jahres lag Pinterest an der Spitze aller sozialen Netzwerke, was Umsatzvolumen, Anzahl der gekauften Produkte und Kaufhäufigkeit betraf.

Pinterest ist in den ersten zwei Jahren schneller gewachsen als Twitter und Facebook in ihrer Anfangszeit. Das Netzwerk hat es von null auf zehn Millionen Besucher pro Monat geschafft. Auch in Deutschland holt Pinterest auf: Die Wachstumsrate für 2012 Wachstumsraten lag hierzulande bei fast 300 Prozent.

Wie Pinterest funktioniert

Das Prinzip von Pinterest ist einfach: User posten Bilder aus dem Internet auf ihrer eigenen Pinwand. Bis vor kurzem gab es nur eine Beta-Version. Jetzt ist die Seite frei für jeden Nutzer. Der durchschnittliche Pinterest-Nutzer ist zwischen 25 und 45 Jahre alt, hat Kinder und ist verhältnismäßig wohlhabend. Die Beschäftigung mit „schönen Dingen“ lockt gerade Frauen an. In den USA sind 83 Prozent der Nutzer weiblich. Das ist neu. Üblicherweise sind es Männer, die neue Onlinedienste ausprobieren.

Ein Vorteil von Pinterest: Der Adressatenkreis ist deutlich größer als bei anderen sozialen Netzwerken. Durch den visuellen Fokus entfällt die Sprachbarriere. Anders als bei Facebook und Twitter tauschen sich Nutzer nicht notwendigerweise mit Freunden aus, sondern mit Fremden. Das birgt enorme Chancen für den E-Commerce.

Geld verdienen mit Pinterest

Für alle, die etwas zu verkaufen haben, ist das Netzwerk ein Segen: virales Marketing, vom potenziellen Käufer betrieben. Meldet sich ein User bei Pinterest an, werden zunächst seine Interessen abgefragt, um ihm dann für ihn interessante Profile vorzuschlagen. Er bekommt also automatisch eine Auswahl an Bildern und Produkten präsentiert.
Für Onlineshop-Betreiber, die ohnehin Fotos von den eigenen Produkten erstellen, ist Pinterest eine perfekte Zweitverwertungsplattform neben dem eigenen Shop. Sie können ihre Reichweite ohne zusätzliche Kosten erhöhen.


E-Commerce-Reihe auf absatzwirtschaft.de

Die neue E-Commerce-Reihe auf absatzwirtschaft.de. In den vergangenen Wochen erschienen:
>>>Wie Facebook mit seiner E-Commerce-Strategie Werbekunden verärgert
>>>Verkaufen in 140 Zeichen – E-Commerce mit Twitter


Pinterests Geschäftsmodell besteht darin, dass Nutzer über Links hinter den Bildern in entsprechende Shops geleitet werden. Das Verlinken passiert weitgehend automatisch. Die User selbst sind somit die Werbenden. Das Prinzip funktioniert: Laut einer Analyse des amerikanischen Branchenreports Mashable bringt Pinterest mehr Käufer in Onlineshops als Google+, Youtube und Linkedin zusammen. Zudem sind die Pinwände der Nutzer für Werbende interessant. Sie sagen einiges über die Personen aus und können gezielt eingesetzt werden.

Für Unternehmen ist Pinterest kostenlose Werbung. Dennoch haben erst wenige deutsche Unternehmen das Netzwerk für sich entdeckt. Laut einer Studie von Searchmetrics haben Apple und H&M die meisten Pins. Das liegt daran, dass beide Unternehmen alle ihre Online-Aktivitäten in einem internationalen Shop zusammenlaufen lassen. In den rein deutschsprachigen Onlineshops steht Zalando vor Tchibo und Amazon Deutschland. In der Studie wird deutlich: Die breite Palette der deutschen Onlineshops setzt Pinterest noch nicht ein, nur wenige haben einen Pinterest-Button auf ihrer Website. Mit Blick auf die Wachstumszahlen und das Potenzial für E-Commerce sollte sich das in Zukunft drastisch ändern.

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