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Pay-TV ist out

Nachdem Leo Kirch seinen Pay-TV-Sender Premiere an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geführt hat, gibt es für Pay-TV in Deutschland keine Chance mehr.

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In Deutschland hat Pay-TV einen schweren Stand. Die interessanten Inhalte wie beispielsweise große Sportereignisse sind – nicht zuletzt dank einer starken politischen Lobby – im Free-TV zu sehen. Hinzu kommt, dass es im Rahmen des interaktiven Fernsehens zukünftig auch „Online-Videotheken“ geben wird. Ihr Vorteil: Die Fernsehzuschauer können sich interessante Filme je nach Bedarf vom Sessel aus ins heimische Fernsehprogramm holen. Die Zukunft heißt: interaktives Fernsehen (iTV). Bis 2005 werden bereits die Hälfte der 36 Millionen TV-Haushalte in Deutschland digitales Fernsehen nutzen und damit auch potenzielle Kunden für die neuem interaktiven Angebote sein, heißt es in der Studie „Technologiekompass 2005“ der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

Bei iTV kann der Kunde nicht nur sein Programm zeitlich und inhaltlich selbst zusammen stellen, sondern auch E-Mails verschicken, sich an interaktiven Spielen erfreuen oder Bankgeschäfte erledigen. In Großbritannien hat der Satellitensender BSkyB des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch seit 1999 bereits mehr als zehn Millionen Teilnehmer gewonnen. Die Studie prognostiziert bis 2005 einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro für interaktive TV-Plattformen. Die Voraussetzungen sind da: Im Dezember 2001 einigten sich bereits die Landesmedienanstalten und die TV-Sender auf einen einheitlichen Standard für interaktives und digitales Fernsehen: Die Multimedia Home Platform (MHP).

Problematisch war für Premiere auch der Kauf teurer Rechte für Hollywood-Filme und die extrem hohen Kosten für exklusive Sportereignisse wie Formel 1 oder die Champions League. Pro Saison muss die Kirch-Gruppe allein 410 Millionen Euro bezahlen, um exklusiv über alle Spiele der Bundesliga berichten zu dürfen. Die Lokomotivfunktion für andere Angebote des Senders konnte der Fußball aber nicht erfüllen. Allein im vergangenen Jahr betrug der Gesamtverlust von Premiere 1,9 Milliarden Euro. Seit dem Einstieg von Leo Kirch 1996 stieg die Anzahl der Premiere-Abonnenten von 1,3 Millionen auf 2,4 Millionen im Jahr 2001. Um profitabel zu sein, wären vier Millionen zahlende Zuschauer notwendig.

www.mummert.de

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