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Pay-TV boomt: VPRT meldet neue Rekordwerte

Hannes Heyelmann, Vorsitzender des Arbeitskreises Digital Pay-TV im VPRT, beobachtet eine zunehmende Bereitschaft der Zuschauer, für Qualität zu zahlen. © Turner Broadcasting System Deutschland / Fabian Helmich

Das Pay-TV in Deutschland bleibt auf Wachstumskurs. Das verkündet der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) nach den Auswertungen der Zahlen des vergangenen Jahres. So wurden 2014 bei Umsätzen, Abonnenten und Nutzung neue Rekordwerte erreicht. Auch im ersten Halbjahr 2015 hielt die Wachstumsdynamik an.

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Wie der Verband in seiner Eigenstudie „Pay-TV in Deutschland 2015“ veröffentlicht, sind die Pay-TV- und Paid-Video-on-Demand-Umsätze in Deutschland 2014 von 2,05 Milliarden Euro im Jahr 2013 um rund 8 Prozent auf 2,22 Milliarden Euro gestiegen. In der D/A/CH-Region lagen die Pay-TV- und Paid-VoD-Umsätze bei rund 2,4 Milliarden Euro. Für 2015 prognostiziert der VPRT einen weiteren Anstieg des Umsatzvolumens um rund 7 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Euro in Deutschland beziehungsweise rund 2,6 Milliarden Euro im deutschsprachigen Raum.

Steigende Abonnenten- und Nutzungszahlen

Der Umsatzanstieg basiert auf dem deutlichen Abonnentenwachstum der Pay-TV-Sender und -Plattformen, was eine steigende Verfügbarkeit von Pay-TV in den Haushalten zur Folge hat. Die Zahl der Abonnenten stieg 2014 um knapp 10 Prozent auf 7 Millionen Abonnenten in Deutschland, beziehungsweise rund 7,7 Millionen in der gesamten D/A/CH-Region. Für 2015 prognostiziert der VPRT weiteres Abonnentenwachstum und eine Pay-TV-Penetration in Deutschland von erstmals über 20 Prozent der Haushalte.

Pay-TV-Programme_text

Das spiegelt sich auch in der tatsächlichen Nutzung der Pay-TV-Programme wider: Im ersten Halbjahr 2015 lag die durchschnittliche monatliche Pay-TV-Reichweite der von der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) lizenzierten Pay-TV-Sender bereits bei 11,6 Millionen Zuschauern gegenüber rund 10 Millionen im Vergleichszeitraum 2014. In den Pay-TV-Haushalten lag der monatsdurchschnittliche Zuschauermarktanteil bei 16,8 Prozent. Über alle Haushalte hinweg, also einschließlich der Haushalte, die kein Pay-TV abonniert haben, betrug der durchschnittliche Zuschauermarktanteil im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 2,7 Prozent gegenüber 2,2 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum.

Pay-TV-Abonnenten

 

„Menschen sind zunehmend bereit, für Qualität zu zahlen“

Derzeit sind in Deutschland 90 Pay-TV-Programme abonnierbar, davon 40 im Genre Unterhaltung, gefolgt von den Genres Sport (15), Dokumentation (15), Musik (10) und Kinder (10). Über 1 Milliarde Euro wurden nach VPRT-Erhebungen im Jahr 2014 in das Programm investiert, zunehmend auch in Eigenproduktionen.

Pay-TV-Programme

Hannes Heyelmann, Senior Vice President und Managing Director Turner Broadcasting System in Zentral- und Osteuropa und Vorsitzender des Arbeitskreises Digital Pay-TV im VPRT: „Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend in den nächsten Jahren fortsetzt und sich der deutsche Markt mit Blick auf die Pay-TV-Penetration den anderen europäischen Märkten annähert. Auch die hohen Wachstumsraten und das Auftreten starker Player im Bereich SVOD sehen wir nicht als Bedrohung für dieses Wachstum. Vielmehr spricht es dafür, dass die Menschen in Deutschland zunehmend bereit sind, für qualitativ hochwertige Bewegtbildinhalte zu zahlen. Darüber hinaus müssen wir aber natürlich auch angemessen auf das sich ändernde Nutzerverhalten reagieren. Es ist für uns daher weiterhin von großer Bedeutung, in starke Inhalte zu investieren und uns die notwendigen Multiplattformrechte zu sichern.“

 

Kommunikation

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