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Pausbacken für Brandt: Zwiebackmarke sucht neues Markengesicht

Der Zwiebackhersteller Brandt sucht ein neues Markengesicht: Nach über 30 Jahren soll der pausbäckige Blondschopf auf der orangenen Packung ersetzt werden - aber nur für einige Monate.

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Es gibt wohl kaum jemanden der dieses Lächeln nicht kennt: Der kleine Junge mit den Milchzähnen und dem strohblonden Schopf, der seit 1983 die orangene Packung des Zwiebacks von Brandt ziert. Nun aber soll er weichen, einem anderen Lächeln, einem anderen Gesicht. Im nächsten Jahr, kündigte Firmenchef Carl Jürgen Brandt an, werde die Packung in neuem Design erscheinen. Aber, das sei vorweggenommen: nur für einige Monate. Das Markengesicht, seit 32 Jahren Quasi-Bestandteil des Brandt-Logos, bleibt.

Nicht alle Kunden sind glücklich mit dem Vorhaben

Der Zwieback-Hersteller Brandt wirbt seit jeher mit pausbäckigen kleinen Kindern auf ihren Packungen. Nur drei Mal wurden die Gesichter seit der ersten Auflage von 1929 – damals noch eine Zeichnung – ausgetauscht: 1955, 1973 und 1983.

Brandt’s Zwieback ist eine Retromarke mit Kultfaktor. Verständlich also, dass nicht alle Kunden von dem Vorhaben des Familienunternehmens begeistert sind. Auf Facebook äußerten die ersten Nutzer ihren Unmut, nachdem die Nachricht am Wochenende öffentlich wurde.

Ich möchte kein neues Kindergesicht auf dem Zwieback. Man ist das seit Jahren gewöhnt und verbindet das mit der Marke! Wissen Ihre Marketingleiter sowas nicht? Neues Gesicht wird sich nicht gut verkaufen.

Posted by Leila Berlin on Sunday, 2 August 2015

Ich hab gerade einen Artikel gelesen,dass ihr das Gesicht von dem Zwiebackpackung ändert wollt,BITTE NICHT,so bin ich gross geworden und so möchte auch weiter meinen Zwieback kaufen und geniessen.

Posted by Karina Chg Helfrich on Sunday, 2 August 2015

Image-Wandel ist bereits auf dem Weg

Während sich die meisten Unternehmen Markenbekanntheit und Kundenbindung wie Brandt nur wünschen können – die Marke hat einen Bekanntheitsgrad von etwa 95 Prozent – hat der Zwiebackhersteller so manches Problem damit. Denn: Der Zwieback-Absatz sinkt, Brandt büßt derzeit jährlich rund zwei Prozent Umsatz ein. Das Unternehmen versucht deshalb seit Jahren, Portfolio und Markenimage zu dehnen, wo es nur geht: mit happen-großem Gebäck, mit Schokolade überzogen oder Kokosraspeln, in Herzform. Im TV bewirbt Brandt die Leckereien für Zwischendurch auf moderne und spitzbübische Art – beispielsweise mit einem schwulen Pärchen – aber ohne den Wonneproppen, das Gesicht des althergebrachten Logos.

„Bei den neueren Varianten soll der Genuss im Vordergrund stehen und nicht das, was mit dem Kind verbunden wird, nämlich diätetische Nahrung“, erläuterte Brandt-Geschäftsführer Christopher Ferkinghoff gegenüber der Welt. Das Kind wiederum ist und bleibt fest mit dem klassischen Zwieback verbunden – um der Marke treu zu bleiben und die mit aufgewachsenen Kunden nicht zu vergraulen.

Temporäre Marketingaktion mit Nena

Die anstehende Aktion ist daher auch nur temporär angelegt und eher eine Marketingkampagne als ein Imagewandel, nach dem Vorbild der Aktion „Dein Gesicht auf Kinder Schokolade.“ Die neuen Gesichter werden nur für einige Monate von den orangenen Packungen lächeln. Im Internet können sich Eltern bewerben, deren Kinder zwischen sechs und acht Jahren alt sind und meinen, ihr Kind wäre genau das richtige für die Aufgabe. Sängerin Nena bewirbt das Vorhaben. Eine Jury wählt dann sieben Kinder aus, deren Portraits über einige Monate hinweg auf die Packungen des Gebäcks gedruckt erscheinen werden.

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Kommentare

  1. Zwieback Bildmarke Brandt

    Die Zweibackkinder wirken nicht nur pausbäckig, sie sind es auch – schrecklich! Das paßt nicht in eine moderne vielschichtige Gesellschaft, die aus mehr besteht als aus kleinen zu blonden und zu fetten Jungs und Mädchen mit schrecklichen Frisuren*.

    Kein Wunder, daß der Absatz einbricht. Niemand kann sich damit identifizieren, der nicht ein Vergangenheitsverhafteter ist.

    Meine Kinder, beide um die 40, gehören nicht dazu und haben ebenfalls Kinder – zwischen 6 und 8.

    *Man würde gern wissen, wie die heute aussehen.

  2. das bild wäre mir egal, würde er wenigstens noch so schmecken wie damals .meine kinder und ich sind seit einigen jahren echt enttäuscht ! seit der neuen rezepzur oder anderer backweise,was auch immer da geschehen ist, schmeckt er nicht mehr so gut !
    früher war er wirklich dunkler (fast orange wie die Packung),knusprig cross,und alleine der duft aus der Tüte war unwiderstehlich.jetzt sieht er aus wie zu früh aus dem ofen,schmeckt fade,das obere stück(wir sagten immer der deckel) verlor auch an geschmack.die krumen ,die in der alu- tüte zurückblieben schmeckten am besten ,darum wurde immer gestritten.jetzt werfen wir es weg,weil es einfach nicht mehr dieses aroma hat.ich glaube ,die veränderung war etwa gleichzeitig wie die änderung von der tüte auf den pappkarton.jetzt schmeckt er so wie früher der „billigzwieback“,den wir nicht anrührten wenn mutter diesen kaufte.also,was ist passiert? warscheinlich war damals noch alles drin was heutzutage verboten oder nicht gern gesehen ist ?! künstliche aromastoffe,konservierungsstoffe,farbstoffe etc.! von mir aus könntendie heute noch drin sein -würde er nur diesen supergeschmack wieder haben .

  3. Nena ist sich offenbar für nichts zu schade. Vor fünfzehn Jahren hat das Unternehmen Millionen Subventionen abkassiert, um dafür die Produktion von Hagen nach Thüringen zu verlagern. Dafür hat es in Hagen – auch die Heimatstadt der Sängerin – 500 Mitarbeiter auf die Straße geschmissen. Nena scheint in der gleichen Liga zu spielen: alles wurscht, solange man nur abkassieren kann.

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