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Option auf Geldsendung soll Facebook profitabler machen

Das Online-Bezahlsystem „Click and Buy“ soll im sozialen Netzwerk Facebook ab Februar erstmals Überweisungen ermöglichen. Zwar trifft die Entscheidung, Bezahlsysteme auch bei Seiten wie Facebook einzuführen, nach Informationen des Handelsblatts in der Branche auf positive Resonanz, doch bleibt die Frage nach der Datensicherheit bestehen.

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Im Zeitalter des Internets sei die Privatsphäre für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nicht mehr zeitgemäß. Da Mitglieder seines Online-Netzwerkes ohnehin mehr und mehr Privates von sich offenbarten, halte der 25-jährige das für ein überholtes Konzept. Facebook wolle künftig einen Schritt weiter gehen und den rund 350 Millionen Nutzern in aller Welt auch ermöglichen, Geldüberweisungen untereinander zu tätigen. „Wir werden im Laufe des Februars damit beginnen“, lässt sich Charles Fränkl als CEO von Click and Buy zitieren. Nach Unternehmensangaben ist geplant, in der ersten Stufe Zahlungen von bis zu 50 Euro oder Dollar zu ermöglichen. In einer späteren Ausbaustufe sollen auch Beträge von bis zu 2 500 Euro überwiesen werden können.

Soziale Netzwerke müssten nach Jahren der Investitionen Geld verdienen und in der neuen Anwendung besteht laut Click and Buy eine Möglichkeit, junge Zielgruppen für den elektronischen Einkauf zu erschließen. Nach Firmenangaben stammen bereits mehr als zwei Drittel aller Nutzer von Facebook aus den USA und sind jünger als 25 Jahre, während jedes zehnte Facebook-Mitglied aus Deutschland oder Österreich komme. Auch die grassierende Stimmung der Unsicherheit durch die jüngste Panne mit EC- und Kreditkarten beeindrucke Fränkl nicht: „Wir sehen eine wachsende Akzeptanz vom Bezahlen im Internet.“ Sein Konzern schätze das Wachstum europaweit auf drei bis fünf Prozent.

Ein Problem mit der Datensicherheit sähen Experten bei der Entscheidung, Bezahlsysteme auch bei Online-Netzwerken einzuführen, vorerst nicht. Im Fall von Click and Buy müsste der Kunde ein eigenes Konto mit seiner Bankverbindung oder Kreditkarte eröffnen, sodass das Unternehmen bei Transaktionen sowohl die Zahlungsbereitschaft seiner Kunden als auch die Seriosität seines Händlers und Geschäftspartners überprüfen kann. Um das Sicherheitsrisiko zu reduzieren, wolle der Konzern ausschließlich mit eigenen Softwarelösungen arbeiten, die von einem 60-köpfigen Entwicklerteam im indischen Hyderabad entwickelt werden.

www.handelsblatt.com

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