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Onlineshopping: „Silver Surfer“ holen auf

Die Internetnutzer der Generation 55plus kaufen mittlerweile fast so häufig online ein wie die Onlineshopper unter 55 Jahren. Über alle Produktkategorien hinweg bestellen 66 Prozent der „Silver Surfer“ mindestens monatlich im Internet und schließen damit immer weiter zu den jüngeren Befragten auf, von denen 82 Prozent zu den Onlinekäufern zählen. Lediglich beim Shopping via Smartphone und Tablet liegen die älteren Konsumenten noch zurück.

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Das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse-Coopers (PwC) hat eine Sonderauswertung seiner Multi-Channel-Studie 2013 „Total Retail – Wie der Multi-Channel-Konsum das Geschäftsmodell des Handels von morgen verändert“ vorgenommen. Mehr als 1.000 Konsumenten, die bereits im Internet eingekauft haben, waren für die Studie befragt worden, darunter rund 20 Prozent aus der Generation 55plus.

73 Prozent der Befragten ab 55 Jahren recherchieren und kaufen ihre Bücher, Musik, Filme und Videospiele im Internet. Auch Unterhaltungselektronik und Computer (58 Prozent) sowie Spielwaren (44 Prozent) kaufen die „Silver Surfer“ bereits mehrheitlich in Onlineshops. Die Produktrecherche im Ladengeschäft mit anschließendem Kauf bevorzugt die Generation 55plus aber weiterhin vor allem bei Lebensmitteln (82 Prozent), Heimwerkerbedarf (66 Prozent), Möbeln und Haushaltswaren (57 Prozent) sowie Gesundheits- und Kosmetikprodukten (54 Prozent).

Handel muss in kanalübergreifende Einkaufsmöglichkeiten investieren

„Die Generation 55plus hat das ‚Home-Shopping’ via Internet für sich entdeckt. Die Vorteile, die der Online-Einkauf insbesondere für die zahlungskräftige ältere Generation bietet, wiegen offenbar schwerer als die traditionellen Stärken des stationären Handels. Der Handel sollte also mit Blick auf die demografische Entwicklung in Deutschland weiter in seinen Onlinevertrieb, aber auch in kanalübergreifende Einkaufsmöglichkeiten investieren“, kommentiert Gerd Bovensiepen, Leiter des Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa bei PwC.

So ist die Möglichkeit, von zu Hause aus einkaufen zu können, für zwei Drittel (65 Prozent) der Älteren ein entscheidendes Motiv für das Onlineshopping. Wenn die Generation 55plus ein Produkt lieber im stationären Einzelhandel kauft, dann weil sich die Waren dort „ansehen, ausprobieren und anfassen“ lassen (63 Prozent). Demgegenüber kauft nur etwa jeder Fünfte der Generation 55plus lieber offline, weil er sich im stationären Einzelhandel besser beraten fühlt (22 Prozent) oder den stationären Handel mit Bedacht unterstützen will (21 Prozent).

Mobile Payment ist seltene Ausnahme

Die „Silver Surfer“ nutzen das Internet aber nicht nur für den Einkauf von zu Hause aus, sondern auch unterwegs: 80 Prozent der älteren Smartphone-Besitzer vergleichen Preise über den mobilen Onlinezugang oder informieren sich über Produktalternativen.

Eher konservativ ist die Generation 55plus demgegenüber bei der Auswahl des Zahlungswegs. Die meisten Befragten nutzen die klassische Zahlung auf Rechnung (95 Prozent), Paypal (72 Prozent), Vorkasse (60 Prozent) aber auch die Zahlung mit EC- oder Kreditkarte (58 Prozent). Demgegenüber haben erst vier Prozent der Befragten mit dem Smartphone bezahlt – von den 18- bis 24-Jährigen hat dies fast jeder vierte schon einmal getan.

(PwC/asc)

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