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Online-Werbewirtschaft startet Selbstregulierung für nutzungsbasierte Werbung

Unter dem Dach des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat die deutsche Online-Werbewirtschaft die Selbstregulierung im Bereich nutzungsbasierter Onlinewerbung gestartet. Zur Koordinierung und Durchsetzung der Pflichten aus der Selbstregulierung in Deutschland wurde der „Deutsche Datenschutzrat Online-Werbung“ (DDOW) mit Sitz in Berlin gegründet. Sein Sprecher ist Matthias Wahl. Direkt an den Werbemitteln wird künftig ein Piktogramm darüber informieren, wenn Werbedienstleister nutzungsbasierte Onlinewerbung einsetzen.

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Onlinewerbung ist und bleibt die wichtigste, unverzichtbare Finanzierungsgrundlage für vielfältige, gerade auch kostenlose Dienste- und Inhaltsangebote im Internet. Die Relevanz der werblichen Information bestimmt dabei entscheidend über den Nutzen der Werbebotschaft sowohl für den Werbetreibenden als auch für den Adressaten. Bedeutung gewinnt hierfür zunehmend „Online Behavioral Advertising“ (OBA), bei dem oft spezialisierte Werbedienstleister auf Basis anonymer beziehungsweise pseudonymer Nutzungsdaten Annahmen über die mutmaßlichen Interessen von Konsumentenzielgruppen treffen. Die neu gegründete Selbstregulierung, die sich im DDOW formiert hat, wird die Transparenz und Kontrollmöglichkeiten in diesem Bereich effektiv stärken.

Beschwerde- und Sanktionsmechanismus eingerichtet

Mit einem transparenten Beschwerde- und Sanktionsmechanismus für die Durchsetzung der Selbstregulierung knüpft der DDOW an die jahrzehntelange Erfahrung und weithin anerkannten Erfolge des Deutschen Werberats im ZAW an. ZAW-Präsident Michael Kern erklärt: „Mit der Gründung des Deutschen Datenschutzrates Online-Werbung ergänzen wir das seit 40 Jahren etablierte System der Werbeselbstregulierung im ZAW um eine digitale Komponente und stellen uns so für die Zukunft noch breiter auf.“

Die Ziele der Initiative nennt Matthias Ehrlich, Vizepräsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW): „Die neue Selbstregulierung setzt auf den bestehenden Leistungen der deutschen Online-Werbewirtschaft für datenschutzfreundliche Technologien auf. Wir wollen für besseres Verständnis der Privatnutzer von den Zusammenhängen bei Onlinewerbung sorgen und sie damit in ihrer Selbstbestimmung unterstützen.“ Gleichzeitig werde den spezialisierten Dienstleistern ermöglicht, den Mehrwert ihrer Leistungen und deren technische Basis greifbar zu machen.

Einheitliches Piktogramm bereits im Einsatz

DDOW-Sprecher Matthias Wahl sieht in Akzeptanz und Vertrauen die Basis für erfolgreiche Werbung und betont: „Hierfür soll die neue Selbstregulierung die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Ihre Vorgaben sind europäisch harmonisiert.“ Dank der neuen Selbstregulierung könne der private Nutzer künftig durch ein einheitliches Piktogramm direkt an den Werbemitteln mehr über den Einsatz von OBA erfahren. Er sehe auf einen Blick, ob und welche Werbedienstleister Informationen für nutzungsbasierte Online-Werbung erheben und verwenden. Und über das zentrale Präferenzmanagement unter www.meine-cookies.org kann der Einsatz solcher Werbung direkt und einfach gesteuert werden.

Die praktische Umsetzung der Selbstregulierungsverpflichtungen durch die deutsche Online-Werbewirtschaft ist nach Informationen des DDOW bereits im Gang. Verbraucher begegneten dem einheitlichen Piktogramm für OBA bereits im Netz – und würden dieses in Kürze immer häufiger wahrnehmen und nutzen können.

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