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Online-Sammlung liefert Vergangenheit von Marken auf Knopfdruck

Die Internet-Plattform „Adsandbrands.com“ lädt zu einer Zeitreise um „Inserate und Marken“ ein und ist laut Herausgeber Hans Böck „das größte Online-Werbearchiv der Welt". Insgesamt hat er gemeinsam mit fünf Mitarbeitern der Edition Böck in Wien und Bad Vöslau (Niederösterreich) bereits 22 000 Anzeigen ins Netz gestellt, wobei die älteste aus dem Jahr 1690 stammt.

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Die Homepage soll jedoch nicht nur eine Auflistung von Anzeigen, Inseraten und Sujets deutschsprachiger und amerikanischer Marken- und Werbegeschichten sein, sondern auch ein Spiegel der Gesellschaft aus dem Blickwinkel der Marken und der Werbung. Beispielsweise jubilierten in der Reklame der 1950er-Jahre Hausfrauen im Doris-Day-Look über neue Haushaltsgeräte, nähmen die Werbeprofis in den 1960ern Anleihen bei den Hippies, und hätte sich in den 1980ern die Dauerwelle großer Beliebtheit erfreut. Für die Dokumentation erwarb Böck jede Menge Tageszeitungen, Illustrierte und Magazine: „In den letzten fünf Jahren habe ich 150 000 Euro alleine in den Ankauf von Medien investiert.“

Doch obwohl die Gesamtkosten der Homepage bei rund 1,5 Millionen Euro lägen, ist sich der 57-Jährige sicher, dass es mit der Idee, alte Werbungen zu sammeln, irgendwann auch einmal Geld zu verdienen gibt: „An das Projekt glauben mittlerweile auch maßgebliche Wirtschaftsbosse, die mich in meinem Antrieb bestärken.“ Um das Archiv künftig weiter auszubauen, würden täglich Updates eingespielt. Zudem erlaube eine Suchfunktion, nach Jahren, Marken, Firmen oder bekannten Werbegesichtern zu suchen. „Viele Firmen leben für den Augenblick, denken und planen für die Zukunft und verlieren ihre Vergangenheit aus den Augen. Wir können die Vergangenheit ihrer Marken liefern. Auf Knopfdruck“, unterstreicht Böck.

www.adsandbrands.com,

www.kurier.at

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