Suche

Anzeige

Online-Reiseportale: Für die mobile Kundschaft schlecht gerüstet

Wie finden Sie Ihre Reise? © Fotolia 2015

Reiseanbieter verpassen bisher die Chance sich als digitaler, mobiler Reisebegleiter über die Buchung hinaus zu empfehlen. Von zwölf untersuchten Anbietern erreicht keiner die Gesamtwertung „gut“ im Bereich Usability. Dabei gehört die Reisebranche zu den Pionieren des E-Commerce.

Anzeige

Auf den wachsenden mobile Commerce via Smartphone ist die Reisebranche aber nur unzureichend vorbereitet.

Der Testsieger TUI verpasste die „Sehr gut“-Bewertung nur knapp mit einer guten Bewertung in vier von sechs Untersuchungsfeldern. Die ersten Usability Probleme entstehen schon bei der Google Suche. Diese wurde im Testverfahren mit den Suchwörtern „last minute“ durchgeführt.Viele Anbieter befolgen noch nicht die Google Richtlinien, die mit der Initiative „mobile friendly“ bekannt wurden und müssen bei der Einführung des nächsten Google Algorithmus ein schlechteres Ranking befürchten.

Mangelhaftes Filter- und Listendesign

Im weiteren Verlauf der im Testverfahren durchgeführten Urlaubsrecherche fiel vor allem mangelhaftes Filter- und Listendesign auf. Sortierfunktionen sind im Vergleich zu Desktop-Webseiten eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Die Navigation wird oft durch langes Scrollen erschwert. Wichtige Informationen wie Kundenbewertungen fehlen oder werden für Smartphones ungünstig dargestellt. Immerhin sieben Anbieter haben hier problematisch abgeschnitten.

Cross-Device-Nutzung wird noch kaum unterstützt

Die Zahl der Nutzer, die mehrere Endgeräte im Einsatz haben, steigt stetig. Bei alltäglichen Aktionen wie Online Shopping wechseln laut einer Google Studie 90 Prozent dieser Nutzer ganz selbstverständlich zwischen verschiedenen Geräten wie Smartphone, Desktop-Rechner und Notebook hin und her. Nur fünf von zwölf untersuchten Reiseportalen können dieses Verhalten bisher unterstützen, davon drei mit gravierenden Mängeln.

Im Branchendurchschnitt wartet ein Smartphone-Nutzer mit einer UMTS-Verbindung 8,8 Sekunden bis er eines der Reiseportale verwenden kann. Expedia hat die kürzeste Ladezeit mit 4,8 Sekunden, erreicht dies aber mit einem recht kargen Informationsangebot. Das Performance-Schlusslicht Bucher Reisen braucht knapp 14 Sekunden Ladezeit bis die mobile Website geladen ist. Hier liegt großes Optimierungspotential, denn die Kundenzufriedenheit und Buchungsrate sinkt ab einer Wartezeit von 4 Sekunden erheblich.

Erhebliche Probleme im Buchungsprozess

5 von 12 untersuchten Anbietern wiesen erhebliche Usability-Mängel im Buchungsprozess auf. Fehlende mobile Optimierung der Eingabeelemente, unzureichende bis rudimentäre Behandlung von Eingabefehlern und fehlende Zusatzangebote (gegenüber der Desktopversion) wie Versicherungen und Mietwagen waren einige der häufigsten Probleme. Am besten abgeschnitten hat hier HolidayCheck mit einem größtenteils vorbildlichen Buchungsprozess.

Den Wachstumsmarkt mit einer mobile Strategie begegnen

Sascha Langfus, Leiter der Sevenval Consulting, vermisst ein gezieltes Vorgehen, um die Chancen des wachsenden M-Commerce zu nutzen: „Wir konnten bei keinem der Anbieter eine mobile Strategie erkennen, die mehr zum Ziel hat, als die Funktionen von Webseiten mehr schlecht als recht für mobile Geräte aufzubereiten. Die Unternehmen versäumen dabei die Chance sich von der Buchung über den Service am Reiseziel bis zum Rückflug als Reisebegleiter auf dem Smartphone anzubieten. Wir sehen hier ein großes Potential zur Kundenbindung, um sich aus dem homogenen Reiseangebot hervorzuheben.“

Kommunikation

Apple- gegen Android-Nutzer: So sehr turnen alte Smartphones Frauen ab

So geht es tatsächlich zu auf dem Dating-Markt im Jahr 2018: Besitzt man ein altes Smartphone, kann es sein, dass die Frau nie wieder anruft. Das Smartphone hat einen maßgeblichen Anteil an der Begehrlichkeit bei der Partnerwahl. Das will das Tech-Wiederverkaufsportal Decluttr in einer Studie herausgefunden haben: So hätten iPhone-Besitzer die besseren Aussichten, einen Partner zu finden als Android-Nutzer. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Die Grundbausteine des Marketings: Mehr Kritik wagen!

Frage an Radio Eriwan: „Wäre Kritik am Marketing.“ Antwort: „Ja, aber es wäre…

Amazon hat am Prime Day 2018 mehr als 100 Millionen Produkte verkauft

Prime Day bedeutet 36 Stunden bei Amazon shoppen. Anfang der Woche war es…

Nach Zuckerbergs Holocaust-Fauxpas: Facebook beseitigt Fehlinformationen, die zu Gewalt führen

Facebook wird bereits mit mehr als 600 Milliarden Dollar bewertet, doch Konzernchef Mark…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige