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Online-Erlöse und Paid Content sollen Wende bringen

Die Mehrheit der Top-Entscheider der Verlagsbranche setzt auf eine wirtschaftliche Erholung der Printmedien im nächsten Jahr. Online-Erlöse und Paid Content spielen bei den positiven Zukunftserwartungen eine wichtige Rolle, nur eine kleine Minderheit geht von steigenden Vertriebserlösen aus.

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Gleichzeitig erwartet die Branche, dass durch Übernahmen oder Verkäufe von Verlagen die Konsolidierung zunehmen wird. Finanzielle Unterstützung durch den Staat wird mehrheitlich abgelehnt. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des ersten Printmedien-Entscheider-Panels, einer vom Geschäftsbereich Presse Services der Deutschen Post DHL in Auftrag gegebenen Umfrage. 104 Entscheider oberer Führungsebenen der Branche wurden vom Hamburger Marktforschungsinstitut BIK Aschpurwis + Behrens GmbH zur gegenwärtigen und künftig erwarteten Lage der Printmedien befragt.

Die Ergebnisse im Detail: 58 Prozent rechnen mit einem Aufschwung im kommenden Jahr, ein knappes Drittel erwartet ihn in 2011. Dabei hat die derzeitige Krise für 62 Prozent der Befragten konjunkturelle Gründe, für 38 Prozent ist sie strukturell bedingt. Eine große Mehrheit von 88 Prozent der Top-Entscheider geht davon aus, dass der Restrukturierungsdruck auf die Verlage weiter zunehmen wird. Knapp
84 Prozent erwarten deshalb auch eine Zunahme von Verlags-Übernahmen oder -Verkäufen. Staatliche Finanzhilfen wie billige Kredite lehnen die Printmedien-Entscheider für die eigene Branche aber mehrheitlich ab (79 Prozent). Mehr als zwei Drittel der Befragten (70 Prozent) sprachen sich auch gegen den Wegfall der Mehrwertsteuer aus.

Ein Hoffnungsträger der Printmedien sind die Online-Erlöse. Für 2010 geht fast die Hälfte der Entscheider (46 Prozent) von einem Erlösanteil am Verlagsumsatz zwischen zehn und 25 Prozent aus. Für die Jahre danach schätzen drei Viertel diesen Anteil bereits auf zwischen 20 und 40 Prozent. Zusatzerlöse rechnen sich die Printmedien auch im Bereich des Paid Content aus, auch wenn gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) davon überzeugt sind, dass journalistische Inhalte im Netz weiterhin kostenlos bleiben. Neun von zehn Entscheidern sehen die Chance, in spezifischen Themenfeldern Geld für Content zu verlangen, und mehr als die Hälfte (58 Prozent) hält die Einführung zeitlich flexibler Flatrate-Angebote für möglich.

Die weitere Entwicklung des Vertriebsgeschäfts sieht ein großer Teil der Entscheider dagegen skeptisch. Wie die Deutsche-Post-Umfrage zeigt, gehen 52 Prozent von insgesamt fallenden Vertriebserlösen aus, 45 Prozent rechnen mit gleichbleibenden und nur drei Prozent mit steigenden Vertriebserlösen.

www.deutschepost.de

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