Suche

Werbeanzeige

„Olympia-Rabatte“ können teuer werden

Im Februar 2014 werden die XXII. Olympischen Winterspiele in der russischen Stadt Sotschi ausgetragen. Unternehmen beziehen sich in ihrer Werbung gern auf derartige sportliche Großereignisse. Es sollte jedoch genau geprüft werden, was im Rahmen des Olympiaschutzgesetzes überhaupt erlaubt ist. Zwei Gerichtsurteile aus diesem Jahr befassen sich mit Verstößen von Unternehmen aus dem Jahr 2010, die zum Teil teure Abmahnungen zur Folge hatten.

Werbeanzeige

Unzulässig ist nach Ansicht des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts (OLG) die Werbung für Kontaktlinsen mit dem Hinweis „Olympiarabatt“ und „Olympische Preise“. Weil sie das positive Image der Olympischen Spiele für eigene Marketingzwecke ausnutzt, verstößt sie gegen das Olympiaschutzgesetz. Nach Auffassung des Schleswig-Holsteinischen OLG ist das Olympiaschutzgesetz auch nicht verfassungswidrig.

Problematisch auch der „olympische Whirl-Pool

Der Hinweis „Olympia 2010„ und „Vancouver“ in der Werbung für einen Whirl-Pool ist ebenfalls rechtlich nicht zulässig. Mit den allgemein bekannten, positiv besetzten Begriffen, die vor und während der Winterspiele 2010 in aller Munde waren, sollte wohlwollende Aufmerksamkeit erregt werden. Das aber stellt nach Auffassung des OLG Düsseldorf ohne Genehmigung eine ungerechtfertigte, unlautere Ausnutzung der Wertschätzung der Olympischen Spiele und der Olympischen Bewegung dar. Daneben liege ein Verstoß gegen das Olympiaschutzgesetz vor. Ein Gegenstandswert von 50.000 Euro für eine Abmahnung wegen dieses Verstoßes sei angemessen. (Peter Schotthöfer / asc)

Schleswig-Holsteinisches OLG: Urteil vom 26.6.2013; Az. 6 U 31/12
OLG Düsseldorf: Urteil vom 18.6.2013; Az. I 20 U 109/12

Digital

Rassismus-Vorwurf: Dove gerät im Social Web nach kontroverser Werbung in Shitstorm – und entschuldigt sich

Es ist der Albtraum jeder Marketingabteilung: Eine Werbung des eigenen Unternehmens löst in den sozialen Medien einen Shitstorm aus. Passiert ist dies zum wiederholten Male dem Kosmetikanbieter Dove. In den USA warb die zum Unilever-Konzern gehörende Marke für eine neue Waschlotion mit einem Kurz-Video, in dem farbige und weiße Models auftreten. Im Social Web geriet der Clip schnell unter Rassismus-Verdacht. Dove zog die umstrittene Werbung zurück und entschuldigte sich umgehend. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

WeChat-Expertin: „Ich warne davor zu behaupten, dass WeChat im Westen gescheitert sei“

Janette Lajara hat mehrere Jahre in China gelebt und dort für OSK das…

Neocom 2017: Die Messe der Zukunft ist ein Happening und noch keine Virtualisierung

Nicht nur die Neocom befindet sich im ständigen Wandel und muss die Kombination…

Bier oder Business? Wie sich Messen durch junge Formate grundlegend reformieren

Die Zeiten stundenlangen Frontalunterrichts in Kongresssälen sind vorbei. Bei immer mehr Business-Events sind…

Werbeanzeige

Werbeanzeige