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Oliver Kahn erntet für PR-Aktion zur Marke „Goalplay“ einen Shitstorm auf Facebook und Twitter

Bastelt weiter an seiner zweiten Karriere: Oliver Kahn © Screenshot: Facebook / Goalplay

Fünf Tage lang ließ Torwart-Titan Oliver Kahn die Republik rätseln: Was würde die nächste Aufgabe des 2008 zurückgetretenen Bayern-Spielers werden? Staatstragend wie ein Countdown zu einem WM-Finale lockte der 47-Jährige vor dem Wappen des FC Bayern mit einem neuen Tätigkeitsfeld. Würde Kahn zum Rekordmeister zurückkehren? Mitnichten: Kahn stellte lediglich seine eigene Marke Goalplay vor

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Die zweite sportliche Karriere des Oliver Kahn lässt weiter auf sich warten. Wohl keinem Bundesliga-Profi wurde nach seiner aktiven Zeit mehr zugetraut als dem gebürtigen Karlsruher, der über 14 Jahre insgesamt 429 Mal das Tor des deutschen Rekordmeisters FC Bayern hütete – und sich bereits im Mannschaftsbus mit dem manager magazin fortbildete.

„Neue Aufgaben“

Als Nachfolger von Uli Hoeneß wurde Kahn schon gehandelt, auch ein Manager-Posten bei Schalke 04 schien zum Greifen nahe – stattdessen entschied sich der frühere Torwart-Titan für eine Kommentatoren-Tätigkeit beim ZDF.

Doch Ende vergangener Woche schien sich beruflich etwas beim früheren Torwart-Titanen zu tun. In einem fünf Tage langen Countdown lockte Kahn die Fans auf seiner Facebook-Seite ungewohnt reißerisch mit „einer neuen Aufgabe“ – vor dem Vereinswappen des FC Bayern.

Die neue Marke Goalplay

„Morgen kehre ich zu meinen Wurzeln zurück. Deshalb beginne ich jetzt schon mal mit der Konzentration“, postete Kahn gestern – viel dicker kann man nicht auftragen. Was hatte der 47-Jährige nun zu verkünden: Das lang erwartete Comeback beim FC Bayern als Sportdirektor, Torwarttrainer oder wenigstens Markenbotschafter für China?

Als Repräsentant trat Kahn tatsächlich in Erscheinung – allerdings für die eigene, neu vorgestellte Marke Goalplay, die die Torwart-Legende so erklärt:

Nicht aus der Nostalgie von Kahns eigener Vergangenheit speist sich die Marke, sondern eher aus dem modernen Torwartspiel des Welttorhüters Manuel Neuer – weswegen Kahn auch ein neues Wort erfindet: den „Torspieler“, den Goalplayer.

Unter der neuen Marke Goalplay kann der moderne Torspieler nicht nur Handschuhe erwerben, sondern auch das Torwartspiel  im Training („Wir arbeiten mit neuster Technik, mit Highspeed-Kameras“) verbessern. „Wir verstehen uns als ganzheitliche Marke“, erzählt Kahn im Marketingsprech.

Shitorm über die sozialen Medien

Dass weder die neue Marke noch die Art der PR in eigener Sache bei seinen Fans besonders gut ankam, musste Kahn schnell auf Facebook und Twitter erkennen, wo sich ein veritabler Shitstorm zusammenbraute:

Oliver Kahn nahm sich immerhin die Zeit für eine Antwort:

Doch auch zahlreiche andere Facebook-Fans zeigten sich sehr enttäuscht vom Vize-Weltmeister:

Auf Twitter fiel das Echo noch ein Stück weit hämischer aus:

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