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Nutzen Sie die DSGVO, um Ihre Kunden endlich glücklich zu stimmen

Datenschutz und -sicherheit sind dank Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in aller Munde. Ein guter Zeitpunkt, sich darüber Gedanken zu machen. Denn nicht nur die hohen Bußgelder (bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes) sind Grund genug, die Vorschriften einzuhalten. Die Verordnung kann auch genutzt werden, um die Kundenzufriedenheit zu verbessern.

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Ein Gastbeitrag von Björn Bauer, Manager Solutions Consulting EMEA für Zendesk

Die DSGVO fordert von Unternehmen Transparenz bei der Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten. Es ist wichtig, dass Sie einem Kunden klar und deutlich erklären können, dass der Schutz ihrer Daten von größter Wichtigkeit ist. Die Anforderungen bieten daher die Möglichkeit, die Kommunikationspolitik im Bereich des Schutzes personenbezogener Daten zu verschärfen. Diese Transparenz führt zu mehr Vertrauen bei den Kunden und kann sogar sicherstellen, dass die Kunden bereit sind, mehr Daten für einen besseren Service bereitzustellen.

Recht auf Datenübertragbarkeit

Innerhalb der DSGVO haben User Anspruch auf Datenübertragbarkeit. Dieses Recht ermöglicht es Kunden, die beispielsweise ihren Versicherer wechseln wollen, ihre Daten einfach an den neuen Versicherer zu übermitteln. Zudem sorgt es auch dafür, dass personenbezogene Daten, die von einem Kunden zur Verfügung gestellt oder bei der Nutzung der Dienste erzeugt werden, leicht zugänglich sein müssen. Neukunden können ihre Nutzungshistorie und Erfahrungen mit ihrem bisherigen Lieferanten mitnehmen. Dies sollten Sie als Chance sehen, denn es kann zu einer Fülle von Daten führen, die Sie nutzen können, um das Kundenerlebnis zu verbessern und proaktiv mit Marketinginitiativen auf die Bedürfnisse des neuen Kunden zu reagieren.

Das Recht, vergessen zu werden

Und während Unternehmen natürlich ihre Kunden an sich binden möchten, sollten sie sich dennoch der Tatsache stellen, dies nicht auf die falsche Art und Weise zu tun. Die Verbraucher haben bereits heute die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten löschen zu lassen. Mit dem DSGVO wird das Recht auf Löschung und das Recht darauf „vergessen zu werden“ aber erweitert. Auf diese Weise können Kunden verlangen, dass Unternehmen die gesamten Daten, die über sie erhoben wurden, gelöscht werden. Aber seien Sie sicher: Unternehmen, die das gut machen, können bei korrekter Vorgehensweise dies als Möglichkeit nutzen, um ihre Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Vorteile sichern mit Datenschutzmanagementsystem

Zukünftig müssen Unternehmen ein Datenschutzmanagementsystem führen, um jederzeit nachweisen zu können, dass sie die datenschutzrechtlichen Vorgaben einhalten. Auch dies verbirgt eine Menge Vorteile für Unternehmen, da der zuständige Datenschutzbeauftragte mithilfe des Managementsystems eine schnelle Übersicht über die aktuell laufende Verarbeitung von personenbezogenen Daten erhält und dann die darauf basierende datenschutzrechtliche Prüfung vornehmen kann. Sollte die zuständige Aufsichtsbehörde für Datenschutz dann eine Prüfung durchführen, kann jederzeit das Verfahrensverzeichnis vorgelegt werden, welches zudem auch für mehr Transparenz und Qualität sorgt – auch gegenüber Dritten, in dem Fall dem Kunden.

Die DSGVO rückt mit großen Schritten näher und viele Unternehmen werden nur das Minimum der Anforderungen erfüllen, um so den dafür nötigen Aufwand vorerst gering zu halten. Langfristig gesehen, sollten Unternehmen sich aber nicht die Möglichkeit entgehen lassen, die gesammelten Daten zu nutzen, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Denn so heben Sie sich klar von der Konkurrenz ab, die am Ende bei nicht Nutzung, das Nachsehen hat. 

Über den Autor: Björn Bauer blickt auf über 15 Jahre Erfahrung in der Kundenservice- und Softwarebranche. Seine Qualifikationen in den Bereichen Pre-Sales, Coaching, Kommunikation, Kundenservice und Management setzt er als Manager Solutions Consulting EMEA für Zendesk, einem Anbieter für Kundenservice-Software, ein.

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Kommentare

  1. Betrifft das alle Unternehmungen von einem zwei Mann Betrieb, bis zu einem mittelständischen Unternehmen? Denn ich persönlich finde, dass die Lösungen in der Regel am Ende einfache Selbstständige schnell überfordern. Nicht nur finanziell. Oder was ist unter den Begriff Unternehmen zu verstehen?

    1. Hallo Martin,

      ja richtig, es betrifft JEDEN Unternehmer der persönliche Daten verarbeitet. Auch ein Zweimann-Betrieb der blos einen Webshop betreibt muss den Datenschutz in gleicher Qualität gewährleisten wie es große europäische Unternehmen tun müssen.

      Der einzige Unterschied besteht darin, dass man Betrieben in denen bis zu 9 Personen mit persönlichen Daten in Brührung kommen zutraut, dass der Eigentümer selbst die Einhaltung aller Vorschriften aus der DSGVO und BDSG (neu) bzw. der ePrivacy-Verordnung durchsetzt, wie etwa die Schulung/Sensibilisierung des Personals, Meldung aller Verfahren, Führung der Verarbeitungsverzeichnisse usw.

      Das es auch kleine KMUs überfordert erleben wir in der täglichen Praxis als externe Datenschutzbeauftragte. Selbst große Unternehmen sind trotz Hilfestellung durch externe DSB ziemlich schnell überfordert mit den Aufgaben die sie ab jetzt zu bewältigen haben.

      Doch auch als Kleinbetrieb kann man sich Hilfestellungen zur Umsetzung des Datenschutz holen die nicht zwangsläufig an die Dienstleistung eines externen DSB gekoppelt sein müssen. Und wie bei allem im Leben ist auch hier Vorsicht geboten.
      Denn die neuen Regelungen beim Datenschutz haben längst findige Geschäftemacher auf den Plan gerufen die mit der Not der Unternehmen einen schnellen Reibach machen wollen.
      Sie vertreiben als einzige Dienstleistung (im Internet bereits kostenlos erhältlich) Vordrucke und Lose-Blattsammlungen im Datenschutz-Abo. Welchen Nutzen es einem KMU bringen könnte erschließt sich mir als Datenschutzbeauftragten nicht, denn der gesamte Aufwand bleibt damit nach wie vor beim Unternehmer.

      Datenschutz kann man nicht kaufen denn Datenschutz lebt ausschließlich dort wo er praktiziert wird, nämlich in den Unternehmen selbst!

      Wer als kleiner Unternehmer ernsthaft Datenschutz betreiben möchte findet alles was er dazu benötigt im PrivazyPlan©, der von einem der Gründungsväter des modernen Datenschutz Nicholas Vollmer erstellt bereits seit Jahren in zahlreichen Unternehmen eingesetzt wird. Dieser Masterplan für den Datenschutz bietet einem tatsächlich alles was ein Unternehmer braucht um einen rechtssicheren Datenschutz zu betreiben.

      Als Betreiber eines ehem. IT Systemhauses kenne ich die Schwierigkeiten die sich mit der Umsetzung des Datenschutz ergeben können gut. Heute berate ich Unternehmen beim Datenschutz und kann aus der eigenen Fachpraxis heraus berichten anstatt nur aus Büchern und Vorschriften zu zitieren.

      Ein externer DSB arbeitet wie ein Trainer der in den Unternehmen auf die Einhaltung der Datenschutzverordnungen hinwirkt und diese stetig kontrolliert. KMUs (bis 9 Personen) traut man die Umsetzung selbstständig zu, ebenso wie die Fähigkeit sich dabei selbst zu kontrollieren. Die Pflicht der Umsetzung liegt aber in allen Fällen beim Unternehmen selbst.

  2. Wir treffen täglich auf Unternehmen die davon überzeugt sind, dass sie keinen Datenschutz betreiben müssten weil sie weniger als 10 Mitarbeiter im Backoffice beschäftigen. Dieser Trugschluss kann sehr teuer werden, denn ein unzufriedener Kunde könnte ausreichen um die Überwachungsbehörden auf den Plan zu rufen.

    Ich bin davon überzeugt, dass man am schnelllebigen digitalen Wandel nur noch dann erfolgreich teilhaben wenn man seinen Datenschutz mitwachsen lässt.
    Datenschutz in Europa wird so zum künftigen Parameter für geschäftlichen Erfolg.
    Und das nicht nur für global Player sondern auch für KMUs die leider sehr oft einem falschen Kenntnisstand beim Datenschutz unterliegen.

    Solinit Datenschutz steht Unternehmen beratend zur Seite und hält einen PrivazyPlan© bereit der bereits zahlreichen Unternehmen zu einer vorbildlichen Datenschutz-Compliance verholfen hat.

  3. In meiner täglichen Beratungspraxis mache ich die Erfahrung, dass viele Unternehmen kein oder nur wenig Geld für die Umsetzung investieren möchten. Aber ohne geht’s leider nicht. Und wie erwähnt gehen viele davon aus, dass es sie gar nicht betrifft. Es gibt – glaube ich – nur ganz wenige Ausnahmen. Ich rate allen irgendetwas zu unternehmen, anstatt abzuwarten.

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