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Nokia will Nobelbrand „Vertu“ verkaufen

Der finnische Handyhersteller Nokia will einem Bericht der "Financial Times" zufolge seine Nobel-Marke Vertu an die Beteiligungsfirma Permira verkaufen. Die Verhandlungen seien schon weit fortgeschritten, berichtet die Zeitung unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Mit dem Verkauf der Marke Vertu könnten die Finnen etwa 200 Millionen Euro erzielen und dieses Geld in das notleidende Massengeschäft mit Handys stecken, prognostiziert das Medium.

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Nokia habe auch mit dem Finanzinvestor EQT über einen Verkauf gesprochen. Die Verhandlungen würden derzeit aber nicht weiter vorangetrieben. Der Jahresumsatz mit Vertu-Handys wird auf 200 bis 300 Millionen Euro geschätzt. Ein einzelnes Telefon kann wegen des hohen Anteils an Edelmetallen mehr als 200.000 Euro kosten.

Kurz zuvor war der Wechsel an der Spitze der Mobilfunkbranche bekannt geworden: Der südkoreanische Konzern Samsung hatte die Finnen nach 14 Jahren als Weltmarktführer bei Mobiltelefonen überholt. Das Smartphonegeschäft machen Samsung und Apple praktisch unter sich aus, berichtete die deutsche Ausgabe FTD.

Die Koreaner hätten zwar keine genauen Angaben zur Zahl der ausgelieferten Handys gemacht. Experten von Strategy Analytics würden aber von insgesamt 93,5 Millionen verkauften Geräten in den drei Monaten bis März ausgehen, was einem Marktanteil von 25,4 Prozent entspreche. Nokia habe 82,7 Millionen Geräte verkauft und ein Marktanteil von 22,5 Prozent erreicht. Apple kam demnach auf 9,5 Prozent. Im boomenden Smartphonemarkt setzte sich den Experten zufolge Samsung mit 44,5 Millionen verkauften Multifunktionsgeräten und einem Marktanteil von 30,6 Prozent vor Apple mit 35,1 Millionen abgesetzten Smartphones und einem Marktanteil von 24,1 Prozent.

Nokia hatte sich 1998 an die Spitze der Handybranche gesetzt, als es den US-Mobilfunkpionier Motorola überholte. Damals reichte für den ersten Platz noch ein Jahresabsatz von 37,4 Millionen Handys. Ironischerweise hat Nokia jetzt mit 22,5 Prozent einen ähnlichen Marktanteil wie 1998 (22,9 Prozent).

„Samsung und Apple haben die meisten großen Wettbewerber überholt, und der Smartphonemarkt läuft Gefahr, ein Zweier-Rennen zu werden“, zitiert die Zeitung den Analysten von Strategy Analytics, Neil Mawston. An dem quasi Duopol werde sich Experten zufolge im laufenden Jahr wohl auch nicht viel ändern.

www.ftd.de

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