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Neuer Amazon- und Netflix-Rivale: Auch Apple will offenbar Film-Inhalte produzieren

Apple könnte auch schon bald eigene Serien wie "House of Cards" oder "Transparent" produzieren

Achtung, Netflix: Apple scheint sich die Filme anderer Inhalte-Anbieter lange genug angesehen zu haben. Wie das gewöhnlich gut unterrichtete Branchenorgan Variety berichtet, will Apple nicht nur im kommenden Jahr den Schulterschluss mit den großen Fernseh-Gesellschaften vollziehen und einen TV-Streaming-Dienst anbieten, sondern auch künftig eigene Inhalte produzieren – in Form von Serien und/oder Filmen

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Das Motto des späten Markeintritts ist bei Apple Gesetz: Ganz gleich, ob als digitaler Anbieter von MP3s und Filmen durch den iTunes Store oder jüngst mit dem Streaming-Dienst Apple Music –  wenn Apple den Markt betritt, dann richtig.

Glaubt man der Online-Ausgabe des Unterhaltungsmagazins Variety, das sich auf die üblich gut unterichteten Quellen beruft, würde Apple aktuell den Aufbau einer Unit für eigene Film- und Serienproduktionen prüfen, die Internetchef Eddy Cue unterstellt ist und im nächsten Jahr die Arbeit aufnehmen soll.

Apple habe demnach seine Fühler nach Hollywood ausgestreckt und gleichzeitig Headhunter mit Verpflichtungen beauftragt. Bereits nach Ende der Auto-Show “Top Gear” bei der BBC habe Apple versucht, das Team um Star-Moderator Jeremy Clarkson, Richard Hammond  und James May zu verpflichten, doch Amazon bekam den Zuschlag.

Amazon als Vorbild

Wie schnell auch branchenfremde Player mit Eigenproduktionen punkten können, hat der E-Commerce-Riese unlängst vorgemacht. Seit 2013 zeigt Amazon eigene Inhalte und setzte sich im Januar bei der Golden Globe-Verleihung gleich gegen den direkten Internet-Rivalen Netflix durch, der mit „House of Cards“ hochkarätige Eigenproduktionen im Streaming-Zeitalter salonfähig gemacht hat. Der prestigeträchtigen Preis für die beste „Fernsehserie einer Komödie“ ging für die Eigenproduktion „Transparent“ nach Seattle.

Tags darauf überraschte Amazon mit dem nächsten hollywoodreifen Coup: Altmeister Woody Allen entwickelt im Auftrag des Internet-Riesen aus Seattle seine erste TV- bzw. Webserie, die 2016 exklusiv bei Instant Video, Amazons Video-on-Demand-Angebot für Prime-Kunden in den USA, Großbritannien, Deutschland und Österreich ausgestrahlt werden soll.

Verstärkte Investition in eigene Inhalte  

Apple scheint erkannt zu haben, dass unverwechselbare eigene Inhalte den Wert seiner eigentlichen Produkte – der Hardware – maßgeblich steigern, wie zuletzt bei der Verpflichtung des britischen Kult-DJs Zane Lowe für das Internet-Radio Beats 1 zu beobachten.

Eddy Cue, Apples oberster Dealmaker für Inhalte, versucht seit Jahren mehr oder minder erfolglos, die großen US-TV-Sender ABC, CBC, Fox und NBC für ein Streaming-Abo-Modell zu gewinnen. Mit dem neuen Apple TV, das auf der iPhone-Keynote in der übernächsten Woche erwartet wird, wolle der wertvollste Konzern der Welt die erste wirklich relevante Plattform für die Produktkategorie Smart TV vorstellen und somit auf die großen TV-Senderkonglomerate sanften Druck ausüben, war zuletzt zu hören.

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