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Neue Facebook-Timeline bietet Unternehmen mehr Freiheiten und besseres Monitoring

Vor einiger Zeit hat Facebook die Einführung der neuen Timeline angekündigt. Mit Beginn dieses Monats, April 2012, ist es soweit. In der neuen Facebook-Timeline hat sich das Seitenlayout komplett verändert – es ähnelt jetzt der Timeline der privaten User-Profile. Unternehmen können sich besser präsentieren, denn ihnen wurden von Seiten des Social Networks deutlich mehr Freiheiten für das Layout eingeräumt. Zudem brauchen Unternehmen dank neuer Filtermöglichkeiten keine unkontrollierten Pinnwandeinträge mehr befürchten. Weil auch private Nachrichten an Unternehmensseiten geschrieben werden können, dürfte einerseits der Kundendialog und andererseits der Informationsaustausch über Facebook als Kommunikationskanal weiter befeuert werden. Der Administrationsbereich mit seinen neuen Features schließlich erleichtert das Management und Monitoring von Facebook-Seiten.

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Von Dominique Tholey

Mehr Vertrauen in Facebook entsteht vor allem dadurch, dass dank neuer Filtermöglichkeiten die Pinnwände besser kontrolliert werden können. Die Möglichkeit, private Nachrichten an Unternehmensseiten zu schreiben, wird den Kundendialog voraussichtlich intensivieren. Aber was genau hat sich verändert? Als erstes sticht natürlich das Titelbild hervor, hier bietet Facebook Unternehmen die Möglichkeit, der Seite einen ganz eigenen Look zu verpassen. Dieser Bildausschnitt hat eine Größe von 851 mal 315 Pixeln. Alles, was darüber hinausgeht, wird erst durch den Klick auf das Titelbild sichtbar. Der Inhalt des Titelbildes ist durch Richtlinien seitens Facebook eingeschränkt. Nicht erlaubt sind:

  • Referenzen zu Facebook-Elementen wie Like-Button, Places-Icon usw., außerdem Handlungsaufrufe wie „Jetzt kaufen“ oder „Erzähle deinen Freunden davon“,
  • Preise oder Kaufinformationen (auch Rabatte),
  • Pfeile auf Facebook-Elemente und
  • Kontaktinformationen jeglicher Art (diese gehören in den Infobereich).

Weiterhin bleibt auch das Profilbild bestehen, jedoch in einem quadratischen Format von 180 mal 180 Pixeln. Es taucht zum einen vor dem Titelbild auf der Unternehmensseite auf, was interessante Kombinationen aus Titel- und Profilbild möglich macht. Rechts vom Titelbild sticht eine Sidebar ins Auge, die es dem Nutzer ermöglicht, sich ohne langes Scrollen in der Unternehmenschronik zu bewegen. Unterhalb des Titelbildes befindet sich das Menü, welches im alten Seitenlayout noch unterhalb des Profilbildes zu finden war. Hier gibt es nun eine Vorschau auf vier Tabs, die frei angeordnet werden können. Maximal können hier zwölf Anwendungen installiert werden – die verborgenen Apps können durch einen Klick auf den Button rechts vom letzten Tab-Icon aufgeklappt werden.

Was die eigentliche Timeline angeht, können Unternehmen hier wie gewohnt Pinnwandeinträge absetzen. Des Weiteren fallen hier „Gefällt mir“-Angaben der eigenen Freunde, Beiträge von Freunden über das Unternehmen, sowie „Gefällt mir“-Angaben des Unternehmens ins Auge. Innovativ ist die Möglichkeit, den Fans mit der neuen Facebook-Timeline die Unternehmensgeschichte zu erzählen. Hierzu bietet Facebook folgende Möglichkeiten: Im ersten Schritt hat man die Option, Meilensteine in der Unternehmensgeschichte zu platzieren. Diese werden prominent über die ganze Breite dargestellt und erscheinen beim Scrollen durch die Timeline zuerst. Hervorgehoben werden können außerdem einzelne Pinnwandeinträge, wodurch diese Beiträge die volle Breite der Timeline einnehmen. Ein weiteres interessantes Feature ist die Option „Oben Fixieren“. So wird ein bestimmter Pinnwandeintrag den Seitenbesuchern für sieben Tage an erster Stelle der Timeline angezeigt.

Mit Aktivierung der Facebook-Timeline verschwindet die Option, einen Willkommens-Tab für neue Seitenbesucher zu definieren. Seitenbesucher landen also zuerst auf der Timeline. Dafür bietet Facebook nun die Möglichkeit, die Tabs durch ein größeres, individuelles Icon zu präsentieren. Diese Grafik misst 111 mal 74 Pixel und befindet sich oberhalb der Tab-Beschreibung. Hier ist es wichtig, dem Besucher direkt den Nutzen dieses Tabs zu vermitteln. Dieses Bild kann man in den Seiteneinstellungen unter „Anwendungen“ bearbeiten. Oberhalb des Tab-Inhaltes findet man eine Navigation, in der man zurück zur Pinnwand sowie zu allen weiteren auf der Seite installierten Anwendungen gelangt. Hier befindet sich auch ein „Gefällt mir“-Button. Im Tab selbst steht statt 520 Pixel Breite (früher) nun eine Fläche von 810 Pixeln mit beliebiger Höhe zur Verfügung. Jedoch sollte man sich derzeit auf eine Breite von 780 Pixeln beschränken, da es ansonsten zu Anzeigefehlern seitens Facebook kommen kann. Dank dieser Breite ergeben sich nun völlig neue Möglichkeiten, um Inhalte in Facebook darzustellen.

Im neuen Administrationsbereich sind zunächst die neusten Benachrichtigungen, „Gefällt mir“-Angaben sowie Statistiken zu finden. Von hier aus kann direkt auf die Detailansicht der einzelnen Punkte gewechselt werden. Eine weitere Neuerung ist die Funktion, dass Facebook-Seiten private Nachrichten von Nutzern empfangen und diese auch beantworten können. So haben Administratoren die Möglichkeit, gezielter auf Kunden-Anfragen eingehen zu können. Diese Funktion ist optional und kann je nach Wunsch aktiviert oder deaktiviert werden. Des Weiteren befinden sich in der Administrationsleiste die Optionen „Verwalten“, „Publikum“ sowie „Hilfe“. Hierüber kann man seine Seite bearbeiten, Facebook als seine Unternehmensseite verwenden, Werbeanzeigen schalten sowie die Facebook Hilfe aufrufen. Ebenfalls neu: Jetzt können sich auch die Fans einer Facebook-Seite einige Statistiken ansehen, etwa die Tracking-Kurve aller „Gefällt mir“-Angaben oder auch das Durchschnittsalter der Fans.

Über den Autor:
Dominique Tholey ist Social Media Manager bei 247Grad in Koblenz. Die Social Media-Agentur entwickelt Marketingstrategien für Unternehmen im Social Web und setzt diese auch um.

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