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Nach durchwachsenem Markttest in Deutschland: McDonald’s beerdigt den „Bio-Burger“

© Lässt nach einem Markttest die Finger vom Thema Bio: McDonald's-Deutschlandchef Holger Beeck

Gut fürs Image, schlecht für die Kasse: So könnte man die Bilanz des Bio-Experiments von McDonald's zusammenfassen. Wie der Konzern auf Anfrage von Horizont mitteilte, wird der 2015 getestete "McB" mit Bio-Rindfleisch nicht in Serie gehen. Offenbar war der politisch korrekte(re) Burger ein Flop.

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Bio bei McDonald’s ist noch kein Produkt für alle Gäste. Wie auch andere Anbieter im Ernährungssektor aktuell feststellen, bedient Bio derzeit noch in erster Linie eine Nische“, zitiert Horizont einen Unternehmenssprecher. Und: Der Verbraucher werde entscheiden, welches Potential darin in „der langfristigen Zukunft“ liege.

Von Anfang an schien das Bio-Experiment der Burger-Kette halbherzig zu sein. Dass sich ein System-Gastronom, der nicht nur bei Ökos das Image des Umweltvernichters und Profiteurs von nicht artgerechter Massentierhaltung hat, aus freien Stücken dem Thema Bio zuwendet, brachte dem Unternehmen im vergangenen Herbst zwar erst einmal Sympathien ein. Doch genau genommen war der Bio-Burger keiner und durfte deshalb auch so nicht bezeichnet werden. Das Rindfleisch des „McB“ stammte aus biologischer Erzeugung, Brötchen und die weiteren Zutaten dagegen nicht.

Zudem war von Anfang an unklar, woher McDonald’s im Erfolgsfall die immensen Fleischmengen hätte beziehen sollen, um den McB dauerhaft in allen Filialen anbieten zu können. Von daher könnte man argwöhnen, dass die geschmacklich höchst seltsame Komposition des Bio-Hybriden vom Konzern gewollt war – nach dem Motto: Wir haben’s ja probiert, aber der Verbraucher hat unser Engagement nicht durch massenhaften Konsum honoriert. Tatsächlich schmeckte der McB abgesehen von der Bio-Bulette nach Auffassung etlicher Testesser wie Knüppel auf den Kopf – fade gewürzt und in ein fast ungenießbares pappig anmutendes dunkles Brötchen gezwängt.

Diese Kreation bleibt den McDonald’s-Kunden nun dauerhaft erspart. Es ist nicht schade darum, wohl aber um die verpasste Chance, wenigstens ein bisschen Nachhaltigkeit im Fastfood-Massenmarkt zu etablieren …

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Meedia.de

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