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Muss das Marketing gerettet werden?

Christian Thunig

Um die Antwort direkt vorab zu geben: nein. Dafür ist die Disziplin viel zu wichtig. Dennoch ist sie durch ein Imagetief gegangen. Der Ruf des „Fluffy-Department“, wie die Amerikaner gerne sagen, hängt dem Marketing an. Zu viel Bauch, zu wenig Zahl.

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Erstaunlich dabei: Der Homo Ökomnomicus wird auf Kundenseite gerade ausgemerzt, in den Unternehmen hält er sich doch hartnäckig – erlebbar im Planungswahnsinn, durch den die meisten Unternehmen im letzten Quartal wieder gegangen sein dürften.

Kundenwünsche identifizieren

Warum Marketing wieder ins Zentrum des Unternehmens rückt, dafür gibt es drei Belege:

  1. Innovationen sind so heiß herbei gesehnt wie nie. Das ist in der Tat die Aufgabe des Marketing, verstanden als marktorienterte Unternehmensführung, die zum Markt hin denkt und handelt. Neue Kundenwünsche identifizieren und Lösungen im Unternehmen anstoßen, das ist die ureigenste Aufgabe des Marketing.
  2. IT-Unternehmen, aus verschiedensten Branchen kommend, stürzen sich auf die Marketingentscheider, da sie spüren, dass hier die nächste Revolution ansteht. Egal ob Adobe, T-Systems, Pitney Bowes oder Teradata, alle erkennen derzeit, dass Software-Lösungen im Marketing ein großer Hebel sind für gute Prozesse, aber viel mehr noch für Geschäftsmodellarbeit. Und das führt uns zum nächsten Punkt:
  3. Die digitale Transformation muss vor allen Dingen in Marketing und Vertrieb stattfinden. Hier laufen alle Fäden zusammen, denn am Ende geht es darum, den Kunden über die verschiedensten Kanäle kongruent und markenkonform zu bedienen.

Das klingt doch nach einem Plan und entsprechend hat absatzwirtschaft in der Ausgabe zum Deutschen Marketing-Tag einen erfolgreichen Marketingpreisträger portraitiert, der viele dieser Herausforderungen des zukünftigen Marketings bereits angegangen hat: Immobilienscout 24. Die Jury beeindruckte die Zusammenarbeit von Marketing und Produktentwicklung sowie die integrierte Markenführung über alle Kanäle hinweg.

Anzeigenmotive „Rettet das Marketing“

Das Marketing muss sich also keine Sorgen machen. Es gibt gute Beispiele, wie es gehen kann. Aber dennoch: Auch für gute Dinge muss man werben. Wir haben daher die Aktion „Rettet das Marketing“ initiiert und Agenturen gefragt, Kampagnen für oder um das Marketing zu entwickeln. Herausgekommen sind witzige, feinsinnige und vor allen Dingen ermutigende Motive, die vor Augen führen, was zählt.

 

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