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Multichannel führt zu steigenden IT-Budgets im Handel

Das EHI Retail Institute stellt seine neueste Studie zu den IT-Trends im deutschsprachigen Handel vor. Als wesentliche Herausforderung für die nächsten Jahre sehen die Unternehmen die wachsende Bedeutung des Internets in der Konsumentenwelt und den Vormarsch von Smartphones und Tablets. Der Wettbewerb, angefacht vor allem durch den E-Commerce, wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen, und damit wird auch der Kostendruck steigen.

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Zentraler Investitions- und Innovationstreiber ist der mobile Kanal. Das Thema bezieht sich einerseits auf unternehmensinterne Prozesse und andererseits auf Services für die Kunden. So investieren die Händler sowohl in mobile Geräte für die eigenen Mitarbeiter als auch in die Entwicklung von Applikationen für mobile Endgeräte der Kunden. Über die Hälfte der Unternehmen plant die Nutzung von Tablets in den Filialen, und knapp 40 Prozent möchten Tablets auch zur Verkaufsunterstützung einsetzen.

Investitionen in Prozessintegration

82 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass der Anteil unbarer Zahlung in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Sollten sich mobile Bezahlverfahren durchsetzen, könnte der Anteil des Bargeldes nach Einschätzung vieler Studienteilnehmer schneller als derzeit voraussehbar abnehmen. Derzeit bewegen sich die Investitionen in Mobile Payment allerdings noch auf niedrigem Niveau. Es finden vielfach vorbereitende Maßnahmen wie beispielsweise die Aufrüstung von EFT-Terminals statt.

Die Zahl der Unternehmen, die Multichannel-Projekte planen, hat sich im Vergleich zu 2011 fast verdoppelt. Heute beschäftigt sich jedes zweite Unternehmen mit der Multichannel-Integration. Die Investitionen zielen auf die Prozessintegration und die Online/Offline-Verknüpfung der Kunden- und Warenwirtschaftsdaten. Eine konsistente Stammdatenqualität wird als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Strategie gesehen, oft besteht hier noch Optimierungsbedarf. Die organisatorischen Herausforderungen für die Multichannel-Umsetzung werden als beträchtlich angesehen.

Self-Scanning über das Smartphone

Rund 30 Prozent der Unternehmen – doppelt so viele wie im Vergleichsjahr 2011 – planen Investitionen in Business Intelligence-Systeme. Das Handling großer Datenmengen, Big Data, und die sinnvolle Auswertung von Daten aus den unterschiedlichen Interaktionen mit dem Kunden, Social Media Analytics, sehen einige Händler als wichtige Zukunftsthemen. 61 Prozent der Unternehmen erwarten entsprechend der vermehrten Anforderungen steigende IT-Budgets in den nächsten Jahren. Im Vergleich zu 2011 sind die IT-Budgets bereits moderat auf durchschnittlich 1,14 Prozent vom Nettoumsatz angestiegen.

Wie bereits in 2011 wollen knapp ein Fünftel der Unternehmen (18 Prozent) künftig Self-Checkouts als Alternative an der Kasse anbieten, und ein Zehntel befürwortet eher Self-Scanning. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Unternehmen aus dem LEH. Self-Scanning über das Smartphone der Kunden wird als mögliche interessante Zukunftsentwicklung betrachtet, mündet aber noch nicht in konkreten Plänen.

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