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Mobiles Shoppen per Smartphone-Scan

QR (Quick Response)-Codes verlinken nicht nur auf weiterführende Inhalte im Netz – per Scan mit dem Smartphone landen auch immer mehr Produkte direkt im virtuellen Einkaufskorb. Vom neuen Vertriebskanal profitieren auch die Kunden: Der Einkauf wird bequem nach Hause geliefert oder landet, im Falle eines Geschenkgutscheins, direkt auf dem mobilen Gerät.

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Von Christian Lindner

Die schwarz-weißen Quadrate begegnen uns in Magazinen, auf Plakaten oder im Museum: Wer einen QR (Quick Response)-Code per Smartphone scannt, stellt eine direkte Verbindung zu weiterführenden Inhalten im Netz her. Beispielsweise im stationären Handel. Hier rufen 34 Prozent der Smartphone-Nutzer mehrmals im Monat Zusatzinformationen über Barcodes oder QR-Codes ab, ermittelte das Forschungsinstitut ECC (E-Commerce Center Handel) kürzlich. Da sich nachvollziehen lässt, wie oft ein QR-Code gescannt wurde, ist die Reichweite transparent nachvollziehbar.

Auch den Mobile Commerce, also den Warenhandel über mobile Geräte, erleichtern die QR-Codes. Denn sie ermöglichen kanalübergreifende Konzepte, bei denen man überall via Smartphone einkaufen und bezahlen kann. Das zeigt beispielsweise die Kaufhauskette Tesco im Hightech-Land Korea. Hier erledigen die vielbeschäftigten Koreaner in virtuellen Läden in U-Bahn-Stationen ihren Wocheneinkauf per QR-Shopping, indem sie im Vorbeigehen den QR-Code der Produkte auf Plakatwänden scannen. In Deutschland ermöglichte es schon im vergangenen Jahr der Geschenkgutschein-Spezialisten Retailo dem Textilhändler Adler, Geschenkgutscheine via QR-Codes auf Plakaten anzubieten. In rund 160 Modemärkten gescannt, zahlten die Käufer per Smartphone-App und erhielten die Gutscheine wahlweise per Post oder sofort per E-Mail.

Auch der stationäre Handel setzt auf QR-Codes

Voraussetzungen fürs QR-Shopping erfüllen Konsumenten mit einem Smartphone und einer spezialisierten App, beispielsweise der QRShopping App von PayPal. Sobald diese App mit dem PayPal-Konto verknüpft und eine Geheimzahl festgelegt ist, kann geshoppt werden: In einem Geschäft, vor einer Plakatwand oder beim Blättern durch eine Zeitschrift bestellt der Kunde per Fingertipp und bezahlt sofort. Die Lieferadresse übernimmt die App auf Wunsch aus PayPal. Geschenkgutscheine und andere virtuelle Güter landen per E-Mail unmittelbar auf dem mobilen Gerät und in der Hosentasche des Käufers.

Davon profitiert auch der stationäre Handel, erläutert Aline Eckstein, Bereichsleiterin E-Commerce-Center Handel: „24/7-Ladenöffnungszeiten durch QR-Code-Shopping in Schaufenstern sind gefragt, um auch im stationären Handel Präsenz zu zeigen. Das gibt die Chance, sich gegenüber erfolgreichen Internet-Pure-Playern zu behaupten.“

Besondere Anreize machen QR-Codes attraktiv

Aktionsangebote und Vorteile, die mit einem QR-Code verknüpft sind, machen diesen für Verbraucher besonders interessant. Das stellte auch der Multi-Channel Anbieter für Gutscheinlösungen Retailo fest. Das Unternehmen vertreibt europaweit im stationären Handel Gutscheine etwa 100 namhafter Marken an rund 35.000 Verkaufsstellen und entwickelt innovative Ideen fürs QR-Shopping von Geschenkgutscheinen. Die QR-Shopping-Aktionen für Retailos Universalgutscheine der Produktmarke JOKER waren bei den Verbrauchern besonders beliebt. Denn diese Gutscheine, die sich in Gutscheine von Zalando, Amazon.de und anderer Online-Shops eintauschen lassen, gab es per QR-Shopping in verschiedenen Aktionsangeboten. Über Schnäppchenportale verbreiteten sich die QR-Codes binnen Stunden im Netz und motivierte tausende Kunden, die PayPal QRShopping-App zu installieren und zu nutzen.

Per Code-Scan die SIM-Karte nach Hause bestellen

Da der Kanal QR-Shopping besonders nah am Mobilfunk-Konsumenten ist, setzt auch der ADAC darauf, um seine in Kooperation mit der getsmart GmbH angebotenen Prepaid-SIM-Karten zu vermarkten. Per Code-Scan bestellen Kunden die gewünschte Karte mit wenigen Fingertipps direkt nach Hause. Der ADAC verbreitet die QR-Codes über reichweitenstarke Kanäle wie den Pay-Pal Newsletter mit Millionen Abonnenten, Social Media Kanäle sowie ausgewählte Medien des ADAC. Ergänzt wird der Vertrieb durch das etablierte Retailo-Netzwerk – im Handel sowie auch Online. Hierzu hat Retailo eine einzigartige Infrastruktur entwickelt, die es ermöglicht, Gutscheinprodukte vollintegriert an den Endkunden zu vermarkten.

QR-Shopping ist zwar ein junger Kanal, dessen Bedeutung für die Zukunft sich nicht verlässlich voraussagen lässt. Es steht jedoch bereits fest, dass QR-Shopping schon heute funktioniert, wenn der Mehrwert für die Konsumenten groß genug ist. Das Potenzial, das QR-Shopping für viele Branchen bietet, erschließen Unternehmen wie die Retailo AG aktuell mit innovativen Lösungen. Und die potenziellen Nutzer werden täglich mehr: Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts IDC werden in diesem Jahr weltweit erstmals mehr Smartphones gekauft als Handys, nämlich rund 918 Millionen. Und Konsumenten nehmen ihre mobilen Alleskönner zunehmend auch als Kaufinstrumente wahr, die eine Brücke zwischen den bestehenden Vertriebskanälen schlagen.

Über den Autoren: Christian Lindner ist seit 2007 als Mitgründer und Vorstandsvorsitzender für die Retailo AG tätig, einem der führenden Multi-Channel Gutscheindistributoren in Europa. Zuvor arbeitete der studierte Rechts- und Politikwissenschaftler mehrere Jahre bei Bertelsmann und der Arvato AG in leitender Beratungs- und Vertriebsfunktion und verantwortete den Bereich Vertrieb und Geschäftsentwicklung der CAP GmbH (Betreibergesellschaft von HappyDigits).

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