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Mobile Werbung weltweit auf der Überholspur

Der globale Werbemarkt wächst auch ohne Olympische Spiele und US-Wahlen um 3,5 Prozent und entwickelt sich somit stabiler als im Jahr 2012. Die erfreuliche Entwicklung setzt sich 2014 mit einem Wachstum um 5,1 Prozent und 2015 um weitere 5,9 Prozent fort, wie die Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia in ihrer aktuellen Studie „Advertising Expenditure Forecast“ prognostiziert. Positive Signale kommen aus der Eurozone, die im zweiten Quartal ihre 18-monatige Rezession hinter sich gelassen hat: Die Werbeinvestitionen werden hier im kommenden Jahr um 0,7 Prozent steigen.

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Auch in Deutschland zieht der Werbemarkt an. „Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir zwar noch ein Minus von 1,5 Prozent, aber die Wirtschaftslage lässt Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft schauen“, erläutert Frank-Peter Lortz, Chairman Zenith Optimedia.

2014 Ausgaben für Onlinewerbung höher als für TV-Werbung

Unter diesen Voraussetzungen seien Werbungtreibende bereit, bislang zurückgehaltene Budgets freizugeben und in Marken- und Imagewerbung zu investieren. „Davon profitiert TV am stärksten“, erklärt Lortz, „so dass wir hier von einem Netto-Wachstum von 2,6 Prozent ausgehen.“ Diese Besonderheit führt dazu, dass TV dieses Jahr noch die zweithöchsten Investitionen (nach den Zeitungen und Zeitschriften) auf sich zieht. Erst 2014 werden die Investitionen in Internetwerbung die TV-Investitionen überholen.

Weltweit befindet sich mobile Werbung inzwischen auf der Überholspur. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) des gesamten Werbemarktwachstums geht dieses Jahr bereits auf Internetwerbung zurück, die auf Smartphones und Tablets ausgeliefert wird. Insgesamt ist Mobile mit einem Gesamtvolumen von 14,3 Milliarden US-Dollar und 2,8 Prozent Anteil an den weltweiten Werbeinvestitionen zwar noch klein, doch rapides Wachstum von über 50 Prozent jährlich untermauert die steigende Relevanz. Bereits in 2015 wird sich Mobile-Anteil am Werbekuchen auf sechs Prozent mehr als verdoppelt haben.

„Werbung folgt immer den Zielgruppen“

„Auch in Deutschland werden über kurz oder lang die Werbebudgets den Nutzern auf die mobilen Endgeräte folgen“, unterstreicht Lortz. „Die Werbung folgt immer ihren Zielgruppen. Tatsächlich stehen wir am Beginn einer zweiten digitalen Revolution. Der PC war die Starttechnologie. Die Zielgruppen jedoch sind mobil, und die mobilen Screens werden zum First Screen.“

Die Mediaagenturen hätten die Infrastruktur, um mobile Zielgruppen zu erreichen, bereits aufgebaut, betont Lortz. Nun müssten die Medien geeignete Werbemittel zur Verfügung stellen, und die Kreativen seien gefordert, Werbung zu entwickeln, die auf Smartphones funktioniert. Die Erfahrung zeige, dass die Hürden, Zielgruppen über neue Kommunikationskanäle anzusprechen, relativ schnell genommen werden. Lortz resümiert: „Die erste TV-Werbung bestand aus bebilderten Radiospots, die erste Online-Werbung aus blinkenden Anzeigen.“ Mit der Zeit hätten sich spezifischere Werbeformen für diese Medien entwickelt, und so werde es auch im mobilen Internet passieren.

(Zenith Optimedia / asc – Foto: Marktjagd)

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