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Mobile Video-Angebote dürfen etwas kosten

Mehr als zwei Drittel der Smartphone-Nutzer und drei Viertel der Tablet-Nutzer schauen Videos auf ihren tragbaren Endgeräten. Vor allem junge Zielgruppen begeistern sich dafür. Die unter 30-Jährigen und vornehmlich die männlichen User sind auch bereit, für Mehrwerte wie TV-Live-Streams oder Inhalte in HD- Qualität zu zahlen. In punkto Sehgewohnheiten liegt der Fokus beim Smartphone auf kurzen Clips und Musikvideos, über das Tablet werden dagegen auch längere Filme und TV-Content abgerufen.

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Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Ausgabe der Nutzungsstudie „Mobile Barometer“ von Sevenone Media und dem Marktforschungsinstitut Interrogare, das hierzu im August 2013 knapp 640 Smartphone- und Tablet-Besitzer befragt hat. Die verschiedenen mobilen Endgeräte kannibalisieren sich nicht gegenseitig, sondern ergänzen sich vielmehr in der Nutzung: 68 Prozent der Smartphone- Besitzer schauen darauf auch Videos. Besitzt ein User zusätzlich noch ein Tablet, ist die Videonutzung auf dem Mobiltelefon trotzdem nahezu stabil (65,4 Prozent). Das Tablet wird vielmehr als angenehme Ergänzung geschätzt, auf dem 74,3 Prozent der Tablet- und Smartphone-Besitzer Bewegtbild-Inhalte abspielen.

Smartphone unterwegs – Tablet zu Hause

Größer ist der Unterschied jedoch bei der Art der abgerufenen Inhalte: Kurze, lustige Clips (67,7 Prozent), Musikvideos (61,6 Prozent) und Filmtrailer (46,4 Prozent) sind die Favoriten auf dem Smartphone – auf dem Tablet werden dagegen deutlich mehr Nachrichten (56,2 Prozent vs. 45 Prozent), Filme (38,7 Prozent vs. 11,7 Prozent) und TV-Serien (35 Prozent vs. 14,5 Prozent) konsumiert.

Die mobilen Endgeräte ergänzen sich auch in der örtlichen und zeitlichen Verwendung: Das Smartphone begleitet mit Videos durch den Tag und füllt auf praktische Art Pausen (50,6 Prozent), während das Tablet abends häufiger mit auf der Couch liegt (80,9 Prozent) – gerne auch parallel zum Fernsehen (33,5 Prozent). Smartphone-Nutzer gehen vor allem über Messenger-Dienste wie Whatsapp (50,1 Prozent) oder Social Media-Kanäle (52,8 Prozent) auf die Suche nach besonderen Video-Inhalten. Tablet- Besitzer werden dagegen öfter durch Word of Mouth (49,3 Prozent), beim Stöbern in Apps (26,5 Prozent) oder auf den Webseiten der Fernsehsender (26,5 Prozent) auf den bewegten Content aufmerksam.

Werbung wird akzeptiert

Beim Thema Mobile Advertising kommt es auf den Mehrwert an: 60,5 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden das derzeit vorherrschende Modell der werbefinanzierten Videos zwar als störend, nehmen es aber für Gratiscontent in Kauf (70,9 Prozent). Knapp ein Viertel (23,6 Prozent) würde aber auf Bezahlmodelle umsteigen, um Werbung auszuschließen. Jüngere und männliche Zielgruppen sind dabei eher bereit, für Zusatzdienste zu zahlen. Besonders hoch ist das Interesse an HD-Inhalten (Männer: 29,5 Prozent), Live Streams (14 bis 29 Jahre: 28,8 Prozent), Archivfunktionen (14 bis 29 Jahre: 40,9 Prozent) und Sendungen in Originalsprache (14-29 Jahre: 17,7 Prozent).

Ältere Generation hält sich noch zurück

Mobile Videos haben ein positives Image – vor allem bei der jungen Zielgruppe. Die Mehrheit der 14 bis 29-Jährigen nimmt sie als komfortabel (69,8 Prozent) und modern (70,7 Prozent) wahr und findet die Inhalte der Anbieter interessant (46,8 Prozent). Hier greift auch der Early Adopter-Faktor, denn gerade im jüngeren User-Segment wird Wert darauf gelegt, die neuesten technologischen Entwicklungen auf keinen Fall zu verpassen. Kaum überraschend ist der höhere Anteil der Bewegtbild-Verweigerer unter den älteren Smartphone-Nutzern: Für die Generation zwischen 50 und 69 Jahren ist der Bildschirm oftmals zu klein (51,7 Prozent) und der Datentarif zu teuer (30 Prozent), um Videos mobil abzurufen.

(Sevenone Media / asc – Foto: Vodafone)

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