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Mobile Shopping wächst dynamisch weiter

Rund 41 Millionen Deutsche haben im vergangenen Jahr Waren oder Dienstleistungen im Internet gekauft, drei Millionen mehr als 2010. Dabei steigt das Handy als Bestellmedium in der Gunst der Konsumenten. Mit 2,9 Millionen haben im Jahr 2011 mehr als doppelt so viele Verbraucher wie im Jahr zuvor Waren und Dienstleistungen per Mobiltelefon geordert. Ermittelt hat diese Zahlen die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Das Institut Nordlight Research hat herausgefunden, dass mittlerweile rund 20 Millionen Bundesbürger mit ihrem Mobilfunkgerät ins Internet gehen, zwei Drittel davon täglich oder mehrmals pro Woche.

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In ihrem aktuellen „Online Shopping Survey 2012“ listet die GfK die Produktkategorien mit den meisten Onlinekäufern wie folgt auf: Bekleidung (19,3 Millionen), Bücher (18,6 Millionen), Veranstaltungstickets (14,9 Millionen), Spielwaren (10,6 Millionen) und Tonträger (10,4 Millionen). Der stärkste Zuwachs an Online-Käufern entfiel auf Bekleidung (plus 2,1 Millionen). Es folgen Kosmetik und Düfte (plus 1,8 Millionen) sowie Uhren und Schmuck (plus 1,6 Millionen). Die Wachstumstreiber verlagern sich den Marktforschern zufolge zunehmend auf andere Produktkategorien als bisher.

Amazon baut Spitzenplatz aus

Amazon konnte mit 27,7 Millionen Onlinekäufern den Spitzenplatz nach Kundenzahl vor Ebay (21 Millionen) deutlich ausbauen. Weltbild und Otto liegen Kopf an Kopf auf Rang 3. Neueinsteiger Zalando verdrängt mit massiver Werbepräsenz Tchibo vom fünften Rang. Während die Gesamtzahl der Internetnutzer zwischen 14 und 69 Jahren binnen Jahresfrist nur um 2,6 Prozent auf insgesamt 50,3 Millionen gestiegen ist, nahm die Nutzerzahl des mobilen Internets im gleichen Zeittraum um 38,4 Prozent auf 14,7 Millionen zu. Mit 84 Prozent verfügt dafür der weitaus größte Teil dieser Gruppe bereits über ein Smartphone.

Einen Vorgeschmack auf die künftige Entwicklung zeigt die Frage, für welche Produktkategorien die Internetnutzung per Handy schon heute als Informationsquelle vor dem Kauf dient. Deshalb wurde in der Studie erstmals untersucht, wie viele Konsumenten sich ganz generell vor dem Kauf von Produkten – egal ob im stationären Handel oder im Internet – per Handy im Mobilen Internet informieren. Insgesamt haben diese Möglichkeit im vergangenen Jahr bereits 5,1 Millionen Konsumenten genutzt.

Damit entsteht für den stationären Handel neben dem klassischen Onlineshopping eine weitere Herausforderung. Dass die Konsumenten ihre Smartphones bei sich tragen, eröffnet neue Möglichkeiten der Verzahnung zwischen stationärem Handel und E-Commerce. Gleichzeitig wächst aber für die Verbraucher die Transparenz zwischen allen konkurrierenden Angeboten weiter. Smarte Shopper werden das mit ihren Smartphones auch zu nutzen wissen, lautet das Fazit der GfK-Studie.

Rasante Erfolgsstory des mobilen Internets

Dass das mobile Internet den Alltag breiter Bevölkerungsschichten erobert hat, allen voran der jungen Generation, belegt die aktuelle Trendstudie „Mobile-Internet-Nutzung in Deutschland“. Sie wurde vom Marktforschungsinstituts Nordlight Research in Zusammenarbeit mit dem Online-Befragungsdienstleister Webfrager GmbH erarbeitet. Demnach gehen mittlerweile rund 20 Millionen Bundesbürger mit ihrem Mobilfunkgerät ins Internet. Zwei Drittel davon sogar täglich oder mehrmals pro Woche. Im Jahr 2010 lag die Zahl der Vielnutzer des mobilen Internets erst bei 37 Prozent, 2011 bereits bei 48 Prozent, aktuell sind dies 64 Prozent. Auch die Zufriedenheit nimmt deutlich zu: vor zwei Jahren war erst jeder dritte Nutzer (36 Prozent) uneingeschränkt vom mobilen Internet begeistert, heute ist dies bereits mehr als jeder zweite (53 Prozent).

Zu den „Heavy Usern“ zählt insbesondere die „Generation Y“ der nach 1980 geborenen „Digital Natives“ (tägliche mobile Internetnutzung: 58 Prozent); aber auch für viele 32- bis 50-jährige „Digital Immigrants“ ist die mobile Internetnutzung mittlerweile fester Bestandteil ihres Alltags (41 Prozent). Lediglich die „Silver Surfer“ der Generation „50plus“ gehen bislang deutlich seltener täglich mobil ins Internet (20 Prozent).

Nokia verliert, Samsung boomt

Nokia hat im deutschen Mobilfunkmarkt zwar noch die höchsten Gesamt-Nutzungsanteile, verzeichnet aber speziell in der Gruppe der Mobile-Internet-Nutzer gegenüber 2011 sehr deutliche Verluste und muss den bisherigen Spitzenplatz an Samsung abgeben. Die Nutzungsquote von Samsung-Mobilfunkgeräten im mobilen Internetmarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Der Anteil der Apple-Nutzer hat leicht zugenommen; zugleich zeigen die Nutzer von Apple-Handys die höchsten Zufriedenheitswerte hinsichtlich des mobilen Internets. Bei der Häufigkeit der aktuell genutzten Smartphone-Betriebssysteme führt Android vor Apple iOS und Windows Mobile. Übergreifend ist die Zufriedenheit mit dem mobilen Internet bei Smartphone-Nutzern deutlich höher ausgeprägt als bei den Nutzern von klassischen Handys mit eingeschränktem Funktionsumfang.

Starke Zuwächse unter den täglichen Nutzungsanlässen des mobilen Internets verzeichnen gegenüber dem Vorjahr die Nutzung von Suchmaschinen und der Abruf von Nachrichtendiensten sowie insbesondere auch das rein unterhaltungsorientierte einfache „Rumsurfen“. Top-Favorit bleibt die Nutzung von E-Mail-Funktionen. Andere Anwendungen, wie insbesondere Mobile Banking oder Mobile Shopping, liegen in punkto Nutzungshäufigkeit nur leicht über Vorjahresniveau und bergen noch große Potenziale für die Marktteilnehmer. Die positive Akzeptanz mobiler Werbung unter den Mobile-Internet-Nutzern weiterhin gering ausgeprägt; immerhin jeden zweiten Nutzer stört diese aber nicht grundlegend. Das Ranking der präferierten Werbeaktionen im mobilen Internet zeigt sich gegenüber dem Jahr 2011 unverändert: Rabatte/Gutscheine/Coupons sowie freie SMS-Kontingente werden nach wie vor am stärksten präferiert. Zugleich haben Gratis-Apps und kostenlose Nachrichten-Services an Bedeutung gewonnen.

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