Suche

Werbeanzeige

Mobile Payment-Angebote weltweit gefragt

Das Bezahlen mit dem Mobiltelefon hat sich in Deutschland bislang noch nicht etabliert. Laut einer internationalen Studie des Bereichs Custom Research der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) findet hierzulande die Hälfte der Verbraucher derartige Angebote reizvoll. Die Vielzahl der traditionellen und komfortablen Bezahlsysteme wie EC- und Kreditkarte lässt das Interesse aber niedriger als in anderen Ländern ausfallen. Entscheidende Erfolgsfaktoren für mobile Zahlsysteme sind Vertrauen in die Anbieter und Nutzungsfreundlichkeit.

Werbeanzeige

Neben dem reinen Telefonieren bieten Smartphones mittlerweile unerschöpfliche Anwendungsmöglichkeiten wie E-Mail, Internet, Navigation oder Unterhaltung. Der ständige Begleiter des modernen Menschen kann fast alles. Nur mit dem Mobiltelefon in Geschäften zu bezahlen, ist bislang noch nicht möglich – zumindest nicht in Deutschland. Die Technologie für derartige Angebote ist seit Jahren vorhanden und in anderen Ländern wie Japan oder Südkorea bereits erprobt. So genannte Near Field Communication (NFC)-Chips in den Mobiltelefonen ermöglichen es, Geldbeträge an Geräte in unmittelbarer Nähe zu senden. Also beispielsweise an die Kasse in einem Geschäft oder ein anderes Mobiltelefon.

Das Interesse an Mobile Payment ist weltweit vorhanden, unterscheidet sich aber von Land zu Land deutlich. Wie die von GfK Custom Research in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Brasilien, Südkorea, China und den USA durchgeführte Studie zeigt, bewerten im Schnitt 62 Prozent der Verbraucher Mobile Payment-Angebote als reizvoll. In Deutschland liege der Wert mit 56 Prozent leicht darunter. Die Verbraucher in China (82 Prozent) und Brasilien (73 Prozent) seien hingegen weitaus begeisterter von Mobile Payment. In diesen Ländern seien flächendeckende Zahlungssysteme mittels Kredit- oder Bankkarten allerdings auch deutlich weniger etabliert. Aber selbst unter den Deutschen gebe es klare Unterschiede: Männer hätten ein größeres Interesse an Mobile Payment als Frauen. Auch das Alter sei ein wichtiger Faktor: Unter den 16- bis 24-Jährigen erachteten 75 Prozent der Befragten ein mögliches Mobile Payment-Angebot als reizvoll. Bei Personen zwischen 25 und 54 liege der Wert nur noch bei rund 58 Prozent, ab einem Alter von 55 Jahren lasse das Interesse rapide nach.

In der Vergangenheit wurde immer wieder ein baldiger Durchbruch für Mobile Payment basierend auf NFC-Technologie prophezeit. In den meisten Ländern mangelte es bis dato aber an der notwendigen Zusammenarbeit von Netzbetreibern, Finanzinstituten und den Herstellern der Mobiltelefone, um dem System zum Erfolg zu verhelfen. Für die einzelnen Akteure steht vor allem die Frage im Raum, wer am Ende die führende Rolle im Kontakt zum Kunden hat. Profitieren könnten sie auf unterschiedliche Art und Weise. So wäre für Banken das Mobile Payment ein notwendiger evolutionärer Schritt hin zu einem attraktiven, zukunftsweisenden Angebot. Wer sich hier positioniert, kann sein Image nachhaltig modernisieren. Für die Betreiber der Mobilfunknetze bietet Mobile Payment die Möglichkeit, neben den etablierten Sprach-, Text- und Datendiensten eine neue Einnahmequelle zu erschließen.

Doch bei welchem der potenziellen Anbieter von Mobile Payment-Angeboten fühlen sich die Verbraucher am sichersten? Hier punkten der Studie zufolge weltweit vor allem die Finanzdienstleister, speziell Banken genießen einen großen Vertrauensvorschuss. Im Schnitt aller untersuchten Länder hätten 73 Prozent der Befragten angegeben, dass sie Banken als Mobile Payment-Anbieter Vertrauen entgegenbringen. In Deutschland liege der Wert mit 86 Prozent sogar deutlich darüber. Kreditkartenunternehmen erreichten unter den Deutschen einen Wert von 71 Prozent, Mobilnetzbetreiber noch 63 Prozent. Einer Kooperation von Banken und Mobilnetzbetreibern als Anbieter von Mobile Payment würden 74 Prozent der Deutschen vertrauen. Im internationalen Schnitt bewerteten 66 Prozent der Befragten eine derartige Kooperation als vertrauenseinflößend. Dass sich Zusammenarbeit auszahlt, zeige das Beispiel Spanien. Insgesamt 72 Prozent der Spanier hielten Mobile Payment-Angebote für attraktiv, verglichen mit 56 Prozent hierzulande. Die Gründe seien vielschichtig. Zum einen hätten eine Reihe von spanischen Banken bereits Mobile Payment-Angebote getestet und hierfür stark geworben. Besonders wichtig sei aber eine Zusammenarbeit der führenden spanischen Mobilnetzbetreiber, um den Konsumenten einheitliche und vereinfachte NFC-Technologie anbieten zu können.

www.gfk.com

Kommunikation

„Weil Hitler gerade nicht kann“: ZDF-„heute-show“ frisiert AfD-Plakate um und polarisiert damit im Social Web

"#heuteshow-Leaks: Das sind die neuen AfD-Plakate", schreibt die Redaktion der Satire-Sendung "heute-show" bei Facebook und Twitter. Dazu wurden vier Fotos veröffentlicht, die AfD-Wahlplakate zeigen, an denen die Satiriker vom ZDF Hand angelegt haben. Denn nun heißt es etwa "Bernd statt Börek" und "Weil Hitler gerade nicht kann." Im Social Web wurde die Aktion zum Hit, es gibt aber auch Kritik. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Sie snappen 30 Minuten am Tag: Snapchat meldet fünf Millionen deutsche Nutzer

Auf der diesjährigen Dmexco ist ein Newcomer vertreten, der in den vergangenen beiden…

Dekadente Luxusreisen: So originell binden Chefs ihre Mitarbeiter ans Unternehmen

Wie bindet man Mitarbeiter an eine Firma? Das Unternehmen UNIQ GmbH, zu dem…

Das sind die wichtigsten Verteidigungsmaßnahmen um Ihren Workspace zu schützen

200.000 betroffene Computer in 150 Ländern, hunderte Millionen Dollar Schaden. Ein Erpressungstrojaner namens…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige