Werbeanzeige

Mobile Ad-Blockade: Telefon-Anbieter gehen gegen Werbung von Google vor

Nun wird es lustig: Die ersten Unternehmen wollen sich gegen Google und deren Werbemethoden durchsetzen

Im Kampf gegen die Internet-Riesen Google und Yahoo will die Telekom-Branche nun offenbar neue Geschütze auffahren: Laut einem Bericht der Financial Times arbeiten mehrere Mobilfunk-Anbieter daran, Online-Werbung in ihren Netzen zu blockieren. Ein europäischer Netzbetreiber habe die dafür nötige Software bereits in seinen Rechenzentren installiert.

Werbeanzeige

Noch in diesem Jahr soll die Software eingeschaltet werden, berichtete die Financial Times (FT) am Donnerstag (kostenpflichtiger Inhalt). Anzeigen in Form bezahlter Nachrichten, wie sie zum Beispiel von Facebook oder Twitter genutzt werden, wären davon nicht betroffen – für Google und Yahoo hingegen würde ein solcher Schritt weniger Umsätze bedeuten. Damit wolle die Telekom-Branche Google dazu bringen, Werbeerlöse zu teilen, so die FT.

In der Telekom-Branche herrscht schon lange Unmut darüber, dass Internet-Firmen viel Geld in ihren Netzen verdienen – sich aber nicht an den hohen Infrastruktur-Kosten beteiligen.

Gegenüber der FT erklärt der Manager eines europäischen Netzbetreibers, man wolle den Kunden zunächst die Möglichkeit bieten, einen werbefreien Service zu buchen. Doch man ziehe auch einen radikaleren Schritt in Erwägung: Mit der sogenannten „Bombe“ würden Anzeigen auf auf einen Schlag über das gesamte Netzwerk aus Millionen Kunden blockiert werden könnte.

Eine Anzeigen-Blockade könnte allerdings auch die Frage nach einem Verstoß gegen das Prinzip der Netzneutralität aufwerfen, nach dem alle Daten gleich behandelt werden müssen.

Mit Material der dpa.

Kommunikation

Richard Bransons Ratschlag an Entrepreneure auf der Bits & Pretzels: „Fire yourself!“

Nach dem Auftritt von Kevin Spacey am Sonntag, war er am zweiten Tag des Gründer-Festivals Bits & Pretzels in München der Top-Star: Richard Branson, Multi-Milliardär, ewiger Sunnyboy und Abenteurer. Im Gepäck hatte er viele Anekdötchen, Lob für Deutschland und eine dezidierte Meinung zum Brexit: „Ich entschuldige mich beim Rest Europas.“ mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Datenschutzbeauftragter verbietet Facebook WhatsApp-Datenabgleich

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat Facebook mit sofortiger Wirkung untersagt, Daten von deutschen…

Bots: Ein Stück Software, dass so wahnsinnig intelligent ist und so wenig Mehrwert bietet

Vollautomatische Frage-Antwort-Systeme sind der letzte Schrei in Sachen eCommerce. Unter dem Stichwort Conversational…

Das Business-Profil wirkt: Mehr als 500.000 Werbetreibende auf Instagram

Instagram freut sich über 500.000 Werbetreibende. Damit hat Instagram die Anzahl der Unternehmen, die auf…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Find ich total in Ordnung. Es kann ja nicht sein, dass die Einen die Kosten haben und die Anderen nur profitieren wollen.

  2. Das ist das abscheulichste , was ich je gehört habe. Ich bezahle für meine Werbung auf Facebook ebenso wie auf Google. Was hat mein Zahlen an Google mit der Infrastruktur von Eplus zu tun? So wird das nichts, mit der alten Frau Europa,, die der Papst angeprangert hat. Sollen sie doch selber ein Werbesystem einrichten. ES WIRD ZEIT, dass Google auch Netzanbieter wird!!!!
    Liebe Grüße

    1. Ganz schön eigensüchtig! Sie bezahlen dafür, dass Millionen Netznutzer laufend und immer öfter belästigt werden! Die „Bombe“ soll ruhig platzen. Allerdings wird uns auch das nicht lange schützen, denn Telekom strebt auch wieder nur den Werbezirkus an – dann allerdings zu ihrem eigenem Vorteil – .

    2. Falsch, Jan. Du zahlst nicht für Werbung in einem Netz, das Werbung blockiert. Gezahlt wird nach einem Klick, ohne Impression kein Klick und keine Kosten.

      1. Nicht ganz passend Cognac. Ein Unternehmen ist auf Werbung angewiesen, ein totale Werbeblockade würde Milliarden Verluste mit sich bringen. Auch die kleinen Geschäfte, welche ideal mit Google Werbung machen können, würden immensen Schaden davon tragen.

        PS: Nichts desto trotz bin ich auch dafür, dass Google & Co sich an der Infrastruktur der „betroffenen“ Länder beteiligen sollte!

        PPS: Alle andere Steuer-Spaar Giganten sollten dies allerdings auch tuen (Starbucks, Apple, etc.)!

  3. Nun die „hohen“ Kosten des Netzausbaus werden ja wohl über horrende Gebühren von den Kunden refinanziert; die einzigen akzeptablen Angebote sind ja wohl in der Schweiz zu finden (es geht doch). Zunächst ist gegen eine optionale Blockade-Funktion nichts einzuwenden, sofern diese – nach dem Ermessen des Kunden – aktiviert oder deaktiviert werden kann. Dies ist zu begrüßen! Aber: Wenn der Netzbetreiber eigenmächtig Manipulationen an den Daten vornimmt – ohne das Einverständnis des Kunden -, ihm also Werbung „vorenthält“, dann sehe ich eine Prozesswelle auf diesen zukommen. Insofern: Wenn die Telco-Anbieter Google/Facebook/…. etwas wehtun wollen, sollen sie dem Kunden diese Funktion anbieten, er wird sie dankend annehmen. SELEKTIVE ZWANGSBLOCKADE sollten die Anbieter aber tunlichst vermeiden; ein Verzicht hierauf würde sie in ein positives Licht rücken – man kann dem Kunden ja diesen Filter z.B. schmackhaft (z.B. nach dem Einschalten direkt anbieten: „Wünschen sie vor Werbung und Spam geschützt zu werden? Dieser Service ist für sie exklusiv bei uns kostenfrei verfügbar!“ Der Kunde wird nicht „nein“ sagen – gleicher Effekt und die Netzneutralität ist gewahrt. Die Anbieter wären nach meiner bescheidenen Meinungen sogar juristisch abgesichert.

  4. „Gegenüber der FT erklärt der Manager eines europäischen Netzbetreibers, man wolle den Kunden zunächst die Möglichkeit bieten, einen werbefreien Service zu buchen.“ So wird das aber wiedermal nichts – die GIER siegt. Die Knalltüten sollten sich entscheiden – Google/Facebook wirklich den Krieg erklären und diesen Service optional und kostenlos anbieten – oder nur wieder schwätzen und versuchen abzukassieren. Glauben die etwa, dass dafür jemand wirklich BEZAHLT?

  5. Die Mobilfunker, die schon lange den Ruf einer „dumb pipe“ mit sich tragen, rufen die „Power Games“ gegen die mobile Werbeindustrie aus. Brilliant. Oder vielleicht nicht ganz so brilliant, wie sie sich das vorgestellt haben. Natürlich hätten sie gerne etwas vom Werbekuchen, der bisher unantastbar über ihre Netze verteilt wird. Aber mit der Netzneutralität wird es wohl schwierig werden.

    Vor diesem Hintergrund darf man sich fragen, warum die Mobilfunker nicht schon lange ihr größtes Gut, nämlich Telefonanrufe in Werbegold verwandeln. Rund 150 Anrufe im Monat laufen über ein Handy. Viele Anrufe kommen von unbekannten Nummern. Mit einer einfachen Anruferkennungsfunktion (Caller ID) könnten diese Nummern aufgelöst werden und der Nutzer sieht nunmehr den Namen und nicht nur die Nummer des Anrufers. Eine zusätzliche Page Impression entsteht. Der Mobilfunker schaltet darauf Werbung. Fertig. So einfach könnte das sein, ein grosses Stück vom mobilen Werbekuchen abzuschneiden.

    Nachdem es die Mobilfunker verschlafen haben, ging kürzlich das größte soziale Netzwerk – Facebook – mit einer Anruferkennungs-App ‚Hello‘ an den Start. Auch viele andere App Anbieter haben verstanden, dass damit Geld zu verdienen ist, und integrieren diese Funktion in ihre Apps. Heutzutage ist das auch kein Aufwand mehr, denn es gibt gratis Anruferkennungs-Software, die einfach in Apps eingebaut wird und sofort Werbeumsätze generiert. http://calldorado.com

  6. Die Werbung wird doch schon von uns Kunden bezahlt und nicht von den Werbetreibenden. Jedes Mal, wenn bei mir Werbung eingeblendet wird, geht das von meinem Datenkontingent ab. Die Werbung sollte von den Provider grundsätzlich geblockt werden, Wer sie sehen möchte, soll sich ein Werbepaket buchen…..

  7. Interessant, mit welchen drastischen Massnahmen ein ISP einfach mal so den Internet Content ändern möchte, ohne mal einen seiner Kunden zu fragen, ob ihm das Recht ist. Das wäre ja das Gleiche, als würde der Briefträger mal schnell die Briefe öffnen und alles ändern was ihm nicht gefällt.

  8. Herr Heilmann spricht mir aus der Seele. Eine Blockierung von Inhalten (auch wenn es nur Werbung ist) ähnelt einer Zensur und sollte nicht zwangsweise durchgeführt werden. Eine Option auf Kundenseite halte ich für durchaus vertretbar.

    Auf diesem Wege Geld von Google bzw. vom Kunden zu erlangen erachte ich als relativ erfolglos.

    Die Meinungen derer, die Werbung generell als lästig empfingen kann ich leider auch nicht teilen. Selbstverständlich sollte die Werbung als solche „ausgezeichnet“ sein und somit transparent sein. Da ist Google noch im Verhältnis zu anderen Werbetreibenden „human“.

  9. Wie wird Werbung erkannt, wenn sie sich in einem verschlüsselten Datenstrom befindet? Mit einer Man-in-der-Mitte Attacke? Wünsche viel Spaß beim Kampf mit den Windmühlen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige