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Mittelstand Digital: Warum sich deutsche KMU mit digitalen Talenten anfreunden müssen

Der Mittelstand darf die Digitalisierung nicht verschlafen

Dass der deutsche Mittelstand sich in puncto Digitalisierung an vielen Stellen schwer tut, ist längst kein Geheimnis mehr. Dies wurde kürzlich auch durch eine Studie der Commerzbank bestätigt. Dabei wird es bei Deutschlands kleinen und mittleren Unternehmen längst Zeit die Chancen des digitalen Zeitalters zu nutzen, damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit gesichert wird

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Von Gastautor Martin Kiene, Kreutz und Partner

Um die Transformation voranzutreiben bedarf es Fach- und Führungskräften mit digitalem Kompetenzprofil, beispielsweise aus den Bereichen digitales Marketing oder Strategieentwicklung. Doch trotz guter Voraussetzungen, wie kurzer Entscheidungswege und hoher Verantwortung, tun sich deutsche Mittelständer schwer, diese Mitarbeiter für sich zu begeistern. Der digitale Wandel muss jedoch von genau diesen getrieben werden, um vielversprechende Chancen zu nutzen und den Anschluss nicht zu verpassen.

Initiativen werden bereichsübergreifend realisiert

Die Digitalisierung des eigenen Unternehmens findet nie ausschließlich in einem Bereich statt. Stattdessen ist die ganze Wertschöpfungskette von den Treibern betroffen. Um sich diese übergreifenden Chancen zu nutzen zu machen, braucht es Personen mit entsprechender Erfahrung, die hier den Überblick bewahren und die richtigen Bereiche miteinander verknüpfen.

Einflüsse auf die Wertschöpfung durch Digitalisierung

Einfluss Digitalisierung Wertschöpfungskette

Oftmals versucht das Management die digitalen Aktivitäten jedoch in einem Bereich zu bündeln – nicht selten wird die IT ausgewählt. Dieser Ansatz greift jedoch viel zu kurz. Sollte sich ein Hersteller beispielsweise dazu entschließen seine Produkte zusätzlich über einen Online Shop zu vertreiben, so betrifft diese Initiative den Großteil der Wertschöpfung des Unternehmens.

Einflüsse auf die Wertschöpfung durch Einführung eines Online Shops

Einführung Online Shop

 

Der Einsatz eines Chief Digital Officers, also einer Person, die auf Top-Managementebene digitale Aktivitäten koordiniert, sollte längst auch von Mittelständlern diskutiert werden. Verständnis hierfür scheint jedoch nicht in ausreichendem Maße geschaffen worden zu sein.

Erfolgreichere Innovationen werden hervorgebracht

Die Zeiten in denen das Management losgelöst von Kundenmeinungen neue Aktivitäten durchführt, sollten vorbei sein. Stattdessen müssen Kunden von Anfang an in den Innovationsprozess involviert werden. Digitale Talente arbeiten regelmäßig mit außerordentlichem Kundenfokus. Dies verhindert das Bedürfnis des Kunden zu verfehlen und nach Launch auf Ablehnung zu stoßen.

Innovationen sollten zudem nicht langwierigen Analyse-Prozessen, sondern möglichst zeitnah am Markt echten Kunden ausgesetzt sein. Nur so kann sich durch Feedback schnell die Spreu vom Weizen trennen und die erfolglosen Konzepte verworfen sowie die erfolgreichen weiterverfolgt und innerhalb der Organisation verankert werden.

Hier kann eine digitale „Task Force“, bestehend aus einem interdisziplinären Team aus Mitarbeitern mit Digitalkompetenz, Abhilfe schaffen. Dieses sollte möglichst losgelöst vom Rest der Organisation schnell neue Konzepte an den Markt bringen, diese bei Erfolg weiterverfolgen und in der Organisation verankern.

Kundenorientierter Innovationsprozess mit beschleunigtem Launch am Markt

PrototypingWeiteres Zögern beim deutschen Mittelstand würde mittel- bis langfristig empfindliche Konsequenzen im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit mit sich bringen.

Foto_KieneZum Autor: Martin Kiene verantwortet als Associate Partner den Digital-Bereich der Unternehmensberatung Kreutz und Partner in Köln. Zudem ist er als Unternehmensgründer im E-Commerce und im Bereich Digitale Transformation im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) aktiv.

 

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